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Köstlich: veganer Döner, selbstgemacht

Meine Lieben,

ihr wisst ja, dass mein Mann eine Menge Gewicht verlieren möchte. Aber: Es sind auch schon fast 10 Kilo, die er geschafft hat. Mehr als 8 davon, während der 30-tägigen Vegan for fit Challenge, die restlichen beim folgenden 3-wöchigen veganen Freestylen. Unter anderem mit köstlichem veganen Döner – das Rezept folgt bald.

Nun habe ich euch ja schon ein paar Mal davon erzählt, dass Vegan for fit eine Reise auslöst, die so viel mehr ist als eine „Diät“ oder eine „gesündere Ernährungsweise“. Vegan for fit macht Dir viele Dinge bewusst. Allem voran, dass es eine andere Art gibt, mit sich umzugehen, als sich permanent zu bestrafen. Ja, bestrafen. Denn ob ihr es glaubt oder nicht: so fühlt es sich jetzt an, wenn man „normal“ isst.

Gestern habe ich mit meiner Freundin Jessica gesprochen, die nach der Challenge in einem Restaurant eine Portion Käsespätzle gegessen hat. Geschmeckt hat es ihr gut – aber das Gefühl danach im Bauch, dieser Klumpen, der einem die Energie abzieht, das war mal gar nix. Und wenn ihr jetzt sagt: „Das ist doch ganz normal, wenn man zu viel gegessen hat“, dann kann ich nur antworten: „Nein, das ist ganz und gar nicht normal.“

In den 30 Tagen der Vegan for fit Challenge – genauso wie in der freestyle Zeit danach – habe ich mich nie so gefühlt. Ganz im Gegenteil: Essen hat mir Energie gegeben, anstatt genommen. Von dem Bedürfnis nach einem Mittagsschläfchen keine Spur. Stattdessen hätte ich nach jeder Mahlzeit direkt meine Joggingschuhe anziehen können, um eine Runde um den See zu laufen. Veganes Essen macht satt, aber es beschwert nicht. „Ich muss mal meine Hose aufmachen“, „Mein Gott bin ich voll“ oder „Ich brauche einen Schnaps“??? Fehlanzeige.

Aber: einen klaren Nachteil hat die Vegan for fit-Challenge – und das habe ich von vielen Challengern ähnlich gehört. Man startet meist mit ein paar Gerichten, die einem ähnlich zur gewohnten Ernährung vorkommen (z.B. die Zucchininudel-Bolognese), schießt sich relativ schnell auf diese Rezepte ein und probiert dann die anderen nicht mehr unbedingt aus. Warum? Weil vegan for fit zu kochen eben sehr aufwändig ist. Das führt zu einer Rezeptmüdigkeit.

Doch je nachdem, welche Gerichte man sich zu Beginn ausguckt, entwickelt man nach kürzester Zeit (vielleicht so 2 Wochen in die Challenge hinein) eine Tofu- oder Tomatenmark- oder Zucchiniaversion. So ging es zumindest mir und einigen meiner facebook-Freunde aus meiner veganen Gruppe.

Vegan for fit – Volume 2

Was tun, wo doch nur die Attila-Rezepte in seiner Zusammenstellung garantiert wirken? Neue entwickeln, die sich nach den Attilaregeln für Stufe 1 und Stufe 2 Gerichte richten. Und ganz klar: nochmal das ganze Vegan for Fit Buch durchblättern und die Rezepte neu auf sich wirken lassen. Ich werde euch dann berichten, wie es läuft – und vor allem endlich mal die super Salatkreationen ablichten, die ich mittags immer für meinen Mann zum Mitnehmen zubereitet habe.

Was wird beim 2. Vegan for fit Challengestart noch anders sein? Ich werde mehr ins Innen und weniger ins Außen gehen. OK, Esoterikalarm. Was ich damit meine? Ich möchte meine Zeit und Energie nicht mehr darauf verschwenden, allen, die nicht vegan leben, zu erklären, warum ich das gerade tue. Ich frage ja auch nicht jeden, der sagt „Ich bin so vollgefressen“, warum er sich das antut. Ernährung ist wie Sex: privat. Solltet ihr mir also erklären wollen, dass ich mich mangelhaft ernähre oder mir was antue: gerne wieder nach der Challenge. Währenddessen verbringe ich so viel Zeit in der Küche, dass ich dafür weder Zeit noch Nerven habe ;-)

Und: diesmal werde ich noch bewusster darauf hören, was mein Körper besonders gut annimmt. Nicht alles, was Challengetauglich ist, muss mir auch bekommen. Da gibt es kleine, aber feine Unterschiede – und darüber will ich diesmal einfach mehr wissen.

Zum Abschluss meines Neuauftaktsposts zu Vegan for fit noch eine Sache, die mir am Herzen liegt. Während der Challenge haben sich einige Leserinnen gemeldet, die sich angegriffen gefühlt haben, weil ich normales Essen als eklig bezeichnet habe. Bitte lest das hier noch einmal nach. Es ist nicht das normale Essen, das ich als eklig bezeichne, sondern ein aus Milch und Käfighaltungseiern zusammengepresstes Pseudoschnitzel, das mir bei einem Familienfest unter unglücklichen Umständen auf dem Teller und im Magen gelandet ist. Und ja, das fand ich eklig.

Bevor ich es vergesse: Ich habe auch nicht vor, die deutschen Bauern und Bäuerinnen zu beleidigen. Oder jenen zu Nahe zu treten, die aus dem Umfeld eines landwirtschaftlichen Betriebes kommen. Da haben sich Einige auf den Schlips getreten gefühlt, weil wir in den facebook Gruppen über Tierhaltung diskutiert haben. Ich kann mir schon vorstellen, wie sich das für jemanden anhört, der in einem Betrieb zuhause ist, der sich im Rahmen von massenhaften Auflagen und unzureichenden Vergütungsmodellen durchschlägt UND gut auf die Tiere achtet. Aber auch hier muss klar sein: es gibt überall weiße und schwarze Schafe.

Nachdem ich euch nun gesagt habe, was ich nicht möchte, möchte ich auch einmal klipp und klar sagen, was ich weiterhin tun werde:

Mich vegan for fit ernähren und leckere Rezepte posten – vegan und nicht vegan.

Eure Svenja, die gespannt ist, wie diese Reise weiter verläuft und so stolz auf ihren Mann, dass sie platzen könnte.