Ihr Lieben,

es ist echt mehr als ein Jahr her, dass ich ein eigenes Rezept verbloggt habe. Und ich weiß genau, woran das liegt. Nachdem ich hier jahrelang viel für und mit euch gekocht und gebacken habe, war ein bisschen die Luft raus. Oft habe ich mich dabei erwischt, etwas Neues auszuprobieren – und zu denken: „Aber das will ich jetzt essen und nicht erst fotografieren.“

So haben sich im letzten Jahr jede Menge Rezepte angesammelt. Die meisten vegan, alle saulecker. Und wisst ihr was? Die will ich jetzt endlich mit euch teilen. Auch um die vegane Ernährung auf meinem Blog wieder mehr ins Bewusstsein (und vor allem: in die Machbarkeit) zu holen. Es tut mir und uns gut, uns vegan zu ernähren. Nicht dogmatisch und ausschließlich, aber zu einem Großteil.

Meine Herausforderung sind die verschiedenen Essensvorlieben unserer kleinen Familie. Mein Mann und ich essen gerne vegan. Meine Tochter ist seit sie fünf Jahre alt ist selbstgewählte Vegetarierin und tendiert zunehmend zum Veganismus. Und mein Sohn isst alles, auch Fleisch, und ist für jede Art von Food Experimenten offen.

Also: Vielleicht habt ihr Spaß an meinen machbaren, alltagserprobten, veganen Rezepten. Ich werde euch auch Produkte vorstellen, die ich für meine Rezepte verwende. Denn beim veganen Kochen und Backen kommt es meiner Erfahrung nach sehr darauf an, die richtigen Produkte zu kennen. Da ich viel ausprobiert habe, könnt ihr euch einige Fehlkäufe sparen und gleich zu meinen Highlights vorpreschen ;-)

Off we go mit einem Rezept für vegane Blaubeermuffins.

Vegane Blaubeermuffins à la Martha Stewart

Ich habe lange nach einem leckeren veganen Muffinrezept gesucht. Auch, weil ich nach meinem veganen Ernährungsstart anno 2013 mit Backen eher auf dem Kriegsfuß stand. Backen ohne Ei? Wie soll das bitte gehen? Zum Beispiel mit Banane, wie in diesem wunderbaren Rezept für vegane Blaubeermuffins der amerikanischen Küchengöttin Martha Stewart, das ich leicht für euch abwandle.

Die Zubereitung dauert 15 Minuten und ist ganz einfach.

Zuerst die trockenen Zutaten in einer Schüssel miteinander vermischen. Dann die – überwiegend – nassen restlichen Zutaten in einer anderen Schüssel vermischen. Die nassen Zutaten zu den trockenen schütten, Blaubeeren hinzufügen, fertig. Klassischer Fall von „Wenn ich das kann, kannst Du das auch.“

Weil ich häufig amerikanische Rezepte zubereite, habe ich Cup Messbecher. Meine ehemalige schottische Nachbarin Sheila hat mir vor Jahren mit den Worten: „Du brauchst richtig gute Messbecher, das hier sind die besten“ welche von Kitchen Aid mitgebracht. Ich nutze sie seit mehr als einem Jahrzehnt und sie sind top und total empfehlenswert. Mittlerweile gibt es sie nicht nur als schottischen Privatexport, sondern auch online* (*Affiliate Link).

Wenn ihr keine Messbecher habt, könnt ihr die Maßeinheiten auf der Website USA-kulinarisch in Gramm umrechnen.

Vegane Blaubeermuffins – die Zutaten

  • 1/3 Cup Kokosöl, geschmolzen
  • 1 Cup Vollkornmehl
  • 1 Cup Weizenmehl, Typ 405
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 2 Bananen, zerquetscht (3/4 Cup)
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1/2 Cup Zucker
  • 1 Cup Mandelmilch, Raumtemperatur (oder Sojamilch)
  • 1 Cup frische Blaubeeren

Vegane Blaubeermuffins – die Zubereitung

  1. Backofen auf 220 Grad vorheizen.Vegane Blaubeermuffins haben mehrere Mehlsorten.
  2. In einer mittelgroßen Schüssel die beiden Mehlsorten, Backpulver und Salz vermischen.

Die trockenen Zutaten für die veganen Blaubeermuffins vermenge ich in einer großen Schüssel.

Die trockenen Zutaten für die veganen Blaubeermuffins vermenge ich in einer großen Schüssel.

3. In einer anderen Schüssel die zerquetschten Bananen, Zucker, Milch und Vanilleextrakt miteinander vermengen.

Die Bananen zerquetsche ich mit einer Gabel in einer kleineren Schüssel.

Ich finde es umständlich, Vanillemark aus einer Schote zu kratzen (geschmacklich natürlich 1A). Anstatt dessen nehme ich oft diese Vanillemühle zur Hand. Echt praktisch, gibt es bei uns im Edeka.

Diese Bourbon Vanille Mühle finde ich praktischer, als das Mark aus der Schote zu kratzen.

4. Das Kokosöl schmelzen – entweder im Thermomix (2 min 30 sec/100 Grad/Stufe 1,5) oder auf dem Herd – und zu der Bananenmasse geben.

Kokosöl könnt ihr von jeder Marke nehmen.

Das Kokosöl schmelze ich 2:30 bei 100 Grad auf Stufe 1,5 im Thermomix.

Wenn das Kokosöl geschmolzen ist, ist es durchsichtig wie Wasser.

Das Kokosöl schütte ich dann zur Bananenmasse.

5. Die nassen Zutaten in die Schüssel mit den trockenen Zutaten geben und alles vermischen.

Die nassen Zutaten mit den trockenen vermischen.

6. Blaubeeren hinzufügen und unterheben.

Jetzt werden die veganen Blaubeermuffins komplett - mit den Heidelbeeren.

So sieht der fertige Teig für die veganen Blaubeermuffins aus.

7. Die Masse in eine Muffinform füllen – der Teig ergibt 12 Muffins. Ich verwende eine Silikon Backform von Birkmann, bei der kein zusätzliches Einfetten nötig ist.

Vegane Blaubeermuffins in der Muffinform vor dem Backen.

8. Die Muffins bei 220 Grad ca. 20 min backen (Stäbchenprobe!) und auf einem Gitterrost auskühlen lassen. Vorsicht beim aus der Form nehmen – ich bin da leicht ungeduldig und der ausgetretene Blaubeersaft ist heiß.

Vegane Blaubeermuffins fertig abgebacken.

Die veganen Blaubeermuffins nach dem Backen gut auskühlen lassen.

Die Muffins sind frisch am leckersten und halten sich in einer Frischhaltedose locker zwei Tage. Danach sind sie bei uns auch aufgegessen.

Backt das Rezept ruhig mal nach. Meine Kinder nehmen die Muffins in der Brotbox mit in die Schule und wir essen sie besonders gern am Wochenende zum Frühstück – oder zum Cappuccino am Nachmittag.

Lasst es euch schmecken!

Eure Svenja

P.S.: Natürlich gibt es auch ein PDF für das Vegane Blaubeermuffins Rezept. Zum Runterladen und Ausdrucken, damit ihr es auf die Arbeitsfläche legen und Fettflecken draufmachen könnt ;-)