Ein „first timer“ ist jemand, der etwas zum ersten Mal macht. Manchmal würde ich mir wünschen, das würde mir nicht ganz so häufig passieren. An schlechten Tagen (heute) habe ich das Gefühl, dass ich permanent neue Dinge ausprobiere und deshalb nie wirklich gut in etwas werde. Kaum kann ich etwas, geht es auf zu neuen Ufern. Und schon muss ich alles von vorne lernen.

Was von außen aufregend wirkt, ist von innen manchmal ganz schön frustrierend. Vor allem für eine Perfektionistin wie mich. Doch als meine liebe Leserin Sonja mich heute auf dieses Video aufmerksam machte, habe ich kurz inne gehalten. Und nachgedacht. Das Video zeigt zwei 70-jährige Damen, die das erste Mal fliegen. Man mag das kaum glauben, aber das gibt es. Menschen, die mit 70 ganz neue Sachen machen. Und ich beschwere mich schon mit 43.

Nun – das Leben ist eine Herausforderung. Auch meins. Vor allem, weil ich es immer wieder mit vielen Menschen teile. Dabei bin ich am allerliebsten ganz allein mit mir und meinen Gedanken. Aber dieses erste Mal, dieses was Neues erleben, dieses Ausprobieren und hungrig sein, dieses „Dasmussichjetztwissen“ und dieses „Dasmussichjetztmachen“ – das ist genetisch. Das kann ich nicht abstellen und das geht auch nicht weg. Und irgendwie bin ich verdammt froh, dass mein Blog genau der Ort ist, wo ich das ohne Zensur und ohne Angst immer wieder mit euch teilen darf.

Und bevor ich jetzt ganz sentimental werde, dürft ihr das werden. Mit diesen beiden wunderbaren holländischen Damen und ihrem allerersten Mal.

Alles Liebe

Eure Svenja