Ich wackle

Wenn ihr hier schon länger mitlest: Lest bitte ganz zuende. Dieser Post ist anders. Im besten Sinne.

Ihr Lieben,

erst war es nur ein Bauchgefühl. Aber je länger es anhält, desto mehr denke ich: Wann sag ich’s euch? Ich wackle. Und zwar ganz schön heftig.

“Irgendwas passt nicht mehr” wollte ich jetzt eigentlich schreiben. Aber das stimmt so nicht und hört sich auch viel zu negativ an. Es ist eher “So ist das, ich zu sein. Mit allen Verletzungen und daraus entstandenen Talenten.”

Ich denke viel über Menschen nach in letzter Zeit. Über ihre Geschichten. Dinge, die mich interessieren und über die ich gerne schreiben würde. Themen, zu denen es mich geradezu magnetisch zieht. Zuerst war das mehr ein Spazierendenken. Gedanken, denen ich beim Joggen nachhänge. Oder für die ich mir kurz vor dem Einschlafen Zeit nehme. Aber immer mehr spüre ich: Es reicht mir nicht, drauf rumzudenken. Ich möchte das machen. Was gleichbedeutend ist mit “Raum dafür schaffen”.

Nun habe ich in den letzten beiden Wochen so viel im Außen gerödelt, dass ich rund um die Uhr beschäftigt war. Habe mit Lissy ihr neues Zimmer geplant, renoviert, eingerichtet und bezogen (einen Post dazu schreibe ich noch, versprochen).

Hatte jede Menge schöne private Erlebnisse, wie z.B. den Abend im Greenfingers beim Aquarellkurs mit Silvia von Sweetlitttledots.

Oder das Treffen am Flughafen mit Kristin von 4more. Habe Workshops besucht:

Mir ein fabelhaftes Skypecoaching gegönnt und einen herrlichen Tag mit den Damen des Frauen verbinden Netzwerks.

Jedes Erlebnis für sich wäre einen Blogpost wert. Aber ich schreibe keinen. Aus gutem Grund. Und dann schrieb MIR jemand. Nämlich meine wunderbare Leserin Julia:

“Schon oft haben mir Deine Beiträge wichtige Impulse gegeben und bei vielen Themen sprichst Du mir geradezu aus der Seele. Auch die Vegan-Challenge hätte ich ohne Dich und die FB-Gruppe wohl nicht begonnen. Ich finde es sehr spannend zu verfolgen, wie Du Dich weiterentwickelst und uns Leser/innen daran teilhaben lässt. Momentan habe ich aber fast das Gefühl, Du “eilst mir manchmal etwas davon”. Ich habe mich früher noch stärker mit Deinen Beiträgen identifizieren können, war noch näher dran – und bei Deiner längeren Blogpause sogar ein kleines bisschen traurig.

Ich kann nicht genau sagen, woran sich dieser Eindruck festmachen lässt. Vielleicht weil (zumindest gefühlt) immer öfter die Business-Svenja zu Wort kommt und weniger die private…?! Oder weil Du mittlerweile so megaerfolgreich bist, dass die Messlatte “Wenn ich das kann,…” immer höher liegt?! Nicht falsch verstehen: Ich gönne Dir Deinen Erfolg von Herzen und Du hast ihn Dir wirklich verdient. Es macht nur einen Unterschied für den Leser, denn – mal ganz plakativ gesagt: Eine tolle Dekoidee nachzubasteln bekommt fast jeder hin, sich jobmäßig so professionell aufzustellen und so durchzustarten wie Du – dafür braucht es schon etwas mehr…:-) “

Ach. Julia. Danke. Großartig, dass Du mir das schreibst, denn jetzt habe ich einen Ansatzpunkt, um meine Gedanken zu sortieren. Deine Mail ist ein Geschenk. Ich habe es ja neulich schon einmal gesagt. Näher ran als das geht im Moment nicht. Und jetzt hat mein “Ich wackle” Gefühl seinen großen Auftritt.

Egal wie gerne ich unterrichte, was ich unterrichte. Egal wie nerdy ich bin und mich in Themen reinfuchse. Egal wie super ich Pinterest hoch und runterbuchstabieren kann. Wie ich Reichweite aufbauen kann und verstanden habe, wie ich das Internet für meine Zwecke nutzen kann.

Egal wie ich das alles LIEBE – etwas in mir wird dadurch nicht genährt.

Seit dem Tag, als ich wusste, dass meine Eltern sich trennen, bin ich extrem sensibel, was die Schwingungen anderer Menschen angeht. Ich nehme sehr sehr viel wahr, was andere nicht sehen. Manchmal kann ich aus einem Satz, den ihr bei Facebook postet – und der für andere nur ein Satz ist – genau herauslesen, wie es euch geht und was ihr gerade erlebt und durchmacht. Der ein oder andere von euch weiß das, weil ich euch dann manchmal schreibe und ermutige und ihr völlig überrascht seid, woher ich das jetzt weiß.

Manchmal sehe ich aber auch, dass ihr dafür nicht offen wäret. Dann kann es schon vorkommen, dass ich einen Post für EINE EINZIGE Leserin schreibe. Und ich weiß, dass sie nicht nur kommentieren wird, sondern mir eine Mail schreiben wird. Sie wird sagen, dass sie sich so angesprochen gefühlt hat von dem Post und dass ihr meine Gedanken sehr geholfen haben. Der am häufigsten fallende Satz “Du hast mir aus der Seele gesprochen.” Ähm. Ja. Weil ich Dir aus der Seele gesprochen habe.

Ein bisschen hört sich das vielleicht an wie Zauberei. Ein bisschen fühlt es sich für mich manchmal auch so an. Aber ich weiß: Manche denken jetzt, ich sollte mich mal untersuchen lassen.

Deshalb rede ich da ganz selten drüber und geschrieben habe ich es euch noch nie. Manchmal verfolgt mich diese Gabe auch. Zum Beispiel wenn mir ein Kleinkind im Supermarkt entgegen kommt und ich spüre, dass es todtraurig ist und sich vernachlässigt fühlt. Jetzt könnt ihr denken “Die spinnt ja.” Tue ich nicht. Ich sehe das so deutlich wie andere sehen, dass das Kind eine rote Jacke trägt. Und es ist auch genau so real und echt und wahr.

Manchmal sitze ich in meinen Business Workshops und möchte schreien und alle schütteln. Weil doch jeder spüren können muss, dass das Fachliche, über das wir sprechen, nicht das Hauptproblem ist. Sondern dass es einen elephant in the room gibt, über den wir sprechen müssen. Einen fetten Elefanten, der sich im Team, in der Firma, im Projekt mit seinem dicken Popo in die Mitte gesetzt hat und jetzt geht nichts mehr.

Ich muss Menschen auf Instagram entliken, weil ich spüren kann, dass sie sich selbst was vormachen. Das tut mir fast körperlich weh.

Und dann gibt es viele Momente – meine Kinder können ein Lied davon singen – in denen wildfremde Menschen sich mir emotional innerhalb eines ganz kurzen Gesprächs total öffnen. Das passiert an der Supermarktskasse, in der Schlange beim Metzger oder wenn mich jemand nach dem Weg fragt. Auf der offenen Straße geht plötzlich jemand neben mir und spricht mit mir. Innerhalb dieser wenigen Minuten laden mich diese Menschen in ihre Häuser ein, zu ihren Ausstellungen, in ihr Leben und ihre Gedanken. Als würden sie spüren, dass ich was sehe, was sonst keiner sieht. Dass ich ihren Need erfüllen kann.

Früher haben meine Kinder dann immer gelacht und gesagt: “Mama, wollte die wieder mit Dir befreundet sein?”. Heute ist mir klar – das hängt alles ganz anders zusammen.

SO ist das, wenn man Ich ist, liebe Julia. Für mich gibt es keine nahbare Svenja, deren einfache Bastelideen man toll nachmachen kann. Und eine die megaerfolgreich ist, der man kaum noch folgen kann, weil das eigene Leben nicht im gleichen Tempo voranschreitet.

Es gibt EINE EINZIGE Svenja. Die seit ihrem bodenlosen emotionalen Fall mit acht Jahren diese Antennen hat. Oder sie vielleicht schon immer hatte, aber das Trauma hat dazu geführt, dass eine Tür aufgesprungen ist.

Diese Svenja möchte nur, dass es Menschen gut geht. Dass Familien sich lieben und miteinander reden und zusammenhalten. Dass Firmen miteinander einen Schritt vor den anderen setzen und dass Kollegen sich unterstützen. Dass Frauen die Möglichkeit haben, von zuhause aus Geld zu verdienen und die Chancen des Internets nutzen, um gleichzeitig bei ihren Kindern sein zu können. Dass Mütter rauskommen aus der Überforderungsschleife und mehr in sich rein spüren.

Deshalb schreibe ich Kochbücher, Spieleratgeber, schreibe über den Thermomix, über Bastelideen, übers Bloggen und über den Einfluss von Social Media auf unser Wohlbefinden. Deshalb mache ich vegane Challenges und Sportchallenges. Deshalb gebe ich Workshops und schreibe persönliche Gedanken auf und erzähle, was ich fühle. Und könnte schreien wie wenig Frauenzeitschriften bzw. Zeitschriften, Zeitungen und das Fernsehen, ach, eigentlich Medien allgemein, all das wahrnehmen und aufnehmen, was für uns Menschen und menschlich wichtig wäre.

Diese eine Svenja bin ich. Ich, die auch mit 46 Jahren jeden Tag daran arbeitet, diese oft schmerzliche Gabe in etwas Positives zu verwandeln.  Die versucht, zu verstehen, wie sie das, was sie bei anderen sieht – den Need, den Schmerz, das Bedürfnis, die Angst, die Sperre – in etwas Positives verwandeln kann. Etwas, das den Menschen Kraft gibt und ihr selbst nicht die ganze Energie rauszieht.

Ich wackle, weil ich das noch nicht gefunden habe. Nach Workshops fühle ich mich manchmal – und wer mich in letzter Zeit getroffen hat, weiß das, denn ich sage das immer wieder – als hätte ich nur noch die Hälfte meines Blutes im Körper. Ich brauche manchmal ein oder zwei Tage, um mich zu erholen. Nicht weil die Menschen nicht toll waren. Nicht weil das Thema mich nicht interessiert. Nicht weil ich nicht für die Unternehmen oder ihre Sache brenne. Sondern weil ich für das, was ich kann, für die meinesvenja secret sauce ein neues Outlet brauche. Ein anderes Ventil.

Ich  kann noch tausend Videos drehen, Projekte starten, Facebookgruppen ins Leben rufen, Blogposts schreiben und fachliche Workshops geben.

Aber NICHTS davon wird das, was ich kann, in den größten Nutzen verwandeln. Und mir das Gefühl geben, angekommen zu sein.

Näher kann ich das noch nicht fassen, aber ich muss euch das trotzdem jetzt schon sagen. Ich habe wirklich mit mir gerungen und bei allem was ich je geschrieben habe, ist das wahrscheinlich der Post, in dem ich euch am meisten von meinem Inneren zeige.

So wunderschön es ist, all das zu spüren, so sehr fühle ich nämlich auch eine Riesenverantwortung. Denn ich spüre das alles ja nicht nur, ich habe das Talent, es in Worte zu fassen. Ich habe eine große Plattform, auf der ich es teilen kann. Und ich weiß genau, wer das alles brauchen würde, weil ich genau das ja sehen kann.

Ich wackle, weil ich davor stehe, zu tun, wozu ich auf dieser Welt bin, ohne genau zu wissen, wie. Ich wackle, weil das heißen wird, mein Innerstes nach Außen zu kehren. Ich wackle, weil ich weiß, dass das mich, mein Leben und einfach alles verändern wird.

Eure Svenja

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93 Kommentare

  1. Liebe Svenja,
    du sprichst von deiner Hochsensibiltät richtig?
    Ich hab erst vor ein paar Tagen wieder darüber geschrieben, das ich die Gefühle anderer aufsauge und nervt damit zu kämpfen habe, als die betroffenen Personen selbst.
    Ich kann dir nix sagen, was Du nicht schon weißt. Du bist eine gestandene Frau/Persönlichkeit und hast natürlich mit diesem Fluch/dieser Gabe noch mehr zu tun als ich, da du in der Öffentlichkeit stehst.
    Ich bin gespannt, was das Wackeln am Ende bewirkt oder verändert.
    Du kannst sehr sehr stolz auf all das sein, was du geschaffen hast, wer Du bist und wie gut Su dich reflektieren kannst.
    Viele Grüße
    Dani

  2. Liebe Svenja,mein Gefühl sagt mir,in dem ich gerade deine Zeilen gelesen habe und in dem was ich fühle,geht es mir ähnlich,nur kann ich es nicht so gut transportieren wie du….es wird nicht meht lange wackeln . Dankeschön für deine inspirierenden Zeilen.Grüße Gabriela

  3. Liebe Svenja,
    ich wurde beim Lesen deines Posts immer aufmerksamer…
    Genau so geht es mir. Ich spüre Dinge, die außer mir kein Mensch spürt.
    Dinge, die sich nicht erklären lassen, die mich beunruhigen, mir Sorge machen, die mich oft nicht schlafen lassen. Wie oft schon, habe ich mich mit den Sorgen und Problemen anderer Menschen beschäftigt und merkte, dass ich völlig ausgelaugt war und mein Gefühlseimer übergelaufen ist.
    Um mich um mich selbst zu kümmern hatte ich oft keine Kraft und keine Zeit mehr. Ich war viele Jahre alleinige Schulsekretärin an einem Gymnasium. Wir waren eine große Familie und ich glaube es gibt nichts, was ich von den Kindern nicht wußte. Ich musste Ratschläge geben bei Streit, zwischen Kindern, Eltern, Lehrern vermitteln, Mädchen Termine beim Frauenarzt vereinbaren, wenn sie sich nicht getraut haben mit ihren Mütten zu reden. Dabei wurde mir klar, wie wenig Kommunikation, Miteinanderleben und Verständnis untereinander herrscht. Ich bin nun schon in Pension, habe aber heute noch viele Kontakte zu ehemaligen, mittlerweile erwachsenen Schülern, werde zu Hochzeiten, GEburtstagen, Einweihungsparties und Taufen eingeladen. Kürzlich hatten wir ein Ehemaligentreffen und ich wurde fast erdrückt und erdrosselt vor lauter Liebe. Meine großen Kids haben mir gesagt, dass nie mehr jemand so viel Verständnis und Zeit für sie gehabt hat. Schön, oder? Andererseits hat mich die Gabe des Sehens und Spürens unglaublich viel Kraft gekostet und ich habe jetzt hier und da ein Zipperlein und fühle mich erschöpft.
    Es ist wunderbar, liebe Svenja, dass es Menschen wie dich gibt, aber ich bitte dich, pass auf dich selbst auf. Es ist ein schmaler Grat, den man geht.
    Ich bin gespannt wie es mit dir weiter geht und freue mich auf weitere Posts!
    Alles Liebe, Karin

    1. Vielen Dank für Deine Geschichte Karin. Dieses schmalen Grats bin ich mir sehr bewusst. Und es ist für viele Menschen – das weiß ich und das tut mir auch fast leid – nichts, was sie über mich lesen wollen. Ich soll lustig und fröhlich sein und sie wollen überrascht sein und sagen können: “Du hast mir aus der Seele gesprochen.” Oder “Lustig, dass Du manchmal schreibst, was ich denke.” Nur dass sie nicht wissen, dass das kein Zufall ist. Und dass es für mich oft nicht lustig ist zu wissen, was sie denken.

  4. Liebe Svenja, ich kenne das, was du schreibst. Nicht aus eigener Erfahrung, sondern weil ich mit meinem Mann zusammen bin, bei dem ich diese besondere Gabe täglich beobachten kann. Ich glaube es ist Fluch und Segen in einen Raum mit Menschen zu kommen und die Themen, Gedanken und Gefühle im Raum zu fühlen. Und es kostet unglaublich viel Kraft. Stichwort: Hochsensibilität
    Er telefoniert mit wildfremden Menschen, z.B. mit unserem Telefonanbieter und weiß anschließend das halbe Leben und erhält Freundschaftsanfragen, weil er sich einfühlen kann.
    Zu deiner beruflichen Entwicklung kann man nur gratulieren. Ehrlich gestanden interessiert die mich überhaupt nicht. Ich überfliege sie nur noch. Die Zeiten, als du über die normalen Alltäglichkeiten tiefgründig geschrieben hast, habe ich aufgesogen und konnte deine Gedanken teilen und nachvollziehen. Ich kann das gut akzeptieren, dass du diese Art des Bloggens verändert hast, weil es zu viel von dir emotional fordert.
    Ich wünsche dir und deinen Lieben ein schönes Wochenende und sende herzliche Grüße aus Moers, Michaela ????

    1. Liebe Michaela, Danke für Deine Worte. Es ist spannend, dass Dir dazu “hochsensibel” einfällt. Ich glaube ja, dass das noch viel mehr ist, als eine besondere Sensibilität – aber Du bist mit Deinem Mann verheiratet, Du kennst die “Zufälle” und “Ahnungen”. Was ich manchmal schwierig finde ist, Menschen gegenüber zu sitzen und mehr über sie zu wissen, als sie selbst schon bereit sind, anzunehmen. Alles Liebe, Svenja

  5. Liebe Svenja, nachdem ich diesen Post gelesen habe fühle ich mich auch ganz wackelig. Als hättest Du wieder einmal ein Gefühl, dass tief in mir drin schlummert nach oben katapultiert. Hab Dank für Deine Ehrlichkeit! Folge Deinen Gefühlen und Deiner Intuition weiterhin und wenn das zur Folge hat, dass Du Dich veränderst , weiterentwickelst und vielleicht auch Dein öffentliches Leben hinter Dir lässt , dann ist das so. Du tapfere und tolle Frau!

  6. Liebe Svenja….

    zuerst einmal eine ganz feste Umarmung für dich und danke für diesen Post. In meinem Kopf schwirren gerade jede Menge Punkte, die ich gerne aufgreifen möchte und doch weiß ich eigentlich gar nicht, was ich sagen soll. Zum einen: Ich verstehe, was deine Leserin Julia meint. Mir allerdings gefällt die Geschäftsfrau-Svenja gerade sehr gut, weil ja auch ich mich irgendwie gerade an diesem Punkt sehe, wo ich mich raus aus meinem Familienalltag in Richtung Berufsleben orientieren möchte. Mein Jüngster ist 12…ich möchte für ihn und auch für die älteren Brüder und meinen Mann da sein und trotzdem etwas aus meinem Talent machen. Für mich! Weil ICH das Schreiben liebe! Klar bist du mir meilenweit voraus, aber deine wertvollen Infos helfen mir auch jetzt, wo ich am Anfang von allem stehe….Und dann das, mit den feinen Antennen…ich weiß genau, wie du dich fühlst..Ich gebe dir ein Beispiel: Ich gehe sonntags morgens zum Bäcker. Beim Verlassen des Ladens halte ich einer gehbehinderten Frau die Tür auf, weil sie auch raus möchte. Ich kenne sie vom Sehen. Sie wohnt in meiner Nähe. Bis zur Straßenecke haben wir den gleichen Weg. In der Zeit, wo wir den Weg gemeinsam gehen (natürlich hat sie mich bereits beim Bedanken an der Bäckereitür in ein Gespräch verwickelt) erfahre ich, dass sie beim Fensterputzen aus dem vierten Stock gefallen ist und es eigentlich ein Wunder ist, dass sie überhaupt noch lebt. Ich weiß, dass sie eine Zeit lang lieber gestorben wäre und keinen Lebensmut mehr hatte. Am Ende des Weges weiß ich auch, dass die Liebe zu ihren Kindern ihr den Mut gegeben hat, weiterzumachen, laufen zu lernen und sich zurück ins Leben zu kämpfen…Wenn mein Mann zum Bäcker geht, ist er nach 10 Minuten wieder da und mit ihm hat niemand gesprochen. ;)….Im Supermarkt sucht ein zweijähriges Kind weinend nach seiner Mama…während andere das kleine Geschöpf mitleidig anstarren, starrt das Kind mit Tränen in den Augen mich an. Ich hocke mich also hin, frage, was los ist und laufe, mit dem Kind an der Hand durch den Laden und zwar so lange, bis wir Mama oder Papa wieder gefunden haben….Mein Mann verdreht dann manchmal die Augen, aber im Grunde weiß er ja, dass ich gar nicht anders kann, und genau das liebt er ja auch an mir. Meine Jungs lachen manchmal darüber, dass ich ständig irgendwo in ein Gespräch verwickelt werde, auch dann, wenn ich es eigentlich eilig habe. ..und auch dieses Zwischen-den-Zeilen-lesen bei Facebook…manchmal ist es mehr Fluch als Segen….lange Rede, kurzer Sinn…Ich verstehe dich! Und ich verstehe auch, dass du wackelst….Aber hey, damals, als wir 1 Jahr alt waren…haben wir da nicht auch gewackelt, als wir unsere ersten Schritte gemacht haben? Und schau, wie fest du heute auf deinen eigenen Füßen stehst! Also, wenn es sich für dich richtig anfühlt, dein Innerstes nach Außen zu kehren, dann trau dich!! <3 <3 Ich bin sehr gespannt auf alles, was kommt!

    Dir und deinen Lieben ein schönes Wochenende. <3 <3 <3

    1. Michaela, irgendwann machen wir einen Verein auf der im Supermarkt verloren gegangenen Kindern und einsamen alten Frauen hilft. Die, die sich nicht bei Dir andocken, kommen nämlich alle zu mir ;-) Danke für Deinen langen Text. Es ist so schön, viel gemeinsam zu haben. Und Businesstips wird es immer wieder geben. Das finde ich doch auch spannend. Und sonst schreibst Du mir einfach Deine Fragen ;-)))

  7. Liebe Svenja!
    Du bist ein toller Mensch mit vielen wunderbaren Facetten! Dankeschön, dass du mich immer wieder mit deiner Ehrlichkeit und Offenheit berührt und mich zum nachdenken bringst!
    Pass gut auf dich auf und bleib wie du bist ?

  8. Liebe Svenja – ja das kann man als hochsensibel bezeichnen oder telepathisch oder oder…, aber für mich ist das ein erinnern und wahrnehmen, was wir verlernt haben…
    Gratulation, dass es Dir bewusst geworden ist und du nun anders damit umgehst, aber schützt Dich auch, weil es kann sehr anstrengend sein und nun werden viele interessante Dinge in Dein Leben kommen…. lass dich überraschen ????
    Alles Liebe Dir

      1. Freu Dich drauf – es ist und wird eine ganz spannende Zeit. Selbst Deine “Umwelt” wird sich ändern…..
        ich schicke Dir viel Kraft dafür und ab nun wundere Dich über nichts mehr, nichts ist mehr ausgeschlossen….. ?
        Ich bin gerade begeistert, das man mit Tieren reden kann und wie gut sie es verstehen…. ach alles spannend….. ???? Wenn es Dich Interessiert http://www.welschof.de ????

  9. wundervoll geschrieben…
    Ich habe noch nie ein Kommentar in einem Blog hinterlassen. Du bist die Erste, da mich deine Zeilen sehr berührt haben…
    Liebe Svenja -ich glaube fest daran, dass wir Alle miteinander “verbunden” sind… mit der Seele..
    Ähnlich wie bei “Avatar”, nur nicht ganz so romantisch ????… Manche entdecken das schon sehr bald und für sie ist es ein Geschenk… vielleicht ein manchmal hässlich verpacktes Geschenk, aber der Inhalt ist das Wertvollste, was das Leben zu bieten hat…
    Denn sie spüren, das es um etwas ganz anderes im Leben geht und sie es wie selbstverständlich in ihr Leben integrieren. Es gibt nichts Bezaubernderes, als über den Tellerrand blicken zu dürfen… geniese es und geh deinen Weg ????
    Alles Liebe und ganz wundervolle, sowie ergreifende Momente wünsche ich dir… denn deswegen sind wir doch auf dieser Welt ??

  10. Ui – sehr spannendes Thema! Liebe Svenja, ich beglückwünsche dich dazu, dass du dein “Wackeln” so öffentlich teilst. Das braucht Mut und Kraft. Ich werde deine Reise sehr interessiert weiter verfolgen.
    Bei mir wackelt auch gerade eine Menge. Ich hab es jetzt endlich geschafft, mich nach 3 Jahren aus einem sehr belastenden Arbeitsverhältnis zu befreien. Puh – da war so viel negative Energie – und mir wurde immer klarer, dass ich auch viele Dinge wahrnehme, die meine Mitmenschen nicht wahrnehmen. Und deshalb tue ich mich oft schwer in Organisationen. Und in Gruppen. Und trotzdem werde ich auch in Zukunft wieder einen ähnlichen Job machen. Mit der berechtigten Hoffnung, dass vieles besser wird.
    Und dann kam der Mann noch beim Frühstück mit dem jüdischen Sprichwort “alles hoffen, nichts erwarten” um die Ecke. Wow. Das begleitet mich in den nächsten Monaten, die die Weichen stellen und noch mal zu Veränderungen auf vielen Ebenen führen werden.
    Dir alles Gute auf deinem Weg! LG Eva

    1. EVA! Toll, das ist ja ein richtiger Befreiungsschlag. Ich war NOCH NIE irgendwo angestellt, weil ich das gar nicht könnte. Das wäre meine berufliche Hölle wegen der Sinneseindrücke, denen ich ja nie entkommen könnte (das versteht auch nur jemand, der ein ähnliches Empfinden hat ;-))). Das Sprichwort ist toll und ich wünsche Dir, dass Dein Neustart BOMBE wird.

  11. Liebe Svenja,
    ich muss gestehen, dass ich in letzter Zeit wenig von dir gelesen habe….aber dein Post heute hat mich so erwischt, weil es mir genauso geht. Es tut einfach gut zu wissen, dass man nicht allein damit ist! Allein das macht mir Mut. Danke dafür.

  12. …und zurück bleibt das Gefühl, dass es sehr anstrengend für dich sein muss und du viel Energie abgibst. Ich halte mich nicht für hochsensibel, aber sehr reflektiert und ich finde mich schnell in der Lage wieder, anderen helfen zu wollen, egal, ob materiell oder durch reale Unterstützung, wobei ich dann aber auch schnell wieder bei mir bin, weil meine Bedürfnisse viele Jahre so vernachlässigt wurden, dass es mir schlicht an der Kraft fehlt, so sehr ins Außen zu gehen.
    Trotzdem ist es für viele Menschen unheimlich wichtig jemanden wie dich zu haben. Du scheinst, und wirkst, mit allem, was du tust.
    Auch ich habe in den letzten Jahren gedanklich immer wieder Briefe an dich formuliert, weil du mir so viele wertvolle Denkanstöße gegeben hast, und war schnell dabei meine ganze Lebensgeschichte zu erzählen, geschickt habe ich keinen dieser Gedankenbriefe, weil ich dich damit nicht “belasten” wollte, dir nicht die Energie nehmen wollte, die das Lesen dessen oder gar die Auseinandersetzung damit kosten würde.
    Über die Jahre bin ich stärker geworden und habe reale, geschulte Ratgeber gefunden, aber mitlesen tue ich nach wie vor sehr gern bei dir (wobei auch ich beim business-Teil nicht so firm und daher weniger interessiert bin).
    Ich wünsche dir das Gespür für das richtige Maß, wie du deiner Gabe nachgeben( oder- gehen) kannst, ohne dich selbst dabei zu verlieren und weiter die tolle Mama für deine tollen Kinder, die verliebte Ehefrau und nerdige BusinessSvenja sein kannst :)
    Viele liebe Grüße, Sandra (aka mimilinchen11 bei insta)

    1. Woher das “beliebt” zu Beginn meines Textes kommt, weiß ich jetzt auch nicht ????
      Nun ja, lässt ja auch viel Spielraum für positive Interpretationen ????

    2. “Du scheinst und wirkst mit allem was Du tust.” Das ist ein Satz, der MICH gerade umgehauen hat. Wow. So empfinde ich das natürlich nicht, ist ja mein normales Leben und ich schreibe die Posts in meinem Lieblingssessel und checke oft gar nicht, dass sie jemand liest ;-) Aber was ich schön finde, ist, dass ich jetzt weiß, dass vielleicht irgendwo Menschen Briefe an mich im Kopf formulieren, die ich nie kriege. So wie ich für euch im Kopf oft Posts formuliere oder Romane schreibe oder Kurzgeschichten – die ihr nie bekommt. Habe Dich jetzt auf Insta angefragt und würde mich freuen, wenn Du mich annimmst – wenn der Account privat ist habe ich dafür natürlich volles Verständnis.

  13. Liebe Svenja,

    danke für Deine Offenheit!

    Mir ergeht es oft ähnlich und ich habe oft Schwierigkeiten, mich ohne schlechtes Gewissen von diesen Menschen abzugrenzen. Oft kann ich mich nur abwenden, weil ich Angst habe, wieder total vereinnahmt zu werden.
    Meist spüre ich z.B. auch, wenn es Tieren schlecht geht, schaffe es aber auch nicht, die Besitzer dann anzusprechen und auf den falschen Umgang anzusprechen. Die Entscheidung, sich einzulassen oder nicht, ist sehr schwer.

    Alles Liebe für Dich!

  14. Ich wackle auch! Ich habe deinen Post jetzt zweimal gelesen, aber ich verstehe was du meinst. Ich bin auch eine der Personen, die du mit deinem feinen Spürsinn überrascht hast.
    Umso mehr wünsche ich dir das du dein WIE findest. Verantwortung ist schwer, vielleicht solltest du dort anfangen. Du bist nicht für alle verantwortlich, trotz deiner Gabe, aber sehr wohl für dich! Hab es sonnig und schön !
    LG Bea

  15. Liebe Svenja. Wir kennen uns ja gar nicht. Und doch fühle ich mich in so vielem so nah und verstanden und merke bei deinem neuen Post: Ja, DAS kenne ich so gut. Und ich finde es so mutig und wunderbar, wie du deinen Weg gehst und das es wackelt, das ist doch so genial. Wenn es wackelt, ist was in Bewegung. Ich bin bei deinem Blog hängen geblieben wegen DIR! ??Vom ersten Moment an war da soviel mehr Tiefe und MEHR, was ich gespürt habe, denn ich bin nicht wegen deine wunderbaren Basteltipps hängengeblieben. Nicht, wegen der großartigen Rezepte noch wegen meiner Liebe zum Thermomix. Nein, ich bin wegen DIR hängen geblieben. Und ich danke dir für heute. Du bist eine Vorgängerin. Eine Ermutigerin. Du bewegst was. Viel mehr, als du vielleicht ahnst.
    You make a difference??

    1. Danke Natalia. Ich kann das nur zurückgeben. Dass Du Dich getraut hast, aus dem Schuldienst auszusteigen, weil Du was anderes willst und kannst und spürst – das ist für MICH vorbildlich. Das zeigt, wie sehr Du bei Dir bist. Das finde ich groß. Viele hätten die Sicherheit dem Herzensweg vorgezogen.

  16. Ich kenne das, von Unbekannten im Supermarkt oder dee Innenstadt angesprochen zu werden und dann die ganze Lebensgeschichte erzählt zu bekommen. Auch kann ich Stimmungen fühlen und bin dann selber überfallen davon und traurig oder wütend, je nachdem, was der andere gerade fühlt. Mich erschöpft das und ich bin nach Tagen mit vielen Menschen oft tief müde und brauche einige Zeit, mich zu erholen. Daher gehe ich nicht gerne unter Menschen. Und finde Dein ‘Nach außen gehen” mutig. Ich drücke Dir Die Daumen, dass Du was findest, dass Dich stabilisiert!
    Liebe Grüße

    1. Ich sitze jeden Abend alleine oder mit meiner Familie in der Bibliothek. Genau aus dem Grund. Ich gehe nur ganz selten aus, da müssen mir Menschen wirklich sehr am Herzen liegen. Für mich hat sich eine ERKENNTNISWELT geöffnet, als ich verstanden habe, was extrovertierte und was introvertierte Menschen ausmacht. Ich werde nämlich oft für extrovertiert gehalten, weil ich outgoing bin. Aber – vielleicht kennst Du das noch nicht: Introvertierte Menschen erholen sich nur alleine. Extrovertierte Menschen können sich auch im Beisammensein mit anderen Menschen erholen und Kraft denken. Für mich völlig undenkbar.

      1. Ich kann mich tatsächlich nur alleine erholen. Mein elfjähriger Sohn ist auch so. Nur meine kleine Tochter (7) ist da anscheinend extrovertiert und versteht es natürlich noch nicht, dass ich Zeit für mich brauche. Sie braucht immer jemanden um sich herum. So sind die Menschen verschieden…

  17. The Shining lässt grüßen. Und ich auch. Und zwar aus meinem wohlverdienten Thailand-Urlaub, wo sich Stephen King mit Frau Walter in meiner Lektüre abwechselt. So schließen sich Kreise und öffnen sich Horizonte. Gaben sind nicht unbedingt ein Fluch. Sondern können auch sehr unterhaltsam sein. Und sich dabei leicht anfühlen. Ein achtjähriges Mädchen ist isoliert mit dieser Art der Sensibilität. Du aber kannst sie mit vielen anderen teilen und sie für so viel Unterschiedliches einsetzen. Das ist doch grossartig! Wäre ich du, würde ich alles andere als wackeln. Ich stünde wie ne Eins.

    1. Oh ja, es gibt auch Tage, da stehe ich wie eine Eins. Aber eben auch andere. Ich empfinde meine Gabe mehr als Segen, denn als Fluch und liebe es, dass Stephen und ich uns in Deinem Kopf die Klinke in die Hand geben. Warte mal ab, das werden wir künftig noch viel häufiger tun ;-)

  18. Liebe Svenja, mir geht es ganz anders als der zitierten Leserin. Ich finde es sehr spannend das alles zu verfolgen. Deine Wandlung von Basteln, Kochen, Kindern zu Themen, die Dich vlt. jetzt mehr beruflich betreffen, aber dennoch Deine persönliche Entwicklung spiegeln. Das ist das Leben. Es zeigt wie sich die eigenen Befürfnisse verändern, wie man stetig erwachsener wird und dennoch immer wie ein Kind bangend vor unbekannten Situationen steht. Das ist manchmal sehr anstrengend, aber langfristig befriedigender als immer in alten Strukturen zu verharren. Du teilst das mit uns. Mutig und neugierig wie Du bist, wirst Du einen Weg finden, deine Gabe für dich zu nutzen. Das kann doch spannend werden? Und da du keine Person bist, die Scheu vor Neuem hat, wirst Du sicher Deinen Weg finden. Eva sagte mir: Schalte mal Deinen Kopf aus und hör mehr auf Deinen Bauch, was sagt der. Und dann einfach mal machen. Darin bist du ja sowieso gut. Ich begleite Dich gerne auf Deinem Weg durch Businessthemen, wie auch Privates. Du inspirierst mich. Mut haben, losgehen. Auch diesem Weg mit vielem Unbekannten erwartet Dich viel Neues und sicher Überwältigendes. Ich hoffe, Du schreibst weiter darüber, was Dir auf diesem Weg wiederfährt, Dich bewegt und Dir begegnet. In dem letzten Monat habe ich für mich erkannt: meine Gabe ist meine Neugierde. Ich muss mal sehen, was ich damit anfange. Und für Deine Gabe findest Du auch noch das richtige Wort. .

    1. Liebe Kati, Danke für Deinen Kommentar. Ja, manche mögen vieles von dem, was ich schreibe, weil sie MICH sehen können. Andere nur bestimmte Themen. Manche mögen mich gar nicht. Für mich ist das alles total OK und ich nehme das nicht persönlich. Denn gerade durch meine Gabe weiß ich: Mit mir persönlich hat das am allerwenigsten zu tun. Aber ganz viel mit dem, was ich im anderen auslöse. Und da ich meine Leser ja meist gar nicht kenne, weiß ich nicht, wo sie stehen und was sie abholt. Deshalb habe ich auch nicht “schlecht geschrieben”, wenn das mal nicht gelingt. Ich bin einfach nur energetisch gerade woanders unetrwegs. Und das muss erlaubt sein ;-) Ich hoffe ja auch immer noch, dass wir uns mal kennenlernen. Kann ja eigentlich nicht sein, dass wir beide in München sind und es nie schaffen.

  19. Achja. Ich finde mich sehr bei dir wieder. Es ist eine Gabe, ganz klar, aber sie richtig zu nutzen und mit ihr zu leben, das ist ganz schön anstrengend. Ich kenne das leider zu gut und immer wieder wackele ich da leider auch. Gerne wäre ich in meiner Mitte und würde mit allem und jedem meinen Frieden machen. Geht aber leider nicht so einfach.

    Liebe Grüße
    Andrea

    1. Ich finde das Wackeln ist auch ein Geschenk. Erst wackeln wir und dann fallen wir plötzlich in eine neue Richtung um. Also “umfallen” im Sinne von einen neuen Weg einschlagen. Neue Sachen entdecken, neue Dinge lernen, neue Themen zulassen und ausprobieren. Und meine Erfahrung ist: Wenn ich wackle, darf ich zur Stärkung und zum Aufladen auch einfach mal Serien bingen oder was ganz Seichtes machen. Bloß nichts, was andere Energien von echten Menschen ins Spiel bringt. Da ist dann ja manchmal schon das Radio zu viel ;-) Kennst Du sicher auch. Wir wuppen das schon ;-)

  20. Hallo Svenja, mit jedem deiner Worte spüre ich Dein Wackeln und die Zerissenheit und die Emotionen ob Du uns deine innersten Gedanken offenbaren sollst. Ich denke darüber nach, warum Du uns diesen Post geschrieben hast? Vielleicht sollen wir Dich noch besser kennenlernen und verstehen. Immer wieder führst Du uns vor Augen, dass wir uns um die wirklich wichtigen Dinge kümmern sollen (den Elefanten im Raum) und es oft gar nicht um das ausgerufene Thema geht.

    Ich verstehe jetzt, warum ich nur bei deinem Blog schon seit 2013 ein ganz besonderes Gefühl habe. Irgendetwas muss da sein, wenn ich fast jeden Tag!!! Deine Seite aufrufe!!! Du hast mich fest in Deinen Bann gezogen. Ich habe nicht deine Gabe, es ist bei mir andersherum: ich fühle mich von Dir sehr angesprochen. Auch ich formuliere häufig Kommentare an Dich im Geiste, hab schon einige Male von Dir geträumt und denke dran, dass es für mich sehr emotional wäre, Dir in echt gegenüber zu stehen. Andere Menschen verstehen das nicht. Ich habe meinem Mann schon so manchen Deiner Posts gezeigt, weil es mich so berührt hat, aber er konnte damit nicht soviel anfangen, was mich dann geärgert hat.

    Und trotzdem kommt es nicht auf uns Leser an. Es kommt nur auf Dich und Deine Familie an. Euch und Dir allein muss es gut gehen. Du bist nicht verpflichtet die Sorgen all Deiner Leser und Begegnungen zu lösen. Hab kein schlechtes Gewissen, wenn Du auch mal weghörst. Darum sind Deine Blogpausen und Arbeitspausen bestimmt so wichtig. Vielleicht wäre es für Dich auch mal hilfreich für ein oder zwei Wochen ganz weit weg an einen einsamen Ort ohne Internet usw. zufahren. Oder erreichen Dich die Schwingungen auch dann?! Ich denk an Dich Svenja!!!

  21. Ich hab mir jetzt deinen Post nochmal durchgelesen und etwas vergessen zu sagen. Ich habe es so verstanden, dass du eine Möglichkeit suchst, wie Du den Menschen helfen kannst und nur dann fühlst Du Dich gut?!? Aber Du wirst Du nie schaffen alle Menschen zu retten. Auch wenn Du das was Du jetzt schon machst für einen noch größeren Kreis von Menschen ausweitest, gibt es immer noch unendlich viele neue Problem-Schwingungen. Ich denke Du must eher lernen, wie Du mit Deiner Gabe umgehst, dass es Dir dabei gut geht, obwohl Du nicht allen helfen kannst.

    1. Liebe Judith, Danke für Deine Gedanken. Ich habe den Post geschrieben, weil ich merke, dass ich das, was ich sehe, zunehmend mit euch teilen werde. Ich weiß noch nicht genau in welcher Form, habe aber schon einige grobe Ideen im Kopf, die ich interessant finde. Im März habe ich noch sehr viel anderes zu tun, aber ab April nehme ich mir Zeit dafür. Dann wird sich das bestimmt schnell entwickeln, denn es steht schon lange in der Warteschleife und drängt jetzt nach vorne. Es geht mir nicht darum, jeden zu retten – das kann ich nicht und dafür bin ich auch gar nicht ausgebildet. Und es wäre mir emotional auch viel zu viel. Es geht mir darum, meine Gabe so einzusetzen, dass ich damit den größtmöglichen Impact habe. Also: Mir geht es nicht schlecht wenn ich schreibe, dass ich wackle. Ich bin nur kurz davor kopfüber in eine neues Feld zu schwanken und da dann einen Schritt vor den anderen zu setzen.

  22. Liebe Svenja,
    ich danke Dir von Herzen für diesen Post. Deine Zeilen haben mich sehr berührt, da ich eine Tochter habe, die ebenfalls mit dieser Gabe gesegnet ist. Es war damals sehr spannend, als sie registriert hat, dass nicht alle Menschen ebenso empfindsam sind (Mama, das ist doch einfach da, wieso nicht bei den anderen?) Sie hat große Freude daran, dies positiv einzusetzen, aber es kostet sie auch sehr viel Energie. Für bestimmte Situationen hat sie jetzt einen guten Weg gefunden, sich zu schützen und ihre Antennen ein wenig “einzuziehen”.
    Herzliche Grüße Elke

    1. Wie schön, dass Deine Tochter eine Mutter hat, die sie dabei begleitet. Das ist auch ein Geschenk. Und ja, man braucht wirklich einen Moment, zu verstehen, dass andere das vielleicht nicht sehen, fühlen, wahrnehmen und spüren.

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