HWE PostBild der Woche: Ich habe mich die ganze Woche belesen und geforscht.

Ihr Lieben,

diese Woche habe ich relativ wenig gebloggt und mich viel fortgebildet – und war dafür oft auf youtube unterwegs. Habe recherchiert, warum Menschen gut werden, in dem was sie tun. Was genau dazu beiträgt, dass Menschen ihre Talente umsetzen. Und musste feststellen: Es geht hauptsächlich darum, wie LANGE man Dinge macht. Spätestens seit Malcom Gladwells Outliers (Deutsch: Überflieger) wissen wir das ja eigentlich.

1.) Mein Mann postete gestern ein Video von unserem Freund und dem wohl besten Schreiblehrer der Welt: James N. Frey. Er sagt: „The people that write a lot, are the most successful. The more you write, the better you get.“

2. Eine Aussage die mich diese Woche regelrecht verfolgt hat. Denn dann kam Gary Vaynerchuck mit seinem Dailyvee 20 und der Aussage: „Nothing valuable comes fast.“

Um eine Linie im Leben zu haben, folgt er der Wahrheit. Genau das mache ich auch. Denn damit kann ich einfach nicht falsch liegen. Wahr ist auch, dass ich für alles, was mich heute glücklich macht, viel Zeit und Energie aufgewendet habe. Für meine Gesundheit, meine Familie und meinen Beruf.

3. Überhaupt finde ich es sinnvoll, in langen Zeiträumen zu denken. Denn erst in dieser Perspektive entwickeln wir unser volles Potenzial. Ich frage mich nicht: „Was kann ich in zwei Jahren erreichen?“, sondern „Was kann ich in 20 Jahren erreichen?“ Ähnliche Frage – völlig andere Antwort.

Niemand muss im Lauf von zwei kurzen Jahren alles schaffen. Aber in zwanzig Jahren kann man viel erreichen. Vor allem, wenn man kontinuierlich an denselben Themen dran bleibt. Ich sehe das an meinem Mann genauso wie bei mir.

4. Schön fand ich deshalb auch den Ansatz von Seth Godin im Gespräch mit Gary Vaynerchuck. Er sagt, dass Social Media dazu designt ist, uns das Gefühl von Produktivität zu verschaffen. Wir klicken und liken und antworten und haben das Gefühl: „Super, was geschafft.“ Bis der Feed sich wieder mit Sachen füllt und wir das Ganze wieder „abarbeiten“ müssen.

Weiter sagt Seth: „Wir nehmen uns nicht mehr die Zeit, uns hinzusetzen und über Dinge – ohne Ablenkung – in der Tiefe nachzudenken und darüber zu schreiben.“

I agree. Those two always get me thinking.

5. Zum Schluss möchte ich euch den Beweis zeigen. Dafür, dass dieses „lange Zeit mit etwas verbringen“ andere Menschen und andere Künstler aus uns machen kann. Und uns empfänglicher dafür macht, die Talente und Emotionen anderer zu sehen und ungefiltert anzunehmen.

Nachdem Adele das Video zweier irischer Männer gesehen hatte, die ein Medley ihrer Songs auf youtube vortrugen (erstes Video), hat sie diese spontan bei einem ihrer Konzerte auf die Bühne gebeten (zweites Video). Schaut euch einmal an, wie sie dort steht und plötzlich all ihre Stunden im Studio, alle Versuche, alle Misserfolge und alle Sternstunden noch einmal durchleben kann. Genauso wie all die Momente, die dazu geführt haben, dass ihre Lieder entstanden sind.

Nur wenn wir unsere Herzen öffnen für das, was in unserer Zukunft möglich ist, stehen wir irgendwann neben jemandem und können sehen, dass seine Zukunft in diesem Moment beginnt. Und verstehen, warum sich der Kreis immer schließt, wenn wir ihn nur lassen.

Und hier Adeles Reaktion auf dieses Video und die Live Performance der Jungs auf der Bühne.

Es gibt so viel, was wir erleben können. Wenn wir uns nur trauen, uns dem zu öffnen, was für uns ansteht.

In diesem Sinne – happy weekend

Eure Svenja