Ihr Lieben,

manchmal fühle ich mich, als hätte ich parallele Leben. In letzter Zeit merke ich, dass sich das immer weniger vereinbaren lässt. Auf jeden Fall nicht in einer Art und Weise, die mich zufrieden macht. Ich war ja gerade wieder für 2 Tage mit meinem Mann bei der Storytelling Masterclass – mit wunderbaren fröhlichen Menschen. Hellen Köpfen aus den Medien und aus Unternehmen. Da wurde heiß diskutiert über Online, Print und TV. Über Social Media, über Geschichten und über Dramaturgie.

Ein paar von euch haben sicher das Bild gesehen, das ich gestern bei facebook gepostet habe. Es ist in einer Seminarpause entstanden, als ich mit den Damen der RTL Journalistenschule (ja, der Hund ist auch weiblich) über die Termine für nächstes Jahr und neue Seminare geredet habe.

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Jedesmal, wenn ich bei der Masterclass bin, denke ich: Seltsam. Ich habe so viele andere Interessen als die, über die ich auf meinem Blog schreibe. Als wäre durch die Menüpunkte in Stein gemeißelt, was mich interessiert. Aber das ist ja viel mehr als Kochen und Basteln.

Als Bloggerin kenne ich mich ziemlich gut aus mit Pinterest und facebook. Nutze verschiedenste Tools zur Bildbearbeitung und zur SEO Optimierung. Als ehemalige Werbetexterin interessiere ich mich für Kampagnen und Marketing. Für alles, was online so geht. Und für die Chancen, die das für meine und die folgenden Generationen beinhaltet.

Ich liebe Businessvorträge und -bücher. Eine gute Corporate Language und überhaupt: gute Texte aller Art. Wenn ich ein cooles Visual mit einem guten Text auf facebook entdecke, entlockt mir das manchmal ein freudiges Quietschen. Und meine Kollegen von den Ironbloggern wissen, dass ich im Grunde meines Herzens ein als Mutterblogger getarnter Nerd bin.

Komischerweise habe ich die eine Welt (Mamabloggerin/Mutter/Hausfrau/Autorin) und die andere Welt (Werbetexterin, Social Media Lover, Marketingaddict) immer komplett getrennt gehalten. Bis auf das eine Mal, als ich gedacht habe: ich kann nie wieder übers Basteln schreiben und muss jetzt SOFORT damit aufhören und nur noch über Storytelling schreiben. Aber ohne meinesvenja und ohne euch ging es einfach nicht. Musste ich halt mal ausprobieren, damit das klar war.

Und dann hatte ich gestern einen lustigen Aha- Moment. Ich bekam während des Seminars einen Anruf vom hr Radio. Für die habe ich letztes Jahr bereits im Radio gebastelt (ja, das geht) und dieses Jahr machen wir das wieder und ich freu mich tierisch drauf. Mit der entzückenden Jasmin Pour ist Radio nämlich ein piece of cake und deshalb fahre ich am Montag wieder ins BR Funkhaus und setze mich ins Studio und rede mit Jasmin über eines meiner Lieblingsthemen. Und genau da hat es BING gemacht. Denn wenn plötzlich das eine Thema (schließlich saß ich im Seminar) und das andere Thema (schlißlich telefonierte ich über eine Bastel-Schalte) so nah zusammenkommen, dann denkt man sich:

Ist doch irgendwie alles dasselbe.

Denn es geht ja immer darum, dass ich mit Menschen über Dinge spreche, die mich berühren und begeistern. Und dass ich über Dinge schreibe, die mich berühren und begeistern. Immer in der Hoffnung, dass euch davon vielleicht auch irgendwas begeistert, berührt, interessiert, mitreißt und anspricht.

Ich weiß gar nicht, wie ich das erklären soll. In meinem Kopf war das einfach immer getrennt. Dabei weiß ich ja, dass ihr auch vielfältig interessiert seit. Arbeitet. Mitten im Leben steht. Dass ihr genauso jeden Tag im Internet unterwegs seid. Dass viele von euch Texte schreiben – und wenn es „nur“ Mails sind (die kann man nämlich auch besser schreiben – und ich weiß wie!). Dass ihr Dinge erreichen und verkaufen wollt und müsst. Und dass ihr bei all dem die Dinge, die ich täglich mache, manchmal ganz schön gut gebrauchen könntet. Und andersherum ICH die Dinge die IHR kennt sicher auch ganz schön gut gebrauchen könnte.

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Zu dieser komischen eigentlich schon vorhandenen aber für mich oft nicht greifbaren Verknüpfung habe ich dann auch direkt das passende Bild geschossen. Auf meinesvenja habe ich mit meinen Bloggerfreundinnen und euch neulich die #100days Challenge gemacht und dabei haben wir uns permanent über youtube-Sportvideos ausgetauscht. Und in der Anmoderation eines Punkt 12 Beitrags, den wir bei der Masterclass analysieren, kommt ein Happyundfit Video vor. HAHAHA. JETZT versteht ihr meine Verwirrung, oder? Alles ist schon lange verbunden und trotzdem hatte es in meinem Kopf getrennte Gehirnhälften besetzt.

Das Tolle am Bloggen ist: einmal entschieden, schon umgesetzt. Ich werde sowohl hier, als auch auf dem Blog unserer Firma ab jetzt immer mal wieder andere Themen anschneiden. Keine Angst, deshalb verlose ich diese Woche trotzdem noch ein ziemlich cooles Kochbuch und auch sonst bleib ich euch meinesvenja-like erhalten. Aber ab jetzt zeig ich euch eben nicht mehr nur einen Teil meines Lebens, sondern noch mehr davon. Und schon jetzt fühle ich mich mit diesem Gedanken richtig wohl.

Eure Svenja

P.S.: Wer nichts verpassen will liket bitte schon Mal meine zweite facebook Seite – denn da gibt es dann ab nächste Woche auch regelmäßig Neues von mir.