Heidesand

Ein paar Familienschätze (z.B. Oma Hildes Apfelkuchen) und super Rezepte aus dem Freundeskreis (z.B. Almuts Hefezopf) habe ich euch ja bereits verraten.

Heute schenke ich euch das Plätzchenrezept, das für mich Kindheit bedeutet. Es sind die Heidesand Plätzchen meiner Mutter, die wie Shortbread auf der Zunge zergehen. Sie sind so weich, dass sie im Mund schmelzen. Und während ich das schreibe, überlege ich schon wieder, wann ich die nächste Lage backe.

Auch wenn ich eigentlich nichts von Rezepten halte, die sich über mehrere Stunden oder über zwei Tage erstrecken: Dieses hier ist das einzige in der Art, das ich regelmäßig mache. Genauer gesagt von Anfang Herbst bis weit nach der Weihnachtszeit PERMANENT.

Heidesand(2)

Sobald die Keksdose leer ist, muss eine neue Fuhre her. Wenn ihr es einmal gemacht habt, werdet ihr merken, dass es ganz leicht geht.

Unser Familienrezept für Heidesand Plätzchen schmeckte bis jetzt allen kleinen Kindern, die die Kekse probiert haben. Meine Freundinnen lieben es, sie in ihren Tee zu tunken. Und wenn der Teig zu Rollen geformt im Kühlschrank aushärtet, schneiden wir immer mal „kurz“ dran lang.

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Was oft genug dazu führt, dass von vier Rollen nur noch drei da sind, wenn es ans Backen geht. Egal – das ist die Hälfte vom Spaß.

Wichtig ist, dass ihr die Plätzchen nicht zu lange im Ofen lasst. Ich denke beim ersten Blech immer: „Die sind ja im LEBEN noch nicht fertig“ weil sie noch so hell und weich sind. Dann lasse ich sie länger drin. Was immer dazu führt, dass die erste Fuhre zu dunkel wird. Also: Macht diesen Fehler nicht. Nehmt sie einfach aus dem Ofen, wenn die Backzeit um ist und vertraut dem Rezept.

Ich freue mich wirklich, das Rezept heute mit euch zu teilen und bin mir ziemlich sicher, dass es für viele von euch ab jetzt zur herbstlichen Teezeit gehört.

Heidesand Plätzchen Rezept

Zutaten

– 250 g Butter

– 250 g Zucker

– 1 Pck Vanillezucker

– 1 Prise Salz

– 2 EL Milch

– 350 g Weizenmehl

– 1 Msp Backpulver

Zubereitung

1. Die Butter bei niedriger Temperatur in einem Topf zerlassen. Danach im Topf kalt stellen (ruhig über Nacht).

2. Die wieder fest gewordene Butter mit einem Mixer (Rührstäbe) auf Stufe 4 geschmeidig rühren – geht natürlich auch im Thermomix. Zucker, Vanillin-Zucker, Salz und Milch unterrühren.

3. Alles so lange auf Stufe 3 miteinander verrühren, bis eine cremige Masse entsteht.

4. Das Mehl mit Backin mischen und 2/3 davon löffelweise durch den Deckel auf Stufe 3 unterrühren (wenn ihr es im Thermomix macht).

5. Dann den Teig mit dem Rest des Mehls mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Wenn der Teig zu bröselig ist, einfach noch einen Löffel Milch dazugeben.

6. Wenn der Teig glatt geknetet ist, formt ihr Rollen von etwa 3 cm Durchmesser daraus. Danach die Rollen in Frischhaltefolie gewickelt mind. 1 Std. in den Kühlschrank legen, bis sie hart geworden sind. In der Zwischenzeit das Backblech mit Backpapier belegen und den Backofen vorheizen. Ober-/Unterhitze: etwa 180°C Heißluft: etwa 160°C

7. Die ausgehärteten Rollen in etwa 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und mit ausreichend Zwischenraum auf das Backblech legen und backen. Einschub: Mitte. Backzeit: etwa 15 Min. Nach dem Rausnehmen die Plätzchen mit dem Backpapier auf einen Kuchenrost ziehen und auskühlen lassen.

Happy baking

Eure Svenja

P.S.: Das Rezept PDF zum Ausdrucken könnt ihr hier runterladen.