Meine Lieben,

ihr habt ja gelesen, dass jemand, den ich gern hatte, gestorben ist.

Deshalb war ich diese Woche oft traurig und auch ganz still. Ich habe viel nachgedacht – über das, was im Leben wirklich wichtig ist. Über das, was ich bis jetzt gemacht habe. Und das, was ich noch tun möchte. Vor allem aber habe ich die Woche genossen und Dinge gemacht, die ich noch nie gemacht habe oder für die ich mir sonst keine Zeit nehme.

Mit meinen Kindern spontan mittags im Biergarten abhängen.

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Mitten am Tag ohne Anlass eine Radlermass trinken.

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Zwei Bücher an einem Tag lesen – Skinny Bitch und Crazy Sexy Diet.

Mit der neuen Flow auf dem Sofa abhängen.

Yoga-DVDs bestellen.

Einen Umschlag mit Konzertkarten öffnen.

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Am Valentinstag auf itunes ein Date mit einem fremden Mann haben (meiner war ja nicht da).

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Beobachten, wie die Bienen die Krokusse in meinem Garten anfliegen.

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Und nun ist also Sonntag und ich denke mir: ich will gar nicht damit aufhören, so schöne Dinge zu tun.

Oder anders gesagt: Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt dran bin. Mit allem, was ich will. Und zwar genau dann, wann ich es will.

Vielleicht eine ganz logische Schlussfolgerung, die Menschen nun mal haben, wenn sie einmal mehr mit der Nase auf die Endlichkeit des Lebens gestoßen werden. Aber manchmal denke ich auch: dieser Weg hat vor langer Zeit angefangen. Und ich kann jetzt nicht mehr umdrehen.

Ich werde mir immer bewusster. Über das, was ich will. Über alte Muster, die ich nicht mehr will. Darüber, dass es im Supermarkt fast nur Scheiße zu kaufen gibt und darüber, dass ich mein Leben nicht verpassen will. Und dass ihr das auch nicht wollt. Aber dass es manchmal superschwer ist, sich zu fokussieren. Zu konzentrieren. Die Dinge in Angriff zu nehmen und einfach zu machen.

Also setze ich mich hin und atme ganz tief durch. Und dann noch einmal. Und erst dann sage ich es laut:

„Ich brauche eine Pause.“

Hach, ist das schön.

Ich drück euch und wir lesen uns.

Eure Svenja