Einen schönen Sonntag euch allen!

Dieses Video will ich schon ewig posten, weil es mich völlig umgehauen hat. Es führt dazu, dass wir unsere Babies besser verstehen (und auch ich mit meinen „großen“ Kindern dachte: Ja, an diese Geräusche erinnere ich mich gut!). Es ist auf Englisch, hat aber eine universelle Sprache: die Babysprache.

Priscilla hat früh entdeckt, dass sie so eine Art fotografisches Gedächtnis für Ton hat. Aufgefallen ist das das erste Mal, als ihre Mutter ein Stück auf dem Piano gespielt hat – und Priscilla (damals 4 oder 5) es nach nur einmaligem Hören fehlerfrei nachspielen konnte.

Aber nicht genug. Priscilla hört aufgrund dieser Gabe Dinge, die normalen Menschen verborgen bleiben. Sie nimmt die Stimmfarbe, die Rythmik, die Vibration wahr. Für sie liegt unterhalb der Sprache quasi noch eine andere Sprache, die immer mitläuft.

Genau diese Fähigkeiten führten dazu, dass Priscilla die Babysprache entdeckte. Denn Babies machen immer die gleichen fünf Geräusche, wenn sie

1.) Hunger haben

2.) müde sind

3.) sich unwohl fühlen (es ist ihnen zu heiß oder zu kalt, sie liegen in einer für sie unangenehmen Position, sie müssen gewickelt werden)

4.) verdauen müssen (gerade bei Babies ist das ja eine wahnsinnig anstrengende Aufgabe – das Geräusch wird gerne begleitet von hochgezogenen Beinen und einem knallroten Kopf)

5.) aufstoßen müssen.

Wenn diese Geräusche bzw. das Bedürfnis, das sie ausdrücken, niemand wahrnimmt, steigert sich das Schreien und wird hysterisch. Auch wenn sich das erstmal etwas abenteuerlich anhört, ich war sofort offen für diesen Ansatz. Wie oft war ich schon durch einen Supermarkt gegangen oder durch die Fußgängerzone und hatte gedacht: Das Kind hat Hunger, warum gibt die Mutter ihm denn nichts? Die Kleine ist müde, leg sie doch einfach hin. Oder: Das Kind will doch nur auf den Arm – warum hört das denn keiner? Und wenn niemand auf die Bedürfnisse einging, steigerte sich das Schreien immer weiter.

Im Video unterscheidet Priscilla diese fünf spezifischen Geräusche ab Minute 3:54 – und zeigt durch Aufnahmen unterschiedlicher Babies, wie diese klingen können. Ab Minute 10:56 demonstriert sie dann (spannend!) in einem Raum mit einer Gruppe von Müttern und 8 Babies, was passiert, wenn man auf die geäußerten Bedürfnisse eingeht. Und ich sage euch: Das ist ziemlich unglaublich.

Alles Liebe

Eure Svenja

P.S.: Gerade von meinem Leser Uwe in den Kommentaren hinzugefügt. Hier geht es zur Website von Priscilla, die jetzt auch eine App zu dem Thema entwickelt hat. Danke Uwe!

P.P.S.: Noch eine Bitte: Wenn ihr eine Freundin mit einem Baby habt – schickt ihr einen Link zu diesem Post. Ich hätte mich jedenfalls wahnsinnig gefreut, dieses Video zu kennen, als ich noch kleine Babies hatte!