Ich wackle

Wenn ihr hier schon länger mitlest: Lest bitte ganz zuende. Dieser Post ist anders. Im besten Sinne.

Ihr Lieben,

erst war es nur ein Bauchgefühl. Aber je länger es anhält, desto mehr denke ich: Wann sag ich’s euch? Ich wackle. Und zwar ganz schön heftig.

“Irgendwas passt nicht mehr” wollte ich jetzt eigentlich schreiben. Aber das stimmt so nicht und hört sich auch viel zu negativ an. Es ist eher “So ist das, ich zu sein. Mit allen Verletzungen und daraus entstandenen Talenten.”

Ich denke viel über Menschen nach in letzter Zeit. Über ihre Geschichten. Dinge, die mich interessieren und über die ich gerne schreiben würde. Themen, zu denen es mich geradezu magnetisch zieht. Zuerst war das mehr ein Spazierendenken. Gedanken, denen ich beim Joggen nachhänge. Oder für die ich mir kurz vor dem Einschlafen Zeit nehme. Aber immer mehr spüre ich: Es reicht mir nicht, drauf rumzudenken. Ich möchte das machen. Was gleichbedeutend ist mit “Raum dafür schaffen”.

Nun habe ich in den letzten beiden Wochen so viel im Außen gerödelt, dass ich rund um die Uhr beschäftigt war. Habe mit Lissy ihr neues Zimmer geplant, renoviert, eingerichtet und bezogen (einen Post dazu schreibe ich noch, versprochen).

Hatte jede Menge schöne private Erlebnisse, wie z.B. den Abend im Greenfingers beim Aquarellkurs mit Silvia von Sweetlitttledots.

Oder das Treffen am Flughafen mit Kristin von 4more. Habe Workshops besucht:

Mir ein fabelhaftes Skypecoaching gegönnt und einen herrlichen Tag mit den Damen des Frauen verbinden Netzwerks.

Jedes Erlebnis für sich wäre einen Blogpost wert. Aber ich schreibe keinen. Aus gutem Grund. Und dann schrieb MIR jemand. Nämlich meine wunderbare Leserin Julia:

“Schon oft haben mir Deine Beiträge wichtige Impulse gegeben und bei vielen Themen sprichst Du mir geradezu aus der Seele. Auch die Vegan-Challenge hätte ich ohne Dich und die FB-Gruppe wohl nicht begonnen. Ich finde es sehr spannend zu verfolgen, wie Du Dich weiterentwickelst und uns Leser/innen daran teilhaben lässt. Momentan habe ich aber fast das Gefühl, Du “eilst mir manchmal etwas davon”. Ich habe mich früher noch stärker mit Deinen Beiträgen identifizieren können, war noch näher dran – und bei Deiner längeren Blogpause sogar ein kleines bisschen traurig.

Ich kann nicht genau sagen, woran sich dieser Eindruck festmachen lässt. Vielleicht weil (zumindest gefühlt) immer öfter die Business-Svenja zu Wort kommt und weniger die private…?! Oder weil Du mittlerweile so megaerfolgreich bist, dass die Messlatte “Wenn ich das kann,…” immer höher liegt?! Nicht falsch verstehen: Ich gönne Dir Deinen Erfolg von Herzen und Du hast ihn Dir wirklich verdient. Es macht nur einen Unterschied für den Leser, denn – mal ganz plakativ gesagt: Eine tolle Dekoidee nachzubasteln bekommt fast jeder hin, sich jobmäßig so professionell aufzustellen und so durchzustarten wie Du – dafür braucht es schon etwas mehr…:-) “

Ach. Julia. Danke. Großartig, dass Du mir das schreibst, denn jetzt habe ich einen Ansatzpunkt, um meine Gedanken zu sortieren. Deine Mail ist ein Geschenk. Ich habe es ja neulich schon einmal gesagt. Näher ran als das geht im Moment nicht. Und jetzt hat mein “Ich wackle” Gefühl seinen großen Auftritt.

Egal wie gerne ich unterrichte, was ich unterrichte. Egal wie nerdy ich bin und mich in Themen reinfuchse. Egal wie super ich Pinterest hoch und runterbuchstabieren kann. Wie ich Reichweite aufbauen kann und verstanden habe, wie ich das Internet für meine Zwecke nutzen kann.

Egal wie ich das alles LIEBE – etwas in mir wird dadurch nicht genährt.

Seit dem Tag, als ich wusste, dass meine Eltern sich trennen, bin ich extrem sensibel, was die Schwingungen anderer Menschen angeht. Ich nehme sehr sehr viel wahr, was andere nicht sehen. Manchmal kann ich aus einem Satz, den ihr bei Facebook postet – und der für andere nur ein Satz ist – genau herauslesen, wie es euch geht und was ihr gerade erlebt und durchmacht. Der ein oder andere von euch weiß das, weil ich euch dann manchmal schreibe und ermutige und ihr völlig überrascht seid, woher ich das jetzt weiß.

Manchmal sehe ich aber auch, dass ihr dafür nicht offen wäret. Dann kann es schon vorkommen, dass ich einen Post für EINE EINZIGE Leserin schreibe. Und ich weiß, dass sie nicht nur kommentieren wird, sondern mir eine Mail schreiben wird. Sie wird sagen, dass sie sich so angesprochen gefühlt hat von dem Post und dass ihr meine Gedanken sehr geholfen haben. Der am häufigsten fallende Satz “Du hast mir aus der Seele gesprochen.” Ähm. Ja. Weil ich Dir aus der Seele gesprochen habe.

Ein bisschen hört sich das vielleicht an wie Zauberei. Ein bisschen fühlt es sich für mich manchmal auch so an. Aber ich weiß: Manche denken jetzt, ich sollte mich mal untersuchen lassen.

Deshalb rede ich da ganz selten drüber und geschrieben habe ich es euch noch nie. Manchmal verfolgt mich diese Gabe auch. Zum Beispiel wenn mir ein Kleinkind im Supermarkt entgegen kommt und ich spüre, dass es todtraurig ist und sich vernachlässigt fühlt. Jetzt könnt ihr denken “Die spinnt ja.” Tue ich nicht. Ich sehe das so deutlich wie andere sehen, dass das Kind eine rote Jacke trägt. Und es ist auch genau so real und echt und wahr.

Manchmal sitze ich in meinen Business Workshops und möchte schreien und alle schütteln. Weil doch jeder spüren können muss, dass das Fachliche, über das wir sprechen, nicht das Hauptproblem ist. Sondern dass es einen elephant in the room gibt, über den wir sprechen müssen. Einen fetten Elefanten, der sich im Team, in der Firma, im Projekt mit seinem dicken Popo in die Mitte gesetzt hat und jetzt geht nichts mehr.

Ich muss Menschen auf Instagram entliken, weil ich spüren kann, dass sie sich selbst was vormachen. Das tut mir fast körperlich weh.

Und dann gibt es viele Momente – meine Kinder können ein Lied davon singen – in denen wildfremde Menschen sich mir emotional innerhalb eines ganz kurzen Gesprächs total öffnen. Das passiert an der Supermarktskasse, in der Schlange beim Metzger oder wenn mich jemand nach dem Weg fragt. Auf der offenen Straße geht plötzlich jemand neben mir und spricht mit mir. Innerhalb dieser wenigen Minuten laden mich diese Menschen in ihre Häuser ein, zu ihren Ausstellungen, in ihr Leben und ihre Gedanken. Als würden sie spüren, dass ich was sehe, was sonst keiner sieht. Dass ich ihren Need erfüllen kann.

Früher haben meine Kinder dann immer gelacht und gesagt: “Mama, wollte die wieder mit Dir befreundet sein?”. Heute ist mir klar – das hängt alles ganz anders zusammen.

SO ist das, wenn man Ich ist, liebe Julia. Für mich gibt es keine nahbare Svenja, deren einfache Bastelideen man toll nachmachen kann. Und eine die megaerfolgreich ist, der man kaum noch folgen kann, weil das eigene Leben nicht im gleichen Tempo voranschreitet.

Es gibt EINE EINZIGE Svenja. Die seit ihrem bodenlosen emotionalen Fall mit acht Jahren diese Antennen hat. Oder sie vielleicht schon immer hatte, aber das Trauma hat dazu geführt, dass eine Tür aufgesprungen ist.

Diese Svenja möchte nur, dass es Menschen gut geht. Dass Familien sich lieben und miteinander reden und zusammenhalten. Dass Firmen miteinander einen Schritt vor den anderen setzen und dass Kollegen sich unterstützen. Dass Frauen die Möglichkeit haben, von zuhause aus Geld zu verdienen und die Chancen des Internets nutzen, um gleichzeitig bei ihren Kindern sein zu können. Dass Mütter rauskommen aus der Überforderungsschleife und mehr in sich rein spüren.

Deshalb schreibe ich Kochbücher, Spieleratgeber, schreibe über den Thermomix, über Bastelideen, übers Bloggen und über den Einfluss von Social Media auf unser Wohlbefinden. Deshalb mache ich vegane Challenges und Sportchallenges. Deshalb gebe ich Workshops und schreibe persönliche Gedanken auf und erzähle, was ich fühle. Und könnte schreien wie wenig Frauenzeitschriften bzw. Zeitschriften, Zeitungen und das Fernsehen, ach, eigentlich Medien allgemein, all das wahrnehmen und aufnehmen, was für uns Menschen und menschlich wichtig wäre.

Diese eine Svenja bin ich. Ich, die auch mit 46 Jahren jeden Tag daran arbeitet, diese oft schmerzliche Gabe in etwas Positives zu verwandeln.  Die versucht, zu verstehen, wie sie das, was sie bei anderen sieht – den Need, den Schmerz, das Bedürfnis, die Angst, die Sperre – in etwas Positives verwandeln kann. Etwas, das den Menschen Kraft gibt und ihr selbst nicht die ganze Energie rauszieht.

Ich wackle, weil ich das noch nicht gefunden habe. Nach Workshops fühle ich mich manchmal – und wer mich in letzter Zeit getroffen hat, weiß das, denn ich sage das immer wieder – als hätte ich nur noch die Hälfte meines Blutes im Körper. Ich brauche manchmal ein oder zwei Tage, um mich zu erholen. Nicht weil die Menschen nicht toll waren. Nicht weil das Thema mich nicht interessiert. Nicht weil ich nicht für die Unternehmen oder ihre Sache brenne. Sondern weil ich für das, was ich kann, für die meinesvenja secret sauce ein neues Outlet brauche. Ein anderes Ventil.

Ich  kann noch tausend Videos drehen, Projekte starten, Facebookgruppen ins Leben rufen, Blogposts schreiben und fachliche Workshops geben.

Aber NICHTS davon wird das, was ich kann, in den größten Nutzen verwandeln. Und mir das Gefühl geben, angekommen zu sein.

Näher kann ich das noch nicht fassen, aber ich muss euch das trotzdem jetzt schon sagen. Ich habe wirklich mit mir gerungen und bei allem was ich je geschrieben habe, ist das wahrscheinlich der Post, in dem ich euch am meisten von meinem Inneren zeige.

So wunderschön es ist, all das zu spüren, so sehr fühle ich nämlich auch eine Riesenverantwortung. Denn ich spüre das alles ja nicht nur, ich habe das Talent, es in Worte zu fassen. Ich habe eine große Plattform, auf der ich es teilen kann. Und ich weiß genau, wer das alles brauchen würde, weil ich genau das ja sehen kann.

Ich wackle, weil ich davor stehe, zu tun, wozu ich auf dieser Welt bin, ohne genau zu wissen, wie. Ich wackle, weil das heißen wird, mein Innerstes nach Außen zu kehren. Ich wackle, weil ich weiß, dass das mich, mein Leben und einfach alles verändern wird.

Eure Svenja

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

93 Kommentare

  1. Liebe Svenja,
    Nach deinem Workshop in Zürich Ende letzten Jahres bin ich nach Hause gefahren, und es gab diese eine Frage, die mich umtrieb: wie macht sie das nur? Wie kann sie so tief und ehrlich und authentisch an allen Menschen interessiert sein, ohne sich selbst zu verlieren, ohne “auszubluten”? Wie hält sie all die Fenster und Türen in ihrer Seele offen, ohne dass die Wärme daraus entweicht? Was du geben kannst, gibst, einfach so, ist überwältigend. Ja, eine Gabe. Aber eben auch die Aufgabe dein “Haus” warm zu halten, für dich und deine Lieben, weil wenn das nicht ist, ist auch die Gabe verloren. Ich freue mich auf das, was da, egal wann, kommen wird. Möge es dich strahlen lassen, dich glücklich machen und dich erfüllen.
    Vera

  2. Liebe Svenja,
    deine Worte sprechen mir wie immer aus meinem Herzen. Vor über einem Jahr habe ich angefangen bewußt auf meinBauchgefühl zu hören. Habe viele Entscheidungen getroffen die ich nicht erklären konnte. Ende des Jahres habe ich dann meinen alten Beruf gekündigt. Ursprünglich dachte ich an eine Pause. Aber wie es oft ist im Leben, kommt alles ganz anders. Ich wollte mit meinen Kochkursen gleich weiter machen, aber irgenwas hat mich aufgehalten. Dann bin ich auf Öle gestoßen die mich aus den Latschen gehoben haben. Eigentlich wollte ich nix mehr mit dem Direktvertrieb zu tun haben. Jetzt habe ich mich entschloßen mit dieser firma zu beginnen. Diese Öle haben mich magisch angezogen, es war schon wie ein rufen. Je mehr ich mich damit beschäftige mußte ich feststellen, das sie mich beeinflussen. Durch sie konnte ich vieles Loslassen und auch einiges neu Starten. Ich wünsche Dir von ganzen Herzen das du auch deine “ÖLE” findest und dieses tiefe Gefühl des angekommen seins bekommst. LG Marina

  3. Liebe Svenja, ich habe seit Monaten nichts mehr von dir gelesen und ausgerechnet dieser Beitrag wird mir nun im fb angezeigt. Was für ein seltsamer Zu-Fall! ;-) Ich weiß leider auch genau, von welcher Gabe du sprichst. Diese seltsamen ‘Vorahnungen’ deren Auftauchen und Wahrwerden unerklärlich sind. Ich habe als kleines Mädchen einmal meine ganze Familie verblüfft und verängstigt mit dieser Art von “Wissen” und seit dem habe ich versucht diese Gabe zu unterdrücken. Funktioniert nicht, wie du sicher weißt. Seit einigen Jahren praktiziere ich The Work (nach Byron Katie), seit dem geht es mir wesentlich besser damit. Ich habe u.a. gelernt, Fremdgefühle/Fremdwissen besser von meinen eigenen Gefühlen und Angelegenheiten zu unterscheiden und mich besser abzugrenzen. Auch mit der von dir beschriebenen Abwehr der Menschen umzugehen, die noch nicht bereit sind für dieses Wissen, konnte ich durch The Work lernen. Beides sehr wichtig, wenn man soviel “weiß”! Und auch ich wackle (immer) noch, und weiß noch nicht recht, wie ich mit dieser Gabe für andere Menschen wirklich von Nutzen sein kann. Aber ich bin zuversichtlich, dass mir zu gegebener Zeit die passende Idee zu-fällt! Ich drücke dich ganz fest, ‘Schwester im Geiste’! Herzliche Grüße, Diana

    1. Ich weiß GENAU, was Du meinst. Auch ich habe da eine zeitlang nicht dran gerüttelt, weil ich verstanden habe, dass das in der Familie liegt und dass das bei manchen Menschen, die sich damit mehr beschäftigen, nach hinten losgeht. The work kenne ich natürlich. Ich glaube fast, wackeln gehört zum Handwerk.

  4. Liebe Svenja,
    Danke für deine Worte. Die mich zum Nachdenken anregen. Und zur Selbstreflexion. Diese Gabe, die Du beschreibst, habe ich nämlich auch. Auch wenn nicht ganz so ausgeprägt wie Du. Aber das weißt du vielleicht sogar schon ;-) Ich bin sehr sehr gespannt, wo Deine Reise hingehen wird!
    Lieben Gruß,
    Tina

  5. Liebe Svenja,

    Ich kann leider nur die Hälfte von dem, was Du schreibst, verstehen, weil wir talentmäßig in zwei ganz unterschiedlichen Ecken angesiedelt sind (und ich deshalb nicht mal aus einem ganzen Blogpost so genau lesen kann, wie es Dir geht, geschweige denn aus einem Satz).

    Aber bist Du nicht immer diejenige gewesen, die die Leute ermutigt hat, das zu machen, was sie am besten können, weil sich dann alles andere fügen wird? Ich hoffe, dass Du Dich da auch selbst dran hältst. Alles Gute auf Deinem Weg!

  6. Liebe Svenja,
    ich bin etwas irritiert über das “wackeln”. Ich bin ja überzeugt davon das jeder seine ganz persönlichen Päckchen unterm Arm hat. Manchmal gehen die Blicke neidisch zum Nachbarn und auch denjenigen, denen es gelingt weitestgehend bei sich zu bleiben öffnen Schicht für Schicht. Der eine mehr, der andere weniger.
    Die unterschiedlichen Muster der Papiere (stelle ich mir ähnlich vor wie die verschiedenen Tapetenschichten in einem alten Haus) erzählen ihre ganz eigenen Geschichten. Und immer wieder haben wir Menschlein das Gefühl den Stein des Weisen oder auch mal die Verzweiflung gefunden zu haben.
    Ich glaube du packst einfach eine neue Schicht eines Päckchens aus und das “wackeln” ist eine optische Täuschung ;-) . Alle Schichten die du abgetragen hast, die du in dein Leben einbezogen hast- all das bist du. Neugierig und vor allem OFFEN. Offene Türen kann man einrennen ;-)
    Du bist mit vielen Talenten gesegnet, mit viel Emotion und Empathie.Danke für deine Offenheit!

    1. Liebe Tina, ich wackle weil Transformationen eben nicht immer smooth sind. Weil Dinge zulassen heißt, Dinge sein zu lassen und gleichzeitig Dinge das erste Mal zu tun. Und das alles, ohne dass Dir jemand Vorbild sein kann oder dass Dich jemand an der Hand nimmt. Klar, von außen sieht das aus “wie eine neue Erfahrung”. Sie zu machen und im Hintergrund zu diesem Post in anderthalb Tagen über 100 persönliche Mails zu beantworten ist aber eine ganz andere Erfahrung ;-)

  7. Liebe Svenja, zunächst ein großes Dankeschön an Julia, dass Sie Dir das geschrieben hat. Sie spricht mir aus der Seele. Und danke Dir liebe Svenja, dass Du ihre Mail so wunderbar aufgegriffen hast. Ja auch ich spürte Dich eine ganze Zeit lang nicht mehr. Dein Erfolg ist großartig und wie Du das alle schaffst, ist mir unbegreiflich. Aber da war noch etwas anderes, dass ich erst jetzt verstehe. Es war eben nicht nur, dass mein Leben anders ist (kleinere Kinder, andere Jobsituation). Sondern Deine Beiträge waren für mich nicht mehr stimmig, da fehlte immer was. Nun erahne ich, was dahinter steckt und es freut mich besser verstehen zu können, was Du mit dem “Flow” meinst, von dem Du bereits eine Zeit lang sprichst.
    Meine Tochter ist hochempathisch. Sie hat große Probleme in der Schule, weil die Wettbewerbe, Challenges, Proben – das ganze Messen und An-etwas-Gemessen-Werden – ihr sehr schlecht tun. Und über mein wunderbares Kind habe ich erfahren, dass auch ICH hochempathisch bin. Ich bin eben nicht überempfindlich, auch stelle ich mich nicht “künstlich” an oder mach “ein Theater”. So sehr mir der (Konsum-)Hype um das Thema Hochsensibilität auf die Nerven geht, es beschreibt doch ganz gut, was ich seit Geburt fühle. Auch mir hilft nur Ruhe, Joggen und Gespräche mit den richtigen Menschen. Ich habe es aufgegeben, mit Erziehern, Lehrern und Schulpsychologen zu sprechen. Ich supervisioniere in bestimmten Abschnitten bei einem privaten Coach im Münchner Outback. Das hilft. Mir, meiner Tochter, meiner Familie. Und gibt mir für andere Bereiche momentan ein gutes Handwerkszeug.

    Erlaube mir noch einen Impuls aus der Ferne: ICH sehe Dich als ganzheitlichen Coach (scheiß Berufsbezeichnung. Besser: Impulsgeber) und ich spüre, da wartet noch Großes auf Dich.
    Großartig, dass Du ENDLICH am Wackeln bist. Und so schön, dass ich Dich damals mit “Klopapierrollen basteln” gefunden habe (hihi). Deine Sonja.

    1. Mit Klopapierrollen basteln habe ich genauso coole Leute kennengelernt wie mit Erdbeermarmelade einkochen. HAHAHAHA. Danke für Deine Worte. Ich weiß noch nicht, wie ich das alles umsetzen werde aber ich merke: Da geht noch was. Manchmal ist es schwer, einen Blog zu haben und sich gleichzeitig emotional “ungestört” zu entwickeln. Aber auch das ist Teil des Bloggens. Man wird eben teilweise öffentlich erwachsener und wächst – mit allen Ecken und Kanten. Ich steh dazu. Das bin ich. Wie wundervoll, dass Dein Kind und Du das zusammen angehen und umeinander wissen. Wir haben das hier auch in der Familie und sind eng beieinander. Drück Dich, Svenja

      1. Ich finde es gerade in einer Zeit der alternativen Fakten wundervoll und unglaublich mutig, dass Du Deinen Blog in voller Länge und unverändert im Netz lässt. Da gibt es viele, viele Gegenbeispiele, die aufgrund von persönlichen Veränderungen ältere Meinungen nicht mehr verfügbar machen, weil sie scheinbar nicht mehr zu einem gehören. Ich weiß nicht, ob ich das könnte.
        Und das man nicht mit allem einverstanden sein kann, was jemand schreibt, ist doch auch klar. Eine schöne Woche noch, liebe Grüße Sonja.

      2. Danke Sonja. Es ist wie es ist – und natürlich hat sich viel verändert in meinem Leben und meinen Ansichten seit ich 2008 angefangen habe zu bloggen. Aber darauf bin ich auch stolz. Jeder Post war ein Puzzlestück. Mit und für euch habe ich gelernt zu schreiben. Und das was ich heute kann und mache, kann ich nur deshalb. Das zu löschen wäre, wie mir den Arm abhacken. Alles Liebe, Svenja

  8. Huch!

    Ich kam über die Suche nach einem Waffelrezept hierher und hab quer gelesen.

    Ich bin………….erstaunt, dass es sowas im 21. Jahrhundert immer noch gibt. Vor allem die früheren Berichte schockieren mich irgendwie.

    Dass es im 21. Jahrhundert noch Frauen gibt, die sich auf der einen Seite “Politik von ihrem Mann erklären lassen”, die auf der anderen Seite aber ganz genau wissen, dass Kitas schädlich sind und Mütter an den Herd und auf den Spielplatz (aber Bitteschön NICHTmit Stilettos) gehören – mich bringt das um den Vestand, Deine Weltsicht, ehrlich wahr!

    Das Ergebnis sind:

    1. Ungute Abhängigkeiten, auf beiden Seiten, die in funktionierender Partnerschaft schlimmstenfalls zu enormer Unselbständigkeit führen (wie findet Dein Mann seine Socken ohne Dich?)), in einer nicht mehr funktionierenden Partnerschaft indes unwillkürlich zum Bezug von Sozialleistungen.

    2. Frauen, die keine Kinder mehr kriegen, weil sie sich eben doch noch nach ihrem Studium zu einem erfüllenden Berufsleben hingezogen fühlen.

    3. Männer, die keine Pausenbrote schmieren können.

    4. (Und das wiegt am schwersten): Frustrierte Hausfrauen, die sich auf einmal dann, wenn die Kinder größer sind, verzweifelt auf Sinnsuche begeben und feststellen müssen: die Berufswelt wartet leider nicht auf Mütter, die 5 Jahre oder mehr im Sandkasten saßen.

    Ich bin entsetzt, wie unkritisch das hier alles stehen bleibt. Und halte im Übrigen auch die zwischendrin immer mal wieder mehr oder weniger versteckt platzierte Werbung rechtlich für sehr problematisch, weil eben nicht deutlich abgegrenzt wird, was jetzt Werbung und was noch ein rein redaktioneller Beitrag ist.

    So ein bisschen erinnert mich das an die Pucki-Romane, die mir als kleines Mädchen von meiner Uroma immer wärmstens ans Herz gelegt wurden. Ich fand die damals schon nicht gut.

    Schöne Grüße ,

    Julia

    P.S. Die Waffeln waren aber wirklich gut!

    1. Liebe Julia, Deine persönliche Meinung zu meiner persönlichen Meinung lasse ich gerne stehen, denn jeder darf hier seine Meinung frei äußern. Ungekennzeichnete Werbung gibt es auf meinem Blog nicht. Wenn Du das behauptest, musst Du das belegen. Welche Artikel siehst Du als Werbung? Solch eine Anschuldigung geht für mich gar nicht. Ich verdiene mein Geld, indem ich Bücher und Kolumnen schreibe, Firmen berate, Blogger berate, Workshops gebe.

  9. Oha! Na wenigstens wundert mich jetzt nicht mehr, dass das hier alles kritiklos stehenbleibt, wenn die Kritik einfach irgendwann weggebeamt wird.

  10. Ah, also doch wieder da. Falls es nur an der Technik lag, will ich mich für meinen voreilig geäußerten Unmut im zweitenPost entschuldigen.

    1. Hier liegt nichts an der Technik. Ich hatte heute morgen ein 4 stündiges Einzelcoaching mit einer Bloggerin und habe einfach mal ein paar Stunden keine Kommentare freischalten können. DAMIT verdiene ich mein Geld. Und in der Zeit hast Du hier unzählige Kommentare hinterlassen und behauptest Dinge, die nicht stimmen. Ich schalte jeden Kommentar frei, weil ich für Transparenz stehe.

    2. Hallo Julia, wenn Du den Blog von Svenja furchtbar findest, dann lies doch einfach nicht mehr mit. Allerdings scheinen Dich manche Dinge anzutriggern. Und wirklich bereichernd für Dein Leben wäre, wenn Du Dich vourteilsfrei damit auseinandersetzen würdest, warum das so ist. DAS ist das 21. Jahrhundert. Viele Grüße Sonja.

  11. Liebe Svenja,

    du kannst eh nicht anders. Du musst und wirst ihn tun, den nächsten Schritt. Dein Herz wird stehenbleiben und danach wieder anfangen zu schlagen. Alles wird neu sein und alles wir großartig sein. Es ist so in dir. Und das weißt du auch!
    Nur zu!
    Das wird.
    LG Susanne

  12. Liebe Svenja,
    gerade hat sich durch Deinen Text bei mir was in Bewegung gesetzt.
    Ich habe wohl auch die Gabe, Menschen zu “erkennen”. Es ist anders und mehr als Hochsensibilität, aber ein passender Begriff fehlt mir.
    Manchmal ist es unterhaltsam (In Barcelona in einem kleinen Bistro gegessen; den aggresiven Umgang vom Koch mit der Bedienung aus dem Augenwinkel verfolgt; nach Bezahlung der Bedienung ein Trinkgeld in die Hand gedrückt; ohne Worte gezeigt, daß es für sie ist, nicht für die Küche. Ein strahlendes Lächeln geerntet und gewußt: Alles richtig gemacht. Mein Mann glaubt mir seitdem, daß ich Dinge sehe, die anderen verborgen bleiben.) Oft ist es anstrengend (weil man es nicht abschalten kann) und gelegentlich kaum auszuhalten (Die Nachbarin mit dem dominanten Ehemann, flehende Augen und abweisende Worte. Wie kann ich helfen?).
    In meinem Job (inhouse-sales) ist es natürlich von Vorteil, solche “Schwingungen” auch telefonisch wahrnehmen zu können. Aber es zieht viel Energie, die ich eigentlich für mich und meine anspruchsvollen (vielleicht ähnlich begabten?) Kinder bräuchte.
    Zum Jahreswechsel habe ich ein attraktives Job-Upgrade schweren Herzens ausgeschlagen, weil ich einfach nicht genug Kraft hatte. Habe mich auch in Schule/KiTa etwas zurückgezogen und stelle nun fest, daß es mir guttut.
    Dein Text hat mir gezeigt, daß ich mir das nicht einbilde, und erklärt wohin meine Energie verschwunden ist. Danke dafür!
    Ich hoffe einen Weg zu finden, mit dieser Gabe und meinen Resourcen verantwortungsvoll umzugehen.
    Ich bin gespannt, wohin Dein Weg Dich führt und wünsche Dir alles Gute und viel Kraft dafür!
    Liebe Grüße aus Mainz,
    ohmskine

    1. Kenne ich alles. Ich erkenne sexuelle Ausrichtung, das Geschlecht ungeborener Kinder, Gewaltpotenzial, seelischen Zustand – und da hört das Ganze noch lange nicht auf. Kann man jetzt völlig eso finden, aber es ist halt so. Dafür sehe ich auch viele schöne kleine Dinge und Gesten, die kein anderer sieht. Und das mit den Kindern kenne ich auch, also mit den eigenen. Irgendwie gewöhnt man sich ja auch an all das Besondere, das man wahrnimmt. Aufpassen muss man aber IMMER auf sich.

  13. Was das Rechtliche angeht, verweise ich gern auch hier noch einmal auf § 3 Abs. 3 UWG i.V.m. Nr. 11 des Anhangs. Lies Dir das mal durch. Und noch eine Entscheidung zum weiteren Verständnis: LG München, Urteil vom 07.08.2012 (Az. 23 O 3404/12).

    Wenn hier auf Deiner Seite teure Hotels angepriesen werden und erst auf NAchfrage klargestellt wird, dass Dein Aufenthalt dort “geschenkt” war, ist für den Verbraucher nicht ersichtlich, dass es sich hier schlicht um Werbung handelt. Ob Du die gleichen Aussagen auch dann in Deinem Bericht getroffen hättest, wenn Du keine Gegenleistung dafür erhalten hättest, spielt keine Rolle. Es ist Werbung. Nichts anderes. Punkt. Der Begriff “Kooperation”, den Du ganz klein am Ende irgendwo stehen hast, ist auch wenig hilfreich und transparent. Kooperationen können auch rein privat sein. Ist es in Deinem Fall ja aber offensichtlich nicht gewesen.

    Du “moderierst” ein Kochbuch für Vorwerk und stellst im November letzten Jahres einen Gastbeitrag auf die Seite von Vorwerk. Zugleich wird – was für ein Zufall – der Thermomix hier in höchsten Tönen angepriesen. Ich meine: Ja, man darf das machen, ein Gerät positiv bewerten. Wenn man aber noch auf anderer Ebene mit dieser Firma kooperiert, dann liegt der Verdacht auch hier nahe, dass es sich um nichts anderes als Verkaufsförderung i.S.d. UWG handelt. Und die musst Du kennzeichnen. Punkt.

    Man muss übrigens auch nicht direkt für einen Beitrag bezahlt werden, um sich wettbewerbswidrig zu verhalten.

    B.t.w.: Ostmann ist mir zweimal aufgefallen hier. Wieso muss man bei Gewürzen eine Firma dazu schreiben?

    Weißt Du, ich bin nicht der Meinung, dass man alles (z.B. ein Waffelrezept) immer und überall ohne eigenen Nutzen zur Verfügung stellen muss. Muss man nicht. Aber wenn man einen eigenen Nutzen daraus zieht, dass man über Bastelideen und Kochrezepte Geld verdient, dann muss man seine Nutzer jeweils im einzelnen und konkret aufklären, wo hier der Verkauf eines Produkts gefördert wird und wo es sich um Ostergebastel handelt. Das ist nämlich ein himmelweiter Unterschied.

    Es gibt ja mittlerweile Mami-Blogs wie Sand am Strand (und nein, ich selbst betreibe keinen, falls Du das jetzt vermutet haben solltest). Die sollen auch grundsätzlich Geld damit verdienen dürfen, mir ist das so lang wie breit. Aber sie müssen darüber aufklären.

    Die Bloggerinnen und Blogger, die das jeweils kennzeichnen und sich damit an die Regeln halten, laufen natürlich immer Gefahr, dass den Nutzern das nicht gefällt, wenn sie mit Werbung zugemüllt werden. Ein Privatblog ist ja doch gemütlicher. Aber es ist schlicht nicht zulässig, “Geborgenheit” und Verkaufsförderung so zu vermischen, dass für den Leser nicht erkenntlich ist, wo nun tatsächlich der Verkauf gefördert wird und wo nicht.

    Achso, ja, wo wir schon beim Rechtlichen sind: Bei Waltermedia fehlt irgendwie das Impressum, was ich seltsam finde. Die Firma suggeriert ja doch eine gewisse Größe, und dann wird nicht einmal die Rechtsform angegeben, wenn ich das richtig sehe? Oder irre ich mich da?

    Also für Abmahnanwälte (die gibt´s auch wie Sand am Strand) wäre das ein gefundenes Fressen.

    Julia

    1. Liebe Julia, sorry, aber das ist mir alles zu unsachlich – und entspricht auch einfach nicht der Wahrheit – als dass ich darauf öffentlich eingehen möchte. Abgesehen davon habe ich eins im Leben gelernt: Menschen, die lügen und drohen, haben weder meine Lebenszeit, noch eine Antowrt verdient. Denk was Du willst, ich bin fein damit. ICH weiß ja, wie es wirklich ist. Alles Liebe, Svenja

  14. HA! Ich hab das Impressum gefunden. Ganz oben. Die Rechtsform ist wohl nur deshalb seltsam für mich, weil ich auf der Seite “Wer wir sind” irgendwas von Uwe und Svenja gelesen habe. Hat mich verwirrt, ich hatte das anders erwartet.

  15. Was ist unsachlich an meiner Antwort? Du hast gefragt, wo ich in Deinem Blog versteckte Werbung sehe, und ich habe Dir konkrete Stellen dazu benannt. Wieso gehst Du bspw. nicht näher auf das Thema Vorwerk ein, das ich genannt habe? Wenn das hier echt keine Werbung für den Thermomix ist, dann ist es ja auch kein Problem, darüber öffentlich zu sprechen, oder? Du sagst doch an vielen Stellen, dass Du für Transparenz stehst, oder? Wenn Du aber nun meine Hinweise als “Lüge” (wo soll ich gelogen haben?) und “Drohung” (wo soll ich gedroht haben?) abcancelst, dann ist das in hohem Maße intransparent. Bezieh doch mal Stellung dazu (Thermomix/Vorwerk, Hotels, andere “Kooperationen”), bitte.

  16. Du bewegst Dich im Internet betont öffentlich und transparent. Dann bezieh doch einfach hier Stellung dazu, wie das z.B. mit der Firma Vorwerk aussieht. Das interessiert vielleicht noch viele andere Menschen, dieses Thema.

    Wenn Du nicht öffentlich Stellung beziehen kannst, dann liegt aus meiner Sicht einfach die Vermutung nahe, dass es sehr wohl eine Kooperation gibt und Du am Ende nicht nur Kochrezepte vorstellst, sondern schlicht und ergreifend Verkaufsförderung betreibst.

    Du kannst das doch hier aufklären, wenn tatsächlich überhaupt nichts dran ist an meiner Vermutung. Versteh ich nicht, warum das jetzt plötzlich nicht mehr öffentlich sein soll.

    1. Liebe Julia, das hier ist meine letzte öffentliche Antwort an Dich. Ich habe Dir angeboten, persönlich mit Dir zu sprechen, das möchtest Du nicht. Das akzeptiere ich. Was ich nicht möchte, ist mir von jemandem, dessen Namen ich noch nicht mal kenne, auf meinem eigenen Blog sagen zu lassen, wozu ich hier Stellung zu beziehen habe. Für solche Energien ist in meinem Leben kein Raum. Ich bin SEHR stolz auf meine geschäftliche Beziehung zu der Firma Vorwerk Thermomix. Alle Aufgaben, für die ich einen Gegenwert erhalten habe, haben nicht auf meinem Blog stattgefunden. Denn sonst wären sie ja gekennzeichnet. Wenn ich Rezepte blogge, tue ich das aus Begeisterung (egal welche Rezepte – auch von Verlagen, deren Bücher ich vorstelle, werde ich nicht bezahlt). Ich habe dafür nie Geld bekommen und werde dafür auch weiterhin kein Geld erhalten. Es gibt keine Kooperation für Verkaufsförderung auf meinem Blog – aber eine langjährige Zusammenarbeit abseits des Blogs, die von gegenseitigem Vertrauen und Respekt geprägt ist. Mein Angebot, persönlich mit Dir zu sprechen, steht. Hier ist Dein Vorhang jetzt gefallen.

    2. Liebe Julia,
      warum diese furchtbare negative Energie, die förmlich das Haar in der Suppe sucht, aus der du dich selbst bedienst? Denk doch mal darüber nach, dass du einer Bloggerin, die mit Herzblut bei der Sache ist und UMSONST Content zur Verfügung stellt, von dem du profitierst (Waffelrezept!) mit solchem unverhältnismäßigen Pistole-auf-die-Brust-setzen den Spaß am Bloggen verleidest. Und das wäre nicht nur schade, sondern brächte auch dir kein Rezept mehr, an dem du dich erfreuen kannst.

  17. Liebe Svenja,
    laß Dich nicht ärgern.
    Ich mag Deine klaren öffentlichen Worte und finde es sehr mutig von Dir, alle diese Posts oben stehen zu lassen.
    Übrigens habe ich keinen Thermomix und werde auch keinen kaufen, trotzdem koche ich einige Deiner Rezepte gerne nach und freue mich immer über Deine Texte und Empfehlungen.
    Ich hatte bisher nicht den Eindruck, daß Sie versteckte Werbung enthalten.
    Herzliche Grüße,
    ohmskine

    1. Danke Regina. Genau deshalb poste ich auch immer wieder Rezepte ganz ohne Thermomix – ich hatte ja 42 Jahre auch keinen und kann sehr wohl ohne kochen und backen. Und ja: Meine Texte und Empfehlungen enthalten keine versteckte Werbung. Mit Deinem Gefühl liegst Du da völlig richtig. Danke für Deine liebevollen Worte zu dieser seltsamen Kommentarsituation unter diesem Post ;-)

  18. Liebe Svenja,
    dein Post hat mich sehr berührt – schön, die wahre Svenja hinter allem zu sehen. Ich wünsche dir von ganzem Herzen einen stabilen, abe weichen Boden unter den Füßen, der es zulässt, dass du die richtige Richtung zum Fallenlassen findest!
    Übrigens: dir (ausgerechnet nach so einem offenen Post!) mangelnde Kritikfähigkeit vorzuwerfen, ist schon ein starkes Stück…
    Herzlichst, Moni

    1. Danke Moni. Diese Kommentare haben mich auch unnötig Kraft gekostet. Auch darüber schreibe ich vielleicht nochmal. Das Bloggen hat sich sehr verändert. Nicht cool, leider. Deshalb freue ich mich besonders über Deine Worte.

  19. Liebe Svenja,
    ich hab Deine Post am Montag gelesen und mir nun ein paar Tage Zeit genommen um dazu meine Gedanken zu schreiben. Jeder Mensch hat eine Aufgabe und wenn er die erkennt, dann ist es das Größte und Schwierigste oder aber auch das Einfachste was passieren kann. Was ist schlimm daran, wenn man die Aufgabe hat, das Zwischenmenschliche, egal ob bei einem kleinen Kind oder in einem Firmenmeeting zu erkennen und weiß was zu tun, zu sagen ist. Dann ist es ganz einfach die Aufgabe – zu machen! Es gibt Menschen, deren Aufgabe es ist einen grünen Daumen zu haben, da können wir uns die Umsetzung leicht vorstellen. Doch wenn diese Menschen sich nicht um die Pflanzen kümmern, wird dann aus einem verkümmerten Pflänzchen ein großer standfester Baum!? Es gibt Menschen, die können gut mit Materialien umgehen und daraus Dinge formen die wir uns nicht mal vorstellen können. Es beginnt aber bei allen damit die eigene AufGABE zu erkennen und auch zu leben. Und was oft noch viel wichtiger ist, es muß nichts Großes sein. Es reicht wenn das kleine Umfeld von der eigenen Aufgabe erfüllt ist, denn das zieht ganz selbständig seine weiten Kreise.
    LG Astrid

  20. ???? ein Anruf bei der IT-Zentrale meines Arbeitgebers in Nürnberg und schon beglückwünsche ich den bisher unbekannten Kollegen zur anstehenden Hochzeit. In den zwei Wochen danach suche ich ihm einen neuen Job in München raus. Der Paketbote spricht nur englisch. Seit zwei Wochen kommt er täglich um Wohnungsanzeigen mit mir auszuwerten. Meine chaotische Freundin zieht um und ich schlafe nächtelang nicht, weil ich ungewollt automatisch Aufgaben aufteile und organisiere. Bei einer Begegnung am Wochenende spüre ich den unsichtbaren Elefant zwischen mir und eine neue Bekantin. Ich beruhigte sie mit den Worten, dass ich mit ihre Entscheidungen, egal welche, umgehen kann. Ausser mir sah keiner den Elefant. Nur die Bekannte und ich. Der meistgehörte Satz “du bildest dir ständig sachen ein. Warte ab.” Ich muss nicht warten. Ich weiss es (leider) besser.

    Wenn “Hochsensibilität” und Helfersyndrom sich zusammenfinden helfen nur zwei Sachen: verdammt gute Freunde, die Dich und Deine (UN)Arten akzeptieren und dich unterstützen mit denen umzugehen und/oder aber psychologische Hilfe.

    Die Frage ist: will jeder dein Freund sein oder willst du von jedem den Wunsch der Freundschaft hören bzw. fühlen? In meinem Fall kenne ich die Antwort. Die Antwort kennen heisst aber noch nicht wissen wie damit umzugehen. Theorie & Praxis unterscheiden sich eben.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass du stets die Steinchen auf deinem Weg sammen kannst, um Deinen Weg weiter zu gestalten.
    Drücker einer langjährigen aber unregelmässiger Leserin (persönliche Daten per Email falls gewünscht ????).

    1. Das ist sehr spannend. Und ja, Du weißt genau wovon ich spreche. Am besten finde ich Deine Frage. Die trifft den Kern der Sache – auch ich kenne die Antwort und muss immer wieder lernen, damit umzugehen. Wahrscheinlich ein Leben lang. Und SUPERgerne würde ich mit Dir mal darüber mailen – wenn Du Lust hast. Meine Adresse steht im Impressum. WOW. Das hat mich gerade echt geflasht weil noch nie jemand so gut beschrieben hat, wie es sich anfühlt, ich zu sein. Und warum das oft eine Überforderung ist. Danke ??

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Deine Daten in der Kommentarfunktion werden nur für diese verwendet. Weitere Informationen findest du in der .