Chili_sin_carne

Ihr Lieben,

wenn ich mal wieder gar nicht weiß, was ich Veganes kochen soll, dann koche ich Chili sin carne. Das ist schnell gemacht, schmeckt immer und anstatt Fleisch nimmt man einfach Räuchertofu. Wer also ein tolles Chilirezept zuhause hat, ersetzt nur das Hackfleisch mit dem Räuchertofu – so einfach ist das nämlich. Keine Hexerei.

Wer lieber Chili sin carne nach Anleitung kocht, der mag vielleicht mein Haus-und-Hof-Rezept nachkochen. Es ist (etwas abgewandelt und ohne Mengenangaben) in ungefähr das Chilirezept aus dem gelben Kochbuch von GU. Der Untertitel heißt: 1295 Rezepte, die man wirklich braucht – und ich kann da nur zustimmen. Obwohl das Buch überhaupt nicht vegan ist und kein einziges Bild enthält, ist es das Buch aus dem ich die meisten Rezepte vegan abwandele. Denn da stehen so viele Grundrezepte drin die man mit ein bisschen Erfahrung so leicht veganisieren kann, dass es eine echte Freude ist.

Jetzt aber zum Rezept – ich koche immer eine große Menge Chili sin carne, die locker für 2 Tage reicht (wenn man zu zweit davon isst). Für 4 gute Esser ist es wahrscheinlich ein ganz normales Mittagessen.

Chili sin carne – Die Zutaten

400 g Räuchertofu, 1 Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 1 rote Paprika, 2 Dosen Kidneybohnen (Abtropfgewicht 230 g ), 1 Dose Mais ( Abtropfgewicht 230 g), 3 Dosen Tomaten (Abtropfgewicht 240 g), Wasser, Tomatenmark. Zum Würzen: Salz, Chili, Kreuzkümmel, getrockneter Oregano, Gemüsebrühe, Koriandergrün.

Chili sin Carne – die Zubereitung

1. 400 g Räuchertofu zerkleinern – entweder im Thermomix 3 Sek./Stufe 5 oder mit der Hand zerbröseln.

2.  1 Zwiebel und 1 Knoblauchzehe – schälen und entweder im Thermomix 3 Sek./Stufe 5 oder mit einem Messer kleinschneiden.

3. Den Räuchertofu und die Zwiebel-Knoblauchmischung in einer beschichteten Pfanne anbraten.

4. 1 rote Paprika kleinschneiden, dazugeben und mitbraten und dann die Pfanne von der Platte nehmen.

5. 2 Dosen Kidneybohnen, 1 Dose Mais, 2 Dosen Tomaten, Tomatenmark und Wasser in einen Topf geben und miteinandenr verrühren, so dass ein nicht zu dickflüssiges Chili entsteht. Dann die Räuchertofumischung dazugeben und verrühren.

6. Mit etwas Salz und Chili, 1 1/2 TL Kreuzkümmel, 1 1/2 TL  getrocknetem Oregano, 1 1/2 Würfeln Gemüsebrühe abschmecken. Auf niedriger Stufe köcheln lassen und mit frischem Koriander servieren.

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Falls ihr euch fragt, warum ich das Chili sin carne nicht komplett im Thermomix mache: Es gibt keinen wirklichen Grund, außer, dass ich auch denen die keinen Thermomix haben die Gelegenheit geben möchte, das Rezept auszuprobieren. Natürlich könnt ihr auch den Tofu schon im Topf und nicht in der Pfanne anbraten – aber das ist mir ein bisschen am Boden angepappt. Und da Chili ja immer dann besonders gut schmeckt, wenn es lange köchelt, war mir das zu riskant. Also brate ich jetzt erst in der Pfanne an und fülle dann in den Topf um.

Am besten schmeckt das Chili übrigens immer einen Tag später, wenn es richtig schön durchgezogen ist. Wenn ihr Knoblauchfans seid, spricht natürlich auch nichts dagegen, mehr als eine Zehe an das Gericht zu geben. Und an kalten Tagen gibt ein Schuss Sojasahne nochmal den cremigen Pfiff.

Eins noch: wen es stört, dass der Räuchertofu so hell ist und damit das Chili sin carne gar nicht genau so aussieht wie ein Chili con carne, der kann ja einfach beim Tofu anbraten ein bisschen Tomatenmark mit in die Pfanne geben – dann wird das Tofu sicher etwas dunkler und sticht optisch nicht mehr so raus. Das Auge isst ja schlielßlich mit ;-)

Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren.

Eure Svenja

P.S.: Wer auf solche veganen Tellergerichte steht sollte unbedingt auch mal Volker Mehls spitzenmäßige Buchweizen-Gemüsepfanne ausprobieren. Ich weiß, der Titel hört sich ein bisschen an wie eingeschlafene Füße, aber glaubt mir, das Essen ist sexy.

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