Vegan for Youth – Fazit Woche 1

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Es hätte so schön werden können. Nachdem ich ja mit meinem Mann im Mai die Vegan for fit Challenge durchgezogen habe, sollte es diesmal die extended version werden. Vegan for youth – nicht nur 30 Tage, sondern 60. Richtig clean ernähren. Kein Zucker, kein Alkohol, kein Weißmehl und abends keine bösen Kohlenhydrate. Keine tierischen Lebensmittel. Dafür jede Menge neue köstliche Rezepte in altbewährter Attila Qualität.

Doch: alles kam anders. Und ich bin irgendwie desillusioniert. Darum hier also mein erstes Wochenfazit, gespickt mit Rezeptreviews und komplett subjektiver Wahrnehmung.

Vegan for Youth – Fazit Woche 1

1.) Schon beim ersten Lesen des Buches war mir klar: Vegan for youth passt nicht so gut zu mir, wie Vegan for fit. Warum? Ich mag einfach keine Pulver unters Essen mischen. Und ja, die sind alle rein pflanzlich, aber mein Fokus lag noch nie auf dem jünger aussehen, sondern immer auf dem gesund und munter sein. Und auch wenn diese “Superfoods” vielleicht beides bewirken: wenn ich mit meinen Lesern etwas zusammen mache, achte ich immer sehr darauf, dass es machbar ist. So viel Geld für Zusatzpulver auszugeben ist aber für die meisten nicht machbar. Damit stand von Anfang an für mich fest: die Pulver lasse ich weg. Für’s Erste und um das Ganze so Original wie möglich zu testen, habe ich deshalb fast ausschließlich Rezepte ausgesucht, wo diese Pulver sowieso nicht verwendet werden (davon gibt es einige, also nicht abschrecken lassen).

2.) Bei der Vegan for youth Challenge scheint ein Entsafter Voraussetzung zu sein. Und ich habe keinen. Was tun?

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Ich habe lange drüber nachgedacht – und mir dann mit meinem Mann zusammen einen Entsafter zu Weihnachten geschenkt. Und zwar den Design Multi Juicer von Gastroback. Kann ich uneingeschränkt empfehlen. Wenn man ein bisschen Übung hat, ist er in 5 Minuten gereinigt, abgetrocknet und wieder zusammengebaut. Läuft.

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Unglaublich, wie viel Obst man für die morgendliche Tagesration des Juices für 2 Personen braucht, oder?

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Ergibt wenn der Schaum runter ist 800 ml. Danach war ich dann eigentlich schon satt.

3.) Die Rezepte schmecken mir teilweise gut, teilweise sehr gut, teilweise so lala. Das ist jetzt ein GANZ entscheidender Punkt. Denn: Irgendwas fehlt manchen Vegan for youth Rezepten. Und das kenne ich so gar nicht aus Attilas Vegan for fit. Da hatten die Rezepte immer diesen besonderen Kick. Eine ungewöhliche Zusammenstellung von Geschmäckern, geröstete und karamelisierte Sonnenblumenkerne, das Pesto mit dem Wahnsinnspfiff. Eben das gewisse Etwas. Und irgendwie ist das bei Vegan for youth anders. Gut, natürlich ist der Unterschied von meiner früheren Supermarkts-Ich-esse-alles-Ernährung zu Vegan for fit größer gewesen, als von meiner Ich-esse-vegan-Ernährung zu Vegan for youth. Klar. Und dass ich mich überhaupt so gut ernähre verdanke ich Attila. ABER: mir fehlt bei manchen Rezepten der Attila-Faktor. Und fast hatte ich zwischendrin den Verdacht, dass die Rezepte von ihm nur Co-entwickelt sind. Dazu kam, dass manche von der Menge irgendwie nicht passten. Aber mehr dazu gleich. Hier jetzt die Rezeptereviews so far:

4.) Coleslaw mit Kürbiscreme und Sesamtofu, Vegan for youth, Seite 160

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Viel zu viel Kürbiscreme für den Coleslaw, der ertrank bei mir im Dressing so dass ich am Ende einen Löffel brauchte. Der Sesamtofu wird in einer Mischung aus Soja und Apfelsüße gebraten – das war aber viel zu viel Flüssigkeit. Ich musste was abschütten, bevor ich den Tofu in Sesam wenden konnte. Sonst wäre der Sesam nicht am Tofu haften geblieben, sondern in der Soße geschwommen. Geschmacklich naja. Nach VIEL Pfeffer, Salz und Chili ging es.

5.) Apfel-Hafer-Tower mit Kiwisosse, Vegan for youth, Seite 86

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Geschmacklich prima, Zubereitung nervtötend. Essbarkeit eines Attila-Turmes, wenn man dabei gut aussehen will – gleich Null. Warum, mein Lieber, verstehst Du nicht, dass ich Deine Sachen essen möchte und nicht anschauen? Fürs Foto habe ich euch trotzdem einmal den Turm gebaut, den hat mein Mann bekommen.

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Ich habe mir das Ganze im Schüsselchen gemacht. Und das nächste Mal bereite ich es direkt im Thermomix zu. Dazu hatte ich den Vegan for youth juice und war sowas von pappsatt, dass wir einen Rest übrig hatten, den ich eingetuppert habe.

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6.) Funkey-Monkey-Banana-Muffins, Vegan for youth, S. 102

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Frühstücksalternative: Muffins. Ganz schnell zubereitet, sind auch direkt was geworden. Geschmacklich: Note 2. Zuerst dachte ich: Wahnsinn, die mache ich jetzt jeden Tag. Nach zwei Muffins dachte ich: OK, für Morgen habe ich noch welche übrig. Aber dann brauche ich fürs nächste Frühstück erstmal was Deftiges.

7.) Beta-Carotin-Stampf mit Cremewirsing und Speck”, Vegan for youth, Seite 129

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Aufwändige Zubereitung. Ich hatte die Wirsingblätter nicht klein genug geschnitten (schneidet sie in wirklich DÜNNE Streifen, sonst braucht das ewig beim Garen). Und: ihr braucht eine sehr große Pfanne. Meine Sauté-Pfanne ist aus Gußeisen und von Le Creuset. Ist eine echte Anfangsinvestition, hat sich aber schon tausendmal bewährt. Vor allem wenn man vorkocht und deshalb größere Portionen macht – in die passt auch das doppelte Rezept Zucchinispaghetti mit Bolognesesauce oder das doppelte Linsengericht aus Vegan for fit.

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Geschmacklich dafür eine wirklich gelungene Zusammenstellung. Mir trotzdem zu aufwändig. Gibt es nur im Notfall nochmal (soll heißen – wenn der Mann nochmal danach fragt).

8.) Zucchinibandnudeln mit Möhren-Zitronen-Creme, Vegan for youth, S. 176

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Da ich nur einen Spirelli von Gefu habe gibt es keine Bandnudeln sondern Zucchinispaghetti. Die Sauce ist im TM ganz schnell gemacht. Note 1 für schnelles Zubereiten und leckeren Geschmack. Vom Handling ähnlich einfach wie das weiße-Bohnen-Gericht aus Vegan for fit. Wird definitiv ein Challenge-Dauerbrenner, wenn es schnell gehen muss.

9.) Auberginen-Lasagne “Red Beet” mit Kichererbsencreme und Rote-Bete-Topping, Vegan for youth, Seite 114

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Mein Liebling der bisher ausprobierten Rezepte. Attila in Höchstform. Wenn ihr erst die Auberginen in den Backofen packt und dann in deren Garzeit die Kichererbsencreme im Thermomix zubereitet und die Rote Beete Würfel von Hand schneidet, braucht ihr nicht mehr als 20 Minuten – zumindest beim 2. Mal. Würde ich auch wieder so anrichten, ließ sich gut essen, machte optisch was her und war einfach nur saulecker. ABSOLUTER DAUMEN HOCH.

10.) Das Küchenchaos ist wie immer mit Attila am Anfang riesig. Was auch dazu führt, dass ich in der ersten Woche nicht einmal meditiert habe und nicht einmal beim Sport war. OK, es war auch Weihnachten und da war es eh Hardcore, mit der Challenge zu starten. Aber: trotz Challengebreak mit Champagner am Weihnachtsabend habe ich 1 Kilo runter. Immerhin. Und fühle mich schon wesentlich besser als zum Start der Challenge. Also, da hält Attila, was die Challenge verspricht. Trotzdem: für das Küchenchaos gibt es Minuspunkte. So sieht es bei mir sonst selten aus, wenn ich koche.

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Natürlich habe ich nicht alle Rezepte gebloggt. Einen Salat fand ich relativ ungenießbar (mit Mandel-Senf-Dressing – das schmeckte einfach nur blöd). Die Reisnudeln mit Spinat waren kein Hit. Während die Spinatsoße super schmeckte, waren die Reisnudeln voll verklebt – obwohl ich sie genauso gemacht habe, wie es im Buch stand. Wäre super, wenn ihr mir in den Kommentaren sagen würdet, was ihr da für eine Sorte nehmt, wenn es bei euch besser klappt. Liegt sicher nicht am Rezept, sondern an der Nudelsorte.

Und sonst? Werde ich nun in die zweite Woche starten und wenn ich zu frustriert bin zwischendurch mal ein paar alte Bekannte aus dem Vegan for fit Buch einschmuggeln. So jung kann ich nämlich gar nicht aussehen, dass ich mehrfach aufwändig koche und es mir dann nicht so wirklich schmeckt. Ich bleib dran für euch – mal sehen, was die nächste Woche bringt.

Eure Svenja

P.S.: Wenn euch mein Fazit der ersten Woche gefallen hat, hier geht es zu Woche 2 – in der ich hart mit Attila ins Gericht gehe.

15 Kommentare

  1. Hallo Svenja, ich habe schon die Spaghetti und Spirelli von Rapunzel gekocht, die waren sehr lecker und nicht matschig. Lieber ein bisschen früher aus dem Kochwasser nehmen als zu spät. Diese Nudeln sind allerdings momentan bei uns in der Gegend überall ausverkauft.
    Danke für dein Feddback. Ist klasse, damit kann man sich viel Ärger ersparen! Liebe Grüße

  2. Liebe Svenja, verfolge schon länger das Thema “vegan” und komme gerade aus der Buchhandlung mit den Büchern von Attila. Ich hoffe, ich habe bis Montag den Überblick, der es mir möglich macht sich der Gruppe noch anzuschließen. Noch habe ich 0% praktische Erfahrung …..aber irgendwie muss sich mal etwas ändern “Du bist was Du isst”….Liebe Grüße, Heike

      1. Lieben Danke für Deine Antwort – genau das mache ich auch! Habe aber immerhin schon mal mein erstes veganes Gericht mit Tofu gekocht (bzw. den Backofen machen lassen) :-). Also ich bin sehr gespannt!

  3. Liebe Svenja,
    ich bin sehr froh über dein Fazit. Ich habe auch bisher nur den Coleslaw gemacht, der schon komisch roch und auch bei mir in Sosse ertrank sowie die Reisnudeln in Spinat, die vom Gechmakc her nicht attillagerecht waren. Dann hatte ich genug davon, dachte aber, es läge an mir (zu wenig konzentriert bei der Sache, zu sehr veganes Essen gewöhnt?). Ich mag auch eher die VFF-Rezepte und das, was ich tagtäglich einfach so zusammenmische.. Dennoch: Mitte Januar nehme ich mir das VFY nochmal vor! Bleib dran!
    Alles Liebe, Stephie

  4. Liebe Svenja, wie immer bin ich froh, daß Du Vieles für mich “vortestest” :) und dann so offen und ehrlich dazu schreibst. Ich habe das Buch VFY ja auch geschenkt bekommen, aber bisher noch nichts daraus gekocht, da ich einfach meinen eigenen veganen Free Style koche. Ich stelle mir aber gerade mein eigenes Rezeptbuch für vegane Rezepte zusammen und da kam bei mir die Frage auf, ob Du nicht nochmals zu einem “Unser-Aller-Veganes-Kochbuch” aufrufen möchtest , wo dann alle einfachen, schnellen, superleckeren und vielleicht auch TM-umgeschriebenen Rezepte drin stehen könnten. Würdest Du so etwas nochmals mit uns allen nochmals durchziehen? (Weihnachten ist ja jetzt leider schon wieder vorbei….aber Wünsche darf ich doch trotzdem noch aussprechen, oder? …:)
    Lieben Gruss an Dich, Deine Familie und alle anderen Mitleserinnen verbunden mit den besten Wünschen für einen harmonischen und guten Jahreswechsel.
    Ich drücke Dich herzlichst,
    Deine Ute

    1. Liebe Ute, Danke für Deine netten Worte über mich als “Vortesterin”. Mir kommt es eher so vor, als wären wir alle zusammen auf einer großen Reise, auf der wir unser Leben optimieren. Das fühlt sich richtig gut an. Unser aller veganes Kochbuch wäre natürlich ein Knaller, aber gaaaaaanz vielleicht plane ich erstmal noch was anderes. Ich behalte das auf jeden Fall im Hinterkopf und sehe es genau so wie Du: da geht noch was. Schön, dass Du wieder dabei bist! Deine Svenja

  5. Liebe Svenja,
    ich habe seit längerer Zeit die Bücher. Immer mal wieder was daraus gekocht. Für die richtige Challenge kam immer was dazwischen… Nun soll es soweit sein. Ich werde ab dem 7. Januar starten. Die Lebensmittel sind soweit vorhanden und besorgt.
    Bis bald!
    Gruß nach M aus N
    Katrin

  6. Hallo Svenja!
    Ich möchte auch Anfang Januar mit vfy starten, habe noch gar keine Erfahrung.
    Da ich auch einen TM habe, wüsste ich vor dem Start gerne: kann man den vfy-juice nicht im TM herstellen? Braucht man dafür wirklich einen Entsafter?
    Liebe Grüsse, Tanja

    1. Starte erstmal ohne Entsafter ein – ich finde das Essen macht wieder so satt, dass man den Saft nicht wirklich braucht. Kommt natürlich darauf an, was Du erreichen willst – denn für das Thema jünger aussehen, könnte er sicher wichtig sein. Frag doch einfach noch einmal in der meinesvenja vegan for youth facebook Gruppe….da hatte jemand den Saft im Thermomix gemacht, meine ich…

    1. Liebe Natalija, das tut mir wirklich leid, aber die Gruppe ist zu. Aus der Erfahrung meiner letzten Gruppe heraus werde ich diesmal auch keine Ausnahme machen. Einmal die Woche werde ich hier (immer samstags) mein Wochenfazit schreiben – vielleicht bringt Dir das ja etwas. Ich würde wirklich liebend gerne JA sagen, aber es gibt jeden Tag mehrere Anfragen – deshalb habe ich das diesmal auch schon mit so langem Vorlauf angekündigt. Kopf hoch, Du schaffst das auch alleine – und Attila selbst hat ja auch eine Challengergruppe auf facebook, da bekommst Du ganz bestimmt professionelle Unterstützung! Viel Erfolg! Deine Svenja

  7. Ich muss mal eine Lanze brechen für den Cole Slaw mit Kürbiscreme. Allerdings habe ich es auch nicht originalgetreu nach Rezept gemacht. Wir hatten noch Kürbispüree eingefroren, den wir dann zu der Creme verarbeitet haben und den Kohl haben wir in der Pfanne angebraten, so roh mag ich ihn nicht so gerne, außer im Krautsalat. Und so schmeckte das Ganze richtig gut!

    Wir haben im August die VFF Challenge gemacht und starten am Montag streng mit VFY bisher haben wir nur ein paar Rezepte mal daraus gekocht!
    LG
    Nadine

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