Wie finde ich das richtige Keyword?

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Ihr Lieben,

zum Thema “Wie finde ich das richtige Keyword” zeige ich euch heute ein Video und einen Ausschnitt aus meinem Ebook „Erfolgreich bloggen“. Darin geht es speziell um das Google Tool Keyword Planer und die professionelle Keyword-Recherche.

Update: Das E-Book ist mittlerweile nicht mehr erhältlich. Wenn ihr wissen wollt, welche Tricks ich beim Bloggen anwende – mittlerweile gibt es einen neuen Erfolgreich bloggen Kurs von mir dazu auf Udemy, in dem ich alle meine Best Practices aus elf Jahren bloggen verrate. Mit dem Code “BLOGGEN_ALS_BUSINESS” spart ihr 10 Euro auf den Gesamtpreis. Zum Erfolgreich bloggen Online Kurs bitte hier klicken.

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Was ist ein SEO Keyword?

Ein Keyword ist ein Schlüsselwort, besser gesagt ein Suchbegriff, den der User im Internet eingibt, um in Suchmaschinen etwas zu finden. Bei einem SEO Keyword handelt es sich um eine Suchanfrage mit hohem Suchvolumen. Findet ihr das richtige Keyword, das oft abgerufen wird, könnt ihr echte, neue Leser oder im Content Marketing Kunden erreichen.

Die richtigen Keywords finden

Ich verwende verschiedene Tools, um das perfekte Keyword zu finden, welches

  1. am besten zu meiner Zielgruppe passt
  2. das höchste Suchvolumen hat, sprich am meisten auf Google gesucht wird und
  3. am besten in Suchmaschinen rankt (und damit meine ich auch zielgruppenaffine “Suchmaschinen” wie Pinterest und Giphy).

 

Welche Texte sollte ich für Suchmaschinen optimieren?

Bevor wir jetzt von den Themen zur SEO optimierten Schreibweise kommen, möchte ich eins ganz ausdrücklich sagen: Es gibt tausend Gründe NICHT für Suchmaschinen optimiert zu schreiben.

Oft macht die SEO Optimierung einen Text kaputt und keinen Sinn. Da es mir in erster Linie darum geht, meine Leser glücklich zu machen, SEO optimiere ich wenige Posts. Die wenigen Posts optimiere ich, weil ich als Blogger auch immer neue Leser finden muss, um meine Reichweite zu halten und erhöhen.

Bei welchen Artikeln macht SEO Optimierung Sinn – und bei welchen nicht?
Ich optimiere zum Beispiel die DIY-Posts auf meiner Website. Die Bastel-Posts müssen nicht dadurch überzeugen, dass sie besonders charmant geschrieben sind. Sondern durch Fotos, unter denen ich mir etwas vorstellen kann und die Lust auf’s Basteln machen.

Und durch Step by Step Anleitungen, die ich beim ersten Anschauen verstehe und die mir das Gefühl geben: Das kann ich auch. Basteln ist leichte SEO-Beute – vor allem, weil Bastelthemen viel gegoogelt werden und weil eindeutige Suchbegriffe abgerufen werden.

Rezepte sind bei mir zu hundert Prozent SEO optimiert. Nicht nur, weil es wahnsinnig viel Arbeit ist ein Rezept zu posten. Häufig muss ich zahlreiche Rezepte ausprobieren, um eins zu finden, das ich euch guten Gewissens empfehlen kann. Denn mittlerweile verlasst ihr euch darauf, dass meine Rezepte schmecken und leicht zu kochen sind.

Nicht selten schreiben mir Leserinnen: „Deine Rezepte sind so gut: Die koche ich auch zum ersten Mal, wenn ich Gäste habe.“ Auch wenn ihr euch das so vielleicht nicht bewusst macht: Solche Sätze hängen für mich bei der Rezeptauswahl die Latte ziemlich hoch.

Mit Rezepten ist es mittlerweile viel schwieriger, auf Google Seite 1 zu kommen. Das liegt an der riesigen Konkurrenz und an den professionellen, permanent durch Tausende von Usern weiter wachsenden Plattformen wie „Chefkoch“ oder „Essen und Trinken“.

Dagegen ankommen kann ich nur, wenn ich die EINE Keywordlücke finde. Wenn ich in einem Post viele verschiedene Begriffe verwende, die von zahlreichen Lesern gesucht werden. Und wenn ich eine “in-depth-Recherche” betreibe, das relevante Thema besonders breit anlege und viele Aspekte tief beleuchte.

Absolute Grundvoraussetzung für Rezepte, denen Leser vertrauen sollen, sind ordentliche Fotos. Auf denen das Essen so aussieht, als würde es auch schmecken. Außerdem versuche ich visuelle Wörter zu verwenden, die die Sinne anregen (alles, was ihr riechen und schmecken könnt, funktioniert besser).

Es schadet auch nicht, das Rezept so zu „erzählen“, als würdet ihr die Leser mit in die Küche nehmen. Wenn sie sich so fühlen, als würden sie neben euch stehen und euch über die Schulter schauen, hebt das ihr Vertrauen ins Rezept enorm.

Erzählt euren Lesern von Tricks oder Pannen. An welcher Stelle des Rezepts sie besonders schnell sein oder extrem aufpassen müssen, weil damit alles steht und fällt. Oder wie die Currypaste aussehen muss, wenn sie die Koksmilch dazugeben sollen.

Je klarer ihr ihnen die Zubereitung vor Augen führt, desto eher werden sie eure Rezepte ausprobieren.

Nach sieben Jahren bloggen kann ich euch versichern, dass es einen todsicheren Weg gibt, um Leser zu Stammlesern zu machen. Wenn ihr es schafft, dass eure Rezepte zu ihren Lieblingsrezepten werden und ihr immer wieder „mit ihnen am Tisch sitzt“. Denn dann denken sie ganz von selbst daran, regelmäßig auf eurem Blog vorbeizuschauen.

Die meisten anderen Themen, zum Beispiel Produkte, die ich entdecke, Buchrezensionen oder emotionale Erlebnisse aus meinem Alltag, optimiere ich nicht für Suchmaschinen.

Die schreibe ich, wie mir der Schnabel gewachsen ist, denn das ist das, was meine Leser an meinem Blog lieben. Dass meine Realität viel mit ihrer Realität zu tun hat. Dass sie beim Lesen spüren: „Ich bin nicht alleine.“ Oder: „Diese Gedanken habe ich auch.“

Wenn meine Leser mich loben, sagen sie: „Du triffst den Nagel auf den Kopf.“ Und: „Du sprichst mir aus der Seele.“ Und nicht: „Wie toll Du sechs mal in einem Post das Keyword „Gartenstühle grün“ hast einfließen lassen.“

Außerdem muss ich – bevor ich euch erkläre, wie das mit den Keywords funktioniert – eine wichtige Sache loswerden: Ihr wisst ja, dass der Google Algorithmus sich permanent verändert.

Weil ihn keiner kennt, sind alle permanent hinter der Zauberformel her. Als ich 2013 begonnen habe, meine Artikel auf dem Blog für Suchmaschinen zu optimieren, war das mit einigen wenigen Parametern möglich. Supergut schreiben können, musste man nicht – ganz ehrlich.

Wenn ich über kostenlose Adventskalenderzahlen geschrieben habe, konnte ich ziemlich sicher sein, auf Google Seite 1 zu kommen – innerhalb von 24 bis 48 Stunden.

Suchmaschinenoptimiert schreiben heute

Das ist heute anders. Es müssen viel mehr Dinge in einem Text zusammenkommen.

Gute Suchmaschinenoptimierung hat über die Beherrschung von Tools hinaus viel mit Bauch- und Sprachgefühl zu tun. Mit „zwischen den Zeilen Dinge erkennen“ und dem Wissen, wie eure Leser ticken.

Denn selbst, WENN ihr es auf die erste Google Seite schafft, wird euer Post nur gelesen, wenn ihr eure Zielgruppe von der ersten Sekunde an für euch gewinnen könnt. Weil eure Leser das Gefühl haben: „Das ist ja sympathisch.“ „Das kenne ich auch.“ Und „Das traue ich mir zu.“

Wie geht das mit der Keyword Recherche?

Wenn ihr mich fragen würdet: „Was ist die eine, die wichtigste Sache, die ich wissen muss, um auf die erste Seite von Google zu kommen?“ Ich würde antworten: „Ihr müsst die Kunst beherrschen, das richtige Keyword zu finden.“

Das hört sich erstmal easy an. Wenn ich zum Beispiel über Erdbeermarmelade schreibe, dann wird das Keyword mit Bedeutung, nach dem die Menschen wirklich bei Google suchen, wohl auch „Erdbeermarmelade“ sein.

Ich bin immer wieder verblüfft, dass selbst erfahrene Blogger und Unternehmen ihr Keyword danach auswählen, was sie GLAUBEN, was andere suchen – anstatt das systematisch mit Tools zu überprüfen.

Denn manche geben den Suchbegriff „Erdbeermarmelade Thermomix“ ein, andere „Erdbeermarmelade selbermachen“, „Erdbeermarmelade Etiketten“, „Erdbeermarmelade Gelierzucker“ oder gar „Erdbeerkonfitüre Rezept“.

Eure Aufgabe besteht darin, das eine Keyword zu finden, das

  • möglichst häufig gesucht wird
  • bis jetzt insgesamt möglichst selten als Keyword verwendet wird
  • in möglichst wenig aktuellen und qualitativ hochwertigen Beiträgen verwendet wird
  • Saison hat, einem Trend entspricht und/oder das ganze Jahr über gesucht wird.

Und weil diese Aufgabe komplex ist, sage ich immer: Das richtige Keyword zu finden ist ein bisschen, wie den richtigen Mann zu finden. Den lernt ihr auch nicht kennen, wenn ihr nur an einem einzigen Ort sucht. Deshalb schaue ich an vier verschiedenen Orten und halte überall die Augen offen, wo ich gehe und stehe.

Manche Themen liegen in der Luft. Die besten Ideen für Keywords kommen mir oft, wenn ich in der Schlange an der Supermarktkasse stehe. Vor der Schule auf meine Kinder warte oder eine Szene in einem Café beobachte. Denn genau da unterhalten sich Menschen über Dinge, die sie nachher am PC googeln.

Ihr wollt einen Beweis? Der Satz „Was kann man eigentlich alles aus Klopapierrollen basteln?“ kam von der Erzieherin meiner Kinder und führte zu meinem meistgelesenen Post und Evergreen Content mit dem “long tail” Keyword „Klopapierrollen basteln“. So kann’s gehen.

Ich stelle euch jetzt im Video die erste der vier Plattformen vor, auf der ich recherchiere, was das richtige Keyword für mich sein könnte. Das Keyword Tool ist der Keyword Planer von Google Adwords, heute Google Ads.

Der Google Keyword Tool: Der Keyword Planer

Das Tool, das mir zeigt, wie viele Menschen monatlich nach welchen Keywords GENAU suchen. Und wie hoch die Konkurrenz ist, die zu diesen Suchanfragen bereits auf Google Anzeigen schaltet. Außerdem recherchiere ich hier das erste Mal zum Wortumfeld. Welche Keywords sollte ich neben meinem Hauptkeyword in den Text einfließen lassen?

Stay tuned

Svenja

18 Kommentare

  1. Liebe Svenja,
    vielen Dank für das tolle Video! Hat mir sehr geholfen.
    Ich hatte mich schon vor einiger Zeit bei Google Adwords angemeldet, es aber noch nicht genutzt. Das werde ich dann jetzt mal ausprobieren.
    Bin auf deine anderen Videos gespannt, denn Du erklärst das echt gut!
    LG
    Martina

    1. Ne, da gibt es einen Work Around. Leider muss man tatsächlich erst eine Fake-Anzeige kreieren, mit allen Kontodaten anmelden und dann kommt man erst in den Bearbeitungsbereich mit Tools. Dort lässt sich die Anzeige dann entweder pausieren oder entfernen.

  2. Liebe Svenja,
    sehr spannend deine Videos!
    Ich blogge nicht (und habe es auch nicht vor ;-)), aber alleine schon das Wissen darum, wie eine keyword Suche funktioniert finde ich klasse. Als Lehrerin übe ich mit den Kindern den Umgang mit Suchmaschinen (In dem Fall Kindersuchmaschinen), das richtige Suchwort ist aber auch hier maßgeblich wichtig.
    Privat finde ich es selbst sehr wichtig zu schauen, was steckt dahinter, wie funktioniert das mir dem heute immer und überall verfügbaren Netz.
    Vielen Dank und liebe Grüße, Anne

  3. Liebe Svenja,
    herzlichen Dank für dein sehr informatives Video. Ich hätte noch eine Frage: Müssen die Wörter denn genauso wie der Keyword Planer es vorschlägt erscheinen? Denn oft benutzt man ja z.B. Präpositionen oder ähnliches in einem Text. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Ein Muttertagsgeschenk zu basteln anstatt Muttertagsgeschenk basteln. Für eine kurze Beantwortung wäre ich dir sehr dankbar.
    Viele Grüsse, Kirstin

      1. Vielen lieben Dank für Deine schnelle Antwort. Das hatte ich ja schon befürchtet….Aber ich werde es auf jeden Fall mal testen.
        Liebe Grüsse und schönes Wochenende, Kirstin

  4. Hihi, du gibst Koksmilch zur Currypaste?

    Oder ist “Koksmilch” ein Keyword das Tausende neuer Leser anlockt? (:

    Mit etwas Humor lebt sich’s leichter.

    Joan

      1. Hihi. Entweder hast du’ s in deinem Blogtext noch nicht gemerkt oder nich nicht korrigiert oder du hast es bewusst stehen gelassen (: …
        die Koksmilch findest du tatsächlich hier in diesem Thema.

        Du solltest dann noch das passende Keyword hinzufügen…

        In diesem Sinne, einen schönen Tag!

        Joan

  5. Ergänzung: Ich denke das ist ein Gastbeitrag wert. Google mal explizit nach Koksmilch. Dann hast du was zu lachen.

    Man liest zum Beispiel, das Koksmilch für Kinder die bessere Alternative zu Cola sei, es gibt viele Rezepte mit Koksmilch und sogar Strände mit Kokspalmen.

    Na dann, viel Spaß!

  6. Hallo liebe Svenja!
    Ich habe mir das Video schon ein paarmal angeschaut und mein Glück versucht, aber ich muss eine kostenpflichtige Kampange starten, um irgendwie weiterzukommen. Ist das normal? Wenn ja, wieviel soll man da eingeben, wenn nein, wie kann ich das umgehen?
    Ich “Technikgenie” weiß gerade nicht wirklich weiter…. Danke für eine Antwort und ein schönes Pfingstwochenende!
    LG Deine Christine :-)

    1. Liebe Christine, das habe ich schon ein paar Mal gehört – aber man muss die Kampagne wohl nur einrichten und kann sie dann wieder auf pausieren oder so schalten. Jedenfalls haben es alle, die ich kenne, so hinbekommen, dass sie eben NICHTS bezahlen musste. Google das nochmal, da gibt es definitiv einen Workaround!!! Liebe Grüße
      Svenja

  7. Liebe Svenja,

    ich habe Deinen Blog gerade erst für mich entdeckt. Und Dein Video “Wie finde ich das richtige Keyword?” ist das erste, das mir angesehen habe, aber sicher nicht das letzte.
    Ich haber eine Frage zu Google AdWords. Wenn ich auf nach Keywords suche, bekomme ich nicht so detaillierte Angabe ausgespuckt wie Du. Bei der “durchschnittl. Suchanfragen pro Monat” werden mir nur zwei Größen angezeigt: “100 bis 1 Tsd. Wettbewerb Hoch” oder “10 bis 100 Wettbewerb Hoch”. Und jetzt? Wie kann damit das beste Keywords ermitteln? Hast Du eine Idee? LG

    1. Liebe Regine, das Video ist schon ein bisschen älter – damals hat der Planer das noch so genau angezeigt. Heute ist die Einstellung, die Du angezeigt bekommst, die gängige. Um das Ganze für mich besser eingrenzen zu können, verwende ich einfach verschiedene Tools – von der Google geführten Suche, über Google Trends bis hin zu Pinterest (und noch zwei drei andere). Am Ende ist es dann eine Mischung aus allem, was ich sehe – und meinem Bauchgefühl, das entscheidet, was mein Fokus Keyword wird. Da Du mich gerade erst entdeckt hast, ein Wort in eigener Sache. Ich werde demnächst ein paar erschwingliche Digitalprodukte rund um diese Fragen anbieten. Wenn Du darüber informiert werden möchtest, abonnier einfach meinen Newsletter – findest Du auf meiner Seite. Liebe Grüße, Svenja

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