Ihr Lieben,

wenn mich jemand nach meiner Leserzahl fragt und ich sage: „Mehr als 150.000“ schaue ich oft in erstaunte Gesichter. Ja, auch für mich klingt das immer noch unglaublich viel. Und wäre ich nicht dabei gewesen, als ich diese Reichweitensteigerung Schritt für Schritt, Post für Post aufgebaut habe – ich wäre wahrscheinlich fassungslos.

Dass ich heute so viel gelesen werde, verdanke ich (neben meiner Disziplin, meinem Fleiß und meiner Schreibe) vor allem einem Mann. Ich habe 2013 schon Mal über Thorsten Ising geschrieben. Dass ich das jetzt nochmal mache, hat drei gute Gründe.

Ich weiß aus Erfahrung, dass Thorstens Rat Bestand hat. Dass ich sehr gut damit fahre, seinen strategischen Empfehlungen zu folgen. Und dass ich mit ihm eine solide und langfristige Reichweitensteigerung hinbekomme.

Wenn ich also sage, dass Thorsten mein Social Media Mentor mit Rockstar Qualitäten ist, dann hat das nicht nur was mit seinem ACDC T-Shirt zu tun.

Reichweitensteigerung-Thorsten_Ising

Thorsten Ising

Reichweitensteigerung und Social Media – das Interview

meinesvenja: Ich liebe das Internet, weil es mir die absolute Unabhängigkeit beschert hat. Ich arbeite von zuhause, mache jeden Tag, was ich will und bin völlig frei in meiner Themenwahl. Nur: Hätte ich Dich nicht getroffen, wäre ich heute nicht so erfolgreich und hätte nicht so eine Reichweite aufgebaut. Woher weißt Du eigentlich genau, wie das funktioniert mit dem Internet und Social Media?

TI: Danke für die Blumen :) In der Tat ist das – auch wenn es für andere oft leicht ausschaut – echte Arbeit. Ich lese unheimlich viel (national und international), beobachte Trends, teste Mechanismen und Möglichkeiten, analysiere Statistiken, lausche Vorträgen und lerne jeden Tag sehr viel Neues dazu. Genaues Hinsehen und realistische Einschätzungen treffen gehört für mich dabei ebenso dazu, wie hier und da einfach mal die harte Entscheidung einzugehen, etwas nicht zu machen obwohl viele andere es machen würden. Hypes gehören z.B. dazu. Aus diesem Mix ziehe ich meine Schlüsse und treffe damit oft in Schwarze.

meinesvenja: Die eine Sache ist ja, die Tools und Mechanismen zu kennen. Was Dich für mich aber so besonders macht, ist dass Du Dich komplett in meinen Bereich eingedacht hast. Du wusstest, wo die Zielgruppen für meine Themen sitzen und wie ich das strategisch angehen muss. Kannst Du das für jedes Thema, für jeden Content – oder hast Du Dich auf bestimmte Branchen und Bereiche spezialisiert?

TI: Nein, ich habe mich nicht auf eine Branche spezialisiert. Aus meiner Erfahrung heraus ist quasi alles im Internet in seinem Rahmen mehr oder minder erfolgreich vermarktbar. Natürlich gibt es Themen in denen deutlich größere Reichweiten und Erfolge produziert werden können – aber in realistischen Zielen gedacht, ist das bei nahezu allem möglich.

meinesvenja: Was ich so an Dir schätzen ist, dass Du immer neue Tools für mich aus dem Ärmel zauberst, mit denen ich dann noch mehr Leser erreichen kann. Klar, die Tools anwenden, fleißig schreiben und meine Zielgruppe kennen muss ich selbst. Aber schon das Wissen, jemanden zu haben, der mir Bescheid sagt, wenn eine wichtige Neuerung auf den Plan tritt, ist eine Riesenerleichterung. So kann ich mich ganz auf das konzentrieren, was ich am liebsten mache. Wie findest Du diese Tools und wie bleibst Du beim permanenten technischen Fortschritt und bei der ständigen Weiterentwicklung des Internets up to date?

TI: Lesen, beobachten, testen, analysieren, abwägen, sprechen und vieles mehr. Natürlich beobachte ich selbst viele Seiten die sich mit Tools und Analyse etc. beschäftigen, folge entsprechenden Bloggern und beobachte die Szene um an den „heißen Scheiss“ zu kommen. Die schnellen Einladungen zu Beta-Tests passen da manchmal genau so, wie in Konferenzen aufmerksam zuzuhören und einfach auch Fragen zu stellen. Ich tausche mich viel mit Kollegen aus, lese Fachmagazine, Bücher und traue mich auch die richtigen Fragen den richtigen Menschen zu stellen :) Wenn man es in Zahlen ausdrücken würde, widme ich mich im Schnitt locker 2-3 Stunden pro Tag der Weiterbildung und des Lesens in dieser Richtung – da kommt ein bisschen was zusammen.

meinesvenja: Wir arbeiten schon seit vier Jahren zusammen. Der Satz, den ich am häufigsten zu Dir gesagt habe ist: „Ich hasse Dich“. Weil Du so gut bist in dem was Du tust, dass ich genau weiß – wenn Du mir was empfiehlst, muss ich es eigentlich sofort umsetzen. Klar, ich kann das auch später machen, aber dann dauert es halt länger, bis ich meine Ziele und die damit verbundene Reichweitensteigerung erreicht habe. Wie kannst Du so genau vorhersagen, mit welchen Mitteln ich erfolgreich bin und noch erfolgreicher werde?

TI: Erst vier Jahre? Ja, in der Tat – den Satz hab ich oft gehört :) Es gibt so viele Möglichkeiten an einem Projekt zu arbeiten, aber eigentlich nur wenige um es mit den richtigen Parametern und den passenden Ressourcen erfolgreich zu machen. Natürlich gibt es zuerst viele Empfehlungen die für Internetseiten und Blogs generell gelten. Die weitere Sache ist, dass ich mich natürlich mit Dir, Deinen Zielgruppen, Deinem Blog, der Ausrichtung und vielen weiteren Dingen intensiv beschäftige und schaue, was bei Dir möglich ist und wie man es erreichen kann. Daraus leite ich dann die Maßnahmen ab, bewerte sie und empfehle das weitere Vorgehen. Wir beschäftigen uns also sehr strategisch mit der Arbeit an Deinem Blog. Da wir das tun, sind viele Dinge planbar und Überraschungen eher selten :) Wichtig ist dabei aber, dass die Sachen auch umsetzbar bleiben, zeitlich machbar sind und nicht Ressourcen auffressen, die nicht vorhanden oder einzubinden sind. Es reduziert sich auf das Zauberwort: Strategie.

meinesvenja: Als ich vor drei Jahren über Dich geschrieben habe, habe ich Dir die Frage „Wo siehst Du Blogger in fünf Jahren?“ gestellt. Deine damalige Antwort mag ich hier noch einmal zitieren, denn sie ist eingetreten:

Blogger werden ein bedeutsamerer Teil der allgemeinen Medienlandschaft sein und einen Teil der derzeitigen Leitmedien im Web in ihren Zielgruppen ablösen. Die Bloglandschaft wird noch vielschichtiger sein als heute und der Blogger an sich – neben der Tatsache der ständigen Ausarbeitung seines Spezialthemas/Spezialwissens – ein Multi-Talent zwischen Lesen, Recherchieren, Schreiben, Reden, Fotografieren, Filmen, Moderieren und vielem mehr. Die technischen Veränderungen der nächsten Jahre (Google Glass etc.) werden zudem eine hohe Aufmerksamkeit über einen sehr langen Tag erfordern. Es wird stressig – aber die Leute werden ihren Spaß haben und die richtig guten Blogger werden einen tollen Ruf haben und eine hohe Popularität erfahren.

Deshalb heute nochmal: Wo siehst Du Blogger in fünf Jahren?

TI: Noch selbstständiger und noch beachteter. Schon heute sind Blogs längst nicht mehr so, wie vor weniger Jahren und während klassische Medien nach Möglichkeiten suchen, das Internet und seine Nutzer zu erreichen, schaffen viele Blogger das längst. Einige sind bereits sowas wie Rockstars ihrer Leser, andere erfolgreiche Unternehmer mit mehreren Angestellten. Blogger vernetzen sich schnell, arbeiten unabhängig von Zeit und Ort und schöpfen so sehr viel von einem freien Potential ab. Das wiederum fördert Motivation und Kreativität. Blogs werden in fünf Jahren noch mehr in den Köpfen und auf den Startseiten der Menschen sein, die sich im Internet bewegen. Durch die zum Teil hohe Spezialisierung auf ein Thema/ein Themebereich oder sogar auf ein Medium werden noch mehr Einzelpersonen zu Stars in ihrer Zielgruppe (so wie es heute ja schon Videoblogger und Co. zum Teil sind). Kurz gesagt: Blogs und Blogger sind in fünf Jahren fester und integrierter Bestandteil der Medienlandschaft und auch in der breiten Gesellschaft als solche geschätzt.

meinesvenja: Last but not least: Ich höre immer wieder von Leserinnen (und übrigens auch von Unternehmen), dass sie gerne mit Dir zusammen arbeiten würden (O-Ton „Ich hätte auch gerne einen Thorsten“), aber Hemmungen haben, Dich anzusprechen. Vor allem, weil sie glauben, sie können sich Dich nicht leisten. Ich sehe das so: Wenn man als Blogger oder generell im Internet erfolgreich werden möchte und seinen Lebensunterhalt mit Bloggen verdienen will, kann man es sich nicht leisten, Dich NICHT zu buchen. Was kannst Du diesen Menschen anbieten, was ihnen den Schritt, sich bei Dir zu melden, leichter macht?

TI: Also: Der einfachste und schnellste Weg ist: Schreib mir eine E-Mail oder ruf mich an und wir sprechen erst Mal. Das kostet nichts, tut nicht weh und wir sehen/erkennen fix ob wir zusammen arbeiten können und wollen. Viel einfacher und billiger geht es am Anfang nicht.

Danke Thorsten – nicht nur für das Interview. Sondern vor allem für alles, was Du immer wieder für mich und meinesvenja tust.