Wenn man 41 ist, braucht man allen Schlaf, den man kriegen kann. Also ist es doch wohl kein Wunder, dass ich einen kurzen Challengeaussetzer habe, als ich letzte Nacht zwischen 1 und 4 wachliege. Da war Nichts mit morgens mal eben schminken und hübsch machen. Lieber habe ich noch eine Runde mit den Kindern gekuschelt und bin dann in Jeansmini, weißem T-Shirt und Leder-Flip-Flops die Morgenrunde gefahren.

Danach habe ich mich besonnen, meine Haare gewaschen, das T-Shirt gegen eine Seidentunika mit passendem Top drunter getauscht und mich in meine Jeanssandalen geschnürt. Das Foto habe ich trotzdem mal lieber ein bisschen heller gezogen – manchmal sind die Augenringe eben so tief, dass man sie nicht mehr wirklich wegschminken kann.

Dazu dann wieder Armbänder und Ohrringe von SENCE, Copenhagen und einen Ring von Dyrberg Kern. Hübsch, gell? Im Laufe des Tages haben mich dann meine Haare genervt. Die waren irgendwie so strohig und trocken (habe ja auch ohne Sprühkur und Pflege gefönt, das habe ich nun wieder davon). Also habe ich sie ohne Spiegel blind geflochten. Das war einfacher als gedacht.

Und weil ich mich heute wegen des Schlafmangels nicht so ganz repräsentabel fühle und nicht mehr Fotos als nötig von mir geschossen haben will, sprechen wir im Rahmen der Fashion-Challenge mal über schöne Füße. Schließlich ist Sommer und wir tragen Flip-Flops, Sandalen, Peep-Toes und Slings. Ihr glaubt ja gar nicht mit wie vielen Frauen ich in meinem Leben schon gesprochen haben, die noch nie bei der Fußpflege waren.

Nicht weil sie das Geld nicht hätten (kostet übrigens bei meiner Margot genau 29 €), sondern weil sie sich schlicht und einfach nicht trauen. Scheint irgendwie ähnlich zu sein wie das Gefühl, das man als junges Mädchen hat, bevor man das erste Mal zum Frauenarzt geht. Unsicherheit gekoppelt mit Unwissen ergibt VerhütendurchRausziehen oder in diesem Fall LieberselberdieHornhautwegrubbeln. Dabei wird das einfach viel schöner (und hält auch länger), wenn man das professionell machen lässt.

Aber: Vorsicht geboten, denn der Begriff „Fußpflegerin“ ist nicht wirklich geschützt und das heißt, dass es auch ein paar schwarze Schafe gibt. Fragt also einfach mal eure Freundinnen, wo die hingehen und ob sie da zufrieden sind.

Wenn ihr in München in meiner Ecke seid, kann ich euch wärmstens meine Margot empfehlen. Und damit jetzt all die, die das immer schon einmal machen wollten, sich aber nicht getraut haben, die Hemmungen ablegen, kommt hier mein kurzer Bilderbericht darüber, wie eine Fußpflege abläuft.

Erstmal schön die Füße in warmem Wasser einweichen.

Abtrocknen und ablackieren.

Dann geht es los, die Nägel werden gekürzt. Danach mit der Fräse die Nagelhaut zurückschieben und entfernen. Hornhaut wegfräsen. Dieser Teil ist der Einzige, den ich lieber auslassen würde. Ich bin nämlich fürchterlich kitzelig an den Füßen. Aber Margot kennt da kein „Erbarmen“ und hat mich fest im Griff. Recht hat sie, soll ja hübsch werden. Jetzt kommt das Skalpell zum Einsatz – Hornhaut wird entfernt. Danach dann der Hobel, nochmal alles schön glattfräsen und mit Skalpell und Sonde fein nacharbeiten.

Und jetzt – GANZ wichtig – FUSSMASSAGE!!!!

Dann darf  ich Lack aussuchen – irgendwie an sich schon ein schönes Ritual, die Sommerfarbe für die nächsten 5 Wochen auszuwählen. Denn JA, so lange hält der Lack bei mir, aber eben nur wenn Margot lackiert.

Flugs zweimal lackiert.

Pflege drauf.

Am Ende noch in meine mitgebrachten Flip-Flops schlüpfen damit bloß keine Macken in den Lack kommen – denn besser ist es, jetzt noch ein bis zwei Stündchen zu schauen, dass man nicht an die Nägel stößt oder gar geschlossene Schuhe trägt. Je länger ihr freiluftig rumlaufen könnt, desto größer die Chance, dass ihr jetzt wochenlang wunderbar ausseht.

So, nachdem ich jetzt so prima Sommerfüße habe, habe ich heute gleich mal den Sport ausfallen lassen und tatsächlich noch bis 18:00 mein Outfit UND meine hohen Schuhe getragen. Selbst auf dem Tennisplatz, als ich mit Ute am Rand saß, Pizza gegessen und auf die Kinder gewartet habe. Absoluter Rekord der Woche, würde ich mal sagen. Jetzt muss ich nur noch ein Kleid für den Schullauf finden und mir überlegen, ob ich mich diese Woche auch noch an das Thema Make-up wage. Habt ihr Tutorial-Tipps für mich?

Eure Svenja, die ganz schön stolz ist, dass sie schon 3 Tage Challenge auf dem Modebuckel hat.

P.S.: Habe Irina im Kindergarten getroffen und festgestellt, dass Teil meines Problems mein unsortierter Kleiderschrank ist. Dazu morgen mehr.