Wenn ich meinen Kindern nur ein Spielzeug kaufen dürfte, es wäre der Kletterturm von eibe. Mein Bruder und ich haben ihn in den 70ern geschenkt bekommen und er war immer ein magnetischer Anziehungspunkt für Kinder, die uns besucht haben. Sowas hatte sonst einfach keiner.

Mit dem Kletterturm haben wir gelernt, uns zu bewegen. Hangeln, Aufschwünge, klettern, rutschen, schaukeln. You name it. Aber eben auch Sachen, die auf den ersten Blick gar nicht so bedeutend scheinen – aber eigentlich noch viel wichtiger sind. Schwung einschätzen, richtig greifen lernen, ein Gefühl für Bewegungen, Raum und Platz bekommen. Ein Gefühl für den eigenen Körper, dessen Möglichkeiten und Grenzen zu kriegen. Und natürlich: die Möglichkeit, kreativ zu spielen. Was der Kletterturm in den fast 40 Jahren schon alles war, kann ich gar nicht aufzählen. Immer geschmückt (mit Tüchern, Stoffen, Seilen, Fahnen) und behangen (mit Schaukeln und Kletterseilen, Ringen und Tauen).

Kasperltheater, Ritterburg, Krankenhaus, Gefängnis, Bude, Rückzugsort, Bandenhauptquartier, Kuschelhöhle, Zirkusarena, Hochhaus, Piratenschiff, Elfenbeinturm, Berggipfel, Flugzeug, Heißluftballon, Ozeandampfer, Vulkan, Höhle, Geisterbahn, Limonadenstand, Tierrettungsstation. Nicht zu vergessen die hundert Aufführungen, die an langen Abenden von allen Kindern eingeübt und am Ende vor uns Eltern präsentiert wurden. Und all das das ist wirklich nur eine kleine Auswahl dessen, was man mit dem Kletterturm anfangen kann.

Im Video zeigen meine Kinder völlig willkürlich ein paar „Übungen“, die ihnen gestern Abend noch Spaß gemacht haben – einfach damit ihr mal seht, wie viel Freude die beiden beim Bespielen haben. Und weil wir vorher mal wieder am See und im Beerencafe waren, haben wir nicht mehr aufgeräumt, sondern gleich losgelegt. Nur die Füße habe ich Ihnen vorher noch gewaschen :-)

Also, schaut nicht auf das Chaos im Hintergrund – ich habe Zelte und Buden einfach zur Seite geschoben, damit ein bisschen Platz im Spielzimmer war.