Ihr Lieben,

ich dachte ich gebe euch heute einfach mal ein kurzes Update zum Wochenende. Da ich ja hier nicht mehr täglich über meine Erlebnisse berichte, habe ich manchmal das Gefühl: Ach – das habe ich euch ja alles noch nicht erzählt! Klar – wie auch?

Hier läuft alles die Bahnen, die ich eingeschlagen habe. Ich habe mehr Zeit für meine Kinder und merke, dass ich auch wieder richtig Lust bekomme, Rezepte auszuprobieren. Diesmal OHNE sie zu fotografieren, sondern einfach nur zum Essen. Wobei es schon sein kann, dass das ein oder andere gute Rezept auch mal wieder den Weg in meinen Blog findet. Also ALLES kann ich ja nicht für mich behalten…

Dann habe ich natürlich über Ostern die obligatorischen Osterkilos zugenommen und war jetzt ganz fleißig beim Sport und habe die Kohlenhydrate mal links liegen lassen. Und schwupps ist alles beim Alten. Die kneifenden Jeans waren aber auch eklig. Danke, Patrick, für die Hilfe!

Diese Woche hat eine facebook Freundin von mir auf ihrem Blog gepostet, dass eine Freundin einer Freundin gestorben ist. Sie kannte sie noch nicht mal besonders gut – aber da ihre Leben einige Parallelen aufwiesen hat, hat es sie doch sehr getroffen. Von der Diagnose bis zum Tod hatte die Mutter von 3 Kindern genau 12 Monate. Ein Jahr um Abschied zu nehmen, alles zu ordnen und vor allem: das Leben zu genießen.

Ihr wisst, dass es mir schwer fällt, hier nicht mehr täglich für euch zu schreiben. Aber die Geschichte vom Tod dieser Mutter, die ich noch nie getroffen habe, hat mir einmal mehr gezeigt, wie wichtig es ist, ganz viel Zeit im ECHTEN Leben zu verbringen. Gestern zum Beispiel, da saß ich nachmittags mit meinen Freundinnen Jessica und Alex auf der Terrasse und wir hatten es einfach nur schön. Ein Gläschen Prosecco, ein bisschen Käse und Trauben und die Kinder haben fantastisch zusammen gespielt (und dabei ganz nebenbei die Siedlung „auseinandergenommen“ – sei’s drum).

Oder jetzt gerade – meine Tochter kränkelt ein bisschen und ist zuhause geblieben. Und ich sitze am Esstisch und schaffe bestimmt nicht alles, was ich heute vorhatte. Aber dafür kann ich zwischendurch hochschauen und sehe meine Tochter und mein Herz hüpft. Na und – dann regnet es halt am Wochenende. Vielleicht können wir ja einen Erlebnisausflug zu IKEA machen. Und am Samstag kommt Uwe zurück – und wir holen ihn alle zusammen vom Flughafen ab. Da gibt es dann einen Kakao für die Kinder bei Starbucks, das ist Tradition.

Meine Oma Hilde hat immer gesagt: „Es sind die kleinen Momente, auf die man Acht geben muss im Leben. Die großen kommen nie.“ Früher fand ich den Satz irgendwie deprimierend. Aber heute weiß ich, was sie damit gemeint hat. Natürlich „gibt“ es große Momente in unserem Leben – Hochzeiten, Geburten und Feste. Aber die sind oft so überwältigend und so schnell vorbei, dass es fast ist „als ob sie nie gewesen wären“. Die kleinen Momente, die in denen mein Sohn mit Gummistiefeln durch den Sandkasten tobt, dass sind die, die mein Leben ausmachen. Und mich sehr sehr glücklich.

Deshalb verabschiede ich mich heute mit einem Wunsch ins Wochenende: Achtet auf die kleinen Dinge. Das Leben kann so schnell vorbei sein – es lohnt sich ALLES zu genießen, was man davon in die Finger bekommen kann.

Ich drück euch

Eure Svenja