Vegane Osterrezepte

Meine Lieben,

nach meinem Post über die Top 10 Osterrezepte, haben mich ziemlich viele Leserinnen gefragt: “Und wo sind die veganen Osterrezepte?” Also bin ich auf meinem Blog auf die Suche gegangen und habe für euch meine Top 10 veganen Osterrezepte zusammengestellt. Wie immer alle selbst ausprobiert und schon unzählige Male gekocht – sonst würde ich mich ja gar nicht trauen, euch die ans Herz zu legen.

Vegane Osterrezepte – Teil 1

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Los geht es mit fünf veganen Salaten für den Osterbrunch (und die Reste stellt ihr dann abends einfach ganz unkompliziert auf den Abendbrottisch): ein fantastischer Kartoffelsalat mit Pilzen und Rucola, ein Linsensalat mit getrockneten Tomaten und Zucchini, ein indisch angehauchter Brotsalat, ein pervers guter Paprikasalat und ein klassisches Thermomix Rezept, das auf keiner Party fehlen darf: der Brokkolisalat mit Pinienkernen.

Auch zu jedem veganen Osterrezept schreibe ich euch unten wieder einen Zweizeiler, damit ihr einschätzen könnt, ob das was für euren Ostertisch ist – und natürlich sind die veganen Osterrezepte unten auch alle verlinkt.

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Kartoffelsalat mit Pilzen und Rucola: Dieser Salat hat zwei Geheimzutaten – die selbstgemachte vegane Mayonnaise und frischen Thymian. Wenn ihr euch jetzt noch vorstellt, wie die Pilze mit Knoblauch und Öl kross angebraten werden und am Ende noch ein paar zerhackte Walnüsse obendrauf gestreut werden….mhhhhhh, mir läuft schon wieder das Wasser im Mund zusammen. Den Salat kann man übrigens gut einen  Tag vorher zubereiten – wenn man den Rucola dann frisch unterhebt.

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Linsensalat mit getrockneten Tomaten: Das A und O sind die getrockneten Tomaten. Die dürfen ruhig richtig würzig sein – es gibt ja auch manchmal welche, die schmecken wie eingeschlafene Füße. Die nehmt ihr bitte NICHT. Die Zucchini schön anbraten, so dass sie ordentlich Geschmack kriegen. Falls ihr was überbehaltet, kein Problem. Im Kühlschrank ist der Salat locker einige Tage haltbar.

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Brotsalat a la Spoon up: Der beste Brotsalat ever aus der Münchner Speisebar Spoon up. Sein Geheimnis liegt in den Croutons. Die werden nämlich in veganer Butter und (Obacht!) Garam Marsala angebraten. Dadurch – und natürlich durch die Kichererbsen und den frischen Koriander – kriegt der Salat eine indische Note, die das Ganze herrlich besonders macht. Einer meiner all-time-favourites.

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Der perverse Paprikasalat: Meine dänische Exnachbarin Randi hatte nicht nur immer gute Laune – sie hatte auch immer die besten Rezepte im Ärmel. Unvergessen ihr perverser Paprikasalat mit ordentlich Kapern, Oliven und Knoblauch. Das – kombiniert mit dem Röstaroma der Paprikaschoten – war und ist unschlagbar. Und das ist nur einer der guten Gründe, warum Randi heute in meinen Top 10 für vegane Osterrezepte landet. Der andere? Randi, I miss you!

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Broccolisalat mit gerösteten Pinienkernen: Der beste Rohkostsalat aus dem Kochbuch “Feste feiern” von Thermomix. Wer nicht glaubt, dass Broccoli roh genießbar ist, kann gerne bei mir vorbeikommen, diesen Salat kosten und sich vom Gegenteil überzeugen lassen. Hammerrezept, das auch meine Kinder lieben. Für die vegane Variante einfach den Honig gegen Agavendicksaft tauschen – und dann abtauchen ins Geschmackserlebnis.

Nun können vegane Osterrezepte ja nicht nur aus Salaten bestehen. Also habe ich noch ein paar andere deftige Rezepte rausgesucht, die die Salate prima ergänzen. Nur süß wird es diesmal nicht – denn ins vegane süße Backen bin ich immer noch nicht eingestiegen.

Vegane Osterrezepte – Teil 2

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Im zweiten Teil findet ihr ein besonders saftiges Brot meiner facebook-Freundin Dee, mein liebstes Humusrezept, Sheilas hammergute Guacamole, mein Rote Bete Carpaccio mit Pilzen und last but absolutely not least: vietnamesische Glücksrollen.

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Dees saftiges Specialbrot: Wer gerade nach Attila lebt: das Brot ist challengetauglich und so saftig, dass es fast am Messer kleben bleibt. Dees Trick: sie reibt Zucchini mit in den Teig (ihr könnt auch Möhre nehmen), damit er schön feucht bleibt. Bei uns ein absoluter Dauerbrenner.

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Humus in superlecker: Zum Brot gehört Aufstrich. Deshalb empfehle ich euch mein Lieblings-Humusrezept mit viel Koriander (und wenn ihr den nicht mögt – einfach weglassen – schmeckt auch ohne fantastisch). Den Humus aufs Brot streichen und für den Extrakick ein paar süßsauer eingelegt Paprika drauflegen – gibt es z.B. von Dittmanns oder ähnlichen Feinkostherstellern.

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Sheilas hammergute Guacamole: Die Zeit, die ich in der besten Siedlung der Welt verbracht habe, hat sich auch rezeptetechnisch ausgezahlt. Meine schottische Nachbarin Sheila durfte zu keiner Party ohne ihre Guacamole kommen. Die war einfach immer zu gut, um freiwillig auf sie zu verzichten. Also sowohl die Guacamole als auch Sheila. Und wenn “unverzichtbar” kein Attribut ist, mit dem vegane Osterrezepte bestechen sollten, dann weiß ich es auch nicht.

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Rote-Bete-Carpaccio mit Austernpilzen: Schnell gemacht und mit dem extra Pfiff. Die rote Bete dünn aufschneiden, Dressing drüber. Austernpilze anbraten, auf das Carpaccio geben. Und dann mit Kapern und Walnüssen toppen. Unschlagbare Kombi!

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Vietnamesische Glücksrollen mit Dipp: Dazu schneidet ihr ganz viel Gemüse klein und rollt es in Reispapier. Die Rollen werden NICHT frittiert, sondern genau so gegessen, wie ihr sie auf dem Bild seht. Der Dipp aus Orangen, Zitronen, Limetten, Sojasauce, Wasser, frischem Ingwer und Knoblauch ist ein GEDICHT. Selten sowas Frisches und Herrliches gekostet. Ist ein bisschen aufwändiger in der Vorbereitung – zumindest beim ersten Mal – aber dafür definitiv ein Rezept, das ihr immer wieder machen werdet.

So – nun hoffe ich, dass auch alle, die keine tierischen Produkte essen, fündig geworden sind und sich meine veganen Osterrezepte nicht nur schmecken lassen, sondern auch gerne mit ihren veganen Freunden teilen.

Alles Liebe

Eure Svenja

P.S.: Und wenn eben doch nicht nur Veganer kommen: hier geht es lang zu den “normalen” Osterrezepten für Allesgenießer.

10 Kommentare

  1. Liebe Svenja, danke, für die tolle
    Zusammenstellung!
    Den Linsensalat gibts bei uns heute –
    freu mich drauf- deine Rezepte sind immer
    Sooo lecker

  2. Hallo Svenja!
    Ich habe Deinen Blog vorgestern durch Zufall entdeckt, als ich nach Veganen Rezepten Ausschau hielt. Seitdem habe ich schon sooo viele Deiner Beiträge gelesen und bin begeistert! Mein Mann ist bereits seit fast 20 Jahren Vegetarier, im Februar hat er das “Projekt Vegan” gestartet. Und da ich merkte, wie aufwendig es ist immer zweigleisig kochen zu müssen, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen mich ebenfalls vegan zu ernähren. Begonnen haben wir ebenfalls mit den Büchern von Attila, schnell war klar, das Kochen benötigt sehr viel Zeit, aber gerade die Rezepte aus Vegan for fit sind oft die Mühe und Zeit wert. In Deinen Beiträgen ist mir schnell aufgefallen, dass Du eine begeisterte Thermomix-Köchin bist! Das muss ich ebenfalls mal umsetzen, ich nutze ihn leider viel zu selten.
    Wahrscheinlich fällt es mir dann auch leichter parallel noch für meine Kids zu kochen. Ich kann es vollkommen nachvollziehen, wenn Du darüber schreibst, welche Gewissenskonflikte man plötzlich hat, weil die Kinder nach wie vor mit Geschmacksverstärkern und teilweise auch Fertigprodukten versorgt werden, man selbst sich aber so gesund ernährt. Meine beiden Töchter sind knapp 2 und 4, da mache ich mir schon so meine Gedanken. Sie sind noch so jung und im Wachstum, deshalb ernähre ich sie nicht vegan, aber sie wollen vieles probieren, was mich sehr freut.
    Ich werde Deinen Blog in Zukunft bestimmt öfter besuchen, bisher fand ich jeden Beitrag lesenswert.
    Den Osterrezeptbeitrag hätte ich mal vor Ostern lesen sollen. ;-)
    Liebe Grüße und mach weiter so!
    Viviane

    1. Liebe Viviane, vielen Dank für Deine lieben Worte zu meinem Blog. Das Problem mit der Ernährung der Kinder ist wirklich nicht leicht zu lösen. Aber wir bleiben einfach dran – wenn Deine gerne probieren, ist das doch schon einmal ein Anfang. Ich habe jetzt begonnen (meine sind 8 und 10) mit ihnen darüber zu reden, was im Essen ist. Das hilft auch – denn bei vielen Sachen sind sie sich einfach nicht bewusst und darum geht es ja im Endeffekt: ihnen den Unterschied zwischen gesundem Essen und gezuckertem und Weißmehl- und geschmacksverstärktem Conveniencefood aufzuzeigen. Irgendwann wird man dann wohl auch mal über Masstierhaltung Klartext reden müssen. Davor schrecke ich aber noch ein bisschen zurück, wenn ich ganz ehrlich bin. Aber: das steht an – vor allem weil mein Sohn ein Riesentierfreund ist.

  3. Ich bin noch nicht völlig überzeugt von veganer Ernährung, aber bei diesen Rezepten fällt es nicht schwer… du beschreibst das alles auch wirklich lecker! Ich habe mit meinen Jungs (erst 6 und 9) übrigens gerade heute abend auch über die Inhalte unseres Essens diskutiert. Sie fragen mir Löcher in den Bauch, nur weil sie bemerken, dass ich etwas anderes esse… ;-) Liebe Grüße, Bianca

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