Ich weiß nicht wie oft ich es schon gesagt habe. Frauen können alles, aber nicht alles gleichzeitig.

Diese Woche hatte ich drei Nächte lang Übernachtungsgäste. Einen unglaublich amüsanten Powerlunch mit zwei wunderbaren Frauen (und viel zu lachen).

Nimm es Dir

Sechs unerwartete (und deshalb zeitlich aber auch so gar nicht eingeplante) Stunden beim Arzt und in der radiologischen Praxis. Lissy, Danke für Deine tapfere Geduld.

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Ein Grillfest mit drei Familien. Und fünf Kindern. Das wie immer auf der Veranda anfing und in der Bibliothek vor dem Kamin endete.

Einen Leseflash von drei Stunden am Stück, weil das Buch so gut war.

Ich war auf zwei Flohmärkten und habe alle Mahlzeiten für die Familie zubereitet. Weil mein Mann nicht da war, habe ich auch sonst alles alleine gemacht. Und mich immerhin zweimal zum Sport aufgerafft.

Mehr ging nicht.

Während also dieses ganz normale Chaos durch mein Leben wirbelt, ist es in meinem Kopf nochmal ungleich aufregender. Ich sehe: Da fängt eine neue Phase in meinem Leben an. Plötzlich tun sich Chancen auf. Sachen, die ich lange nicht auf dem Schirm hatte, sind wieder ganz selbstverständlich.

Es ist ein bisschen als würde mir jemand zurufen:

Nimm es Dir. Es ist alles da.

Ich liebe sie, diese „Phasenwechsel“. Von der einen Ära in die nächste zu wechseln.

So lange habe ich mich hauptsächlich als Mutter definiert. Dazu war ich auch noch Mütterbloggerin. Und na klar, ich liebe alle meine Themen – bis zum heutigen Tag. Aber die Dinge sind trotzdem anders.

Ich bastel nicht mehr ständig was mit meinen Kindern. Immerhin sind sie neun und elf.

Ich probiere nicht dauernd neue Rezepte aus. Denn beruflich tut sich so viel, dass einfach die Zeit dazu fehlt.

Ich gebe nicht mehr jeden Tag eine Party, denn wir wohnen nicht mehr in der besten Reihenaussiedlung der Welt. In der man nur die Tür aufmachen musste, um ein Plattenwegfest mit Waffeln und Apfelschorle für zehn Kinder und fünf Mütter zu geben.

Dafür ist so viel Neues und Schönes in meinem Leben.

Und weil das so ist, wollte ich euch heute einfach mal zurufen: Danke für eure Treue und für eure Geduld mit mir. Dass ihr immer noch da seid.

Und wollte euch ermutigen, genau hinzuschauen, was in eurem eigenen Leben gerade passiert. Was sind eure Themen? Was macht euch gerade glücklich? Und aus welchen Schuhen wachst ihr gerade raus?

Das Faszinierende bei uns Frauen ist ja, dass wir nicht nur viel mehr unterschiedliche Phasen als Männer durchlaufen, sondern dass wir auch immer wieder eine Verbindung zu diesen Phasen herstellen können. Zu der Herzlichkeit, die wir erfahren haben. Zu kleinen oder großen Erfolgen, die uns gut getan haben. Genauso wie zu Momenten, in denen wir dachten: Ich seh den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Und gerade weil heute Muttertag ist – und das gilt genau so für alle Nichtmütter – möchte ich euch mit einer Frage in den Sonntag schicken.

Was ist für euch alles da? Und was davon nehmt ihr euch?

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In diesem Sinne – habt es schön.

Eure Svenja