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ICH. FLIPPE. AUS. Wenn ihr die asiatische Küche liebt und nur ein einziges Rezept von meinem ganzen Blog ausprobieren wollt, dann bitte dieses hier. OH MEIN GOTT, sind diese Frühlingsrollen lecker. Schockierend. Und SOOOOO einfach. Ich weiß, es sieht nicht so aus, aber eigentlich ist es nicht mehr als

1. Gemüse kleinschneiden

2. Einen Dip zusammenrühren und

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3. Frühlingsrollen rollen.

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Los, das schafft ihr auch. Ihr müsst das einfach ausprobieren.

Bevor ich jetzt das etwas abgewandelte Rezept für die Frühlingsrollen poste, möchte ich euch noch kurz sagen, wo ich es gefunden habe. In dem Kochbuch des Privatkochs von Ellen Degeneres, der beliebten amerikanischen Talkshowmoderatorin. Sie musste 50 werden, bevor sie begann vegan zu leben. Das beruhigt mich insofern, als dass ich offensichtlich richtig früh dran bin. Naja, für meine Generation ;-)

Jedenfalls war ihr Koch gar kein Veganer, als er sich um die Stelle bei ihr beworben hat – und hat dann begonnen, seine besten Gerichte auf vegan umzuschreiben. So macht es nur Sinn, dass das Kochbuch dann auch „Vegan für Fleischfresser“ heißt – denn das sind wir ja eigentlich alle (gewesen). Und völlig egal, ob ihr vegan oder „normal“ esst: Ich SCHWÖRE euch, dass das hier eines eurer Lieblingsrezepte aller Zeiten wird.

Ich habe von meiner Freundin Julia gelernt, wie man Frühlingsrollen macht – es ist viel einfacher, als es aussieht. Jeder Asialaden (und gut sortierte Supermärkte) führen „Reispapier“. Es ist unglaublich billig und ich wusste nie, was man damit anfängt. So sieht es aus:

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Unspektakulär, oder? Aber das hier kann man damit machen:

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Wie das geht? Ganz einfach. Ihr braucht drei Sachen:

1. Das Reispapier

2. Eine ganz normale Pfanne (ihr braucht keinen Herd, die Pfanne einfach nur auf die Arbeitsfläche stellen!)

3. Einen Wasserkocher mit heißem Wasser.

Jetzt legt ihr ein Reispapier (das sind ganz dünne, harte Scheiben) in die kalte Pfanne. Dann schüttet ihr heißes Wasser drauf, so dass das Reispapier einweicht. Jetzt nehme ich immer einen Pfannenwender und ruckel das Reispapier so ein bisschen hin und her, damit überall Wasser drankommt. Und nach ca. 20-30 Sekunden merkt ihr: Das Reispapier wird weich. Dann einfach aus der Pfanne nehmen und auf einem großen Teller ausbreiten.

DAS WAR’S SCHON.

Jetzt legt ihr ein bisschen von dem kleingeschnittenen Gemüse auf das Papier (nicht ganz mittig, ein bisschen nach unten verrutscht) und einige Stücke Avocado obendrauf. Dann schlagt ihr das Reispapier erst von unten über das Gemüse, dann beide Seiten nach innen einschlagen und dann nach oben aufrollen. Fertig. Hättet ihr gedacht, dass das so einfach ist? Diese Art der Frühlingsrollen – man nennt sie auch Glücksrollen – wird nicht mehr gebraten. Wenn ihr sie nicht als Event am Tisch macht (ist nämlich auch lustig), sondern vorbereitet, achtet darauf, dass ihr Backpapier dazwischen legt, damit die Frühlingsrollen nicht aneinander haften. Ihr könnt sie auch bis zu 2 Stunden zuvor vorbereiten – dann am besten einzeln in Klarsichtfolle eingepackt im Kühlschrank lagern.

Auch der Dip für die Frühlingsrollen ist göttlich. Oder einfacher gesagt: Ich habe noch nie einen so guten Sojasaucen-Dip gegessen. In meinem ganzen Leben noch nicht. Und ich esse viel asiatisch. Und den kann ich mir jetzt jederzeit zuhause selbst machen. Merkt ihr, wie ich es noch gar nicht fassen kann, dass ich dieses Rezept entdeckt habe? Es macht mich wirklich glücklich. Jetzt aber los – ihr seid sicher schon neugierig. Natürlich habe ich es ein bisschen abgewandelt, auf 2 Personen und auf unser metrisches System umgeschrieben.

Frühlingsrollen mit Dip (für 10 Rollen/2 Personen)

Zutaten Dip

Saft 1/2 Zitrone, Saft 1/2 Limone, Saft 1/2 kleinen Orange, 1 TL kleingeschnittener frischer Ingwer, 1 kleine Knoblauchzehe, gehackt, 120 ml Bio-Sojasauce, 60 ml Wasser, einen Dreher frischgemahlenen Chili für den Kick (optional).

Zubereitung Dip

Wer einen Thermomix hat, packt ein walnussgroßes Stück Ingwer und die Knoblauchzehe in den Mixtopf, zerkleinert das Ganze und rührt die Flüssigkeiten dazu und würzt mit Chili. Alle anderen hacken den Ingwer und die Knoblauchzehe klein und vermischen das Ganze dann von Hand mit den Flüssigkeiten und dem Chili.

Zutaten Frühlingsrollen

1/4 (höchstens) von einem kleinen Kopf Weißkohl, in dünne Streifen geschnitten, 1/2 Bund Koriander (nur die Blätter), 2 Frühlingszwiebeln (nur der weiße Part und die hellgrünen Blätter), 15 frische Basilikumblätter, 20 frische Minzblätter, 1 dicke Karotte (geschält, gerieben und in einem Küchentuch ausgepresst, damit das Wasser verschwindet), 1/2 Salatgurke (geschält, entkernt und in Streifen geschnitten), 1/2 rote und 1/2 gelbe Paprika (entkernt, in Streifen geschnitten), 1 Avocado (geschält, entkernt, in Scheiben geschnitten), 10 Blätter Reispapier.

Zubereitung Frühlingsrollen

Alle Zutaten für die Frühlingsrollen bis auf die Avocado und das Reispapier vorbereiten und in einer Schüssel miteinander vermengen. Dann das erste Reispapier wie oben beschrieben einweichen und auf einen Teller legen. Eine Handvoll des vorbereiteten Gemüses drauf, 2-3 Avocadoscheiben drauf und – wie oben im Step-Tutorial zu sehen – einrollen. Zur Seite legen, next please.

Ich bin wirklich verrückt nach diesen Frühlingsrollen. Auch wenn das Kochbuch, aus dem das Rezept stammt, auf Englisch ist – es ist leicht verständlich und es sind viele Gerichte drin, die wir hier in Deutschland prima nachkochen können. Vor allem die Dressing- und Saucenabteilung hat es mir angetan – nachdem ich schon den ersten Dip so köstlich finde. Also: daraus werde ich noch mehr kochen und ihr werdet immer mal wieder davon hören, da bin ich ganz sicher.

Und jetzt viel Spaß beim Nachkochen – traut euch ran, es lohnt sich einfach zu sehr, um das zu verpassen.

Eure Svenja