Warum ich selber ein Gewürz hergestellt habe? Weil ich es ehrlich gesagt leid war. Und wenn ihr die Muße haben solltet (ehrlich gesagt dauert es nur knapp 10 Minuten) dieses Curry selbst herzustellen, werdet ihr auch wissen, warum.

Wenn ihr an diesem Curry riecht (ohne Knoblauch, ohne Glutamat, ohne Haltbarmacher, Farbstoffe und sonstige Dinge, die man in Gewürzen normalerweise findet, die aber gerne mal NICHT auf der Verpackung stehen) und danach an irgendeinem handelsüblichen Curry, steht ihr unter Schock. DIESES Curry riecht nach Gewürzen, alles andere nach Pommes- oder Brathähnchensalz. Es ist sowas von krass, aber ich habe wirklich die halbe Nachbarschaft riechen lassen und seitdem sind wir irgendwie currykritischer als früher.

Ich zeige euch die Zubereitung einmal im Schnelldurchlauf und am Ende gibt es dann das komplette Rezept. Das Curry wird aus insgesamt 11 Zutaten hergestellt.

Die ersten 8 Zutaten kommen in eine Pfanne und werden dann 5 Minuten angeröstet.

Das sieht dann so aus. Übrigens eine der seltenen Gelegenheiten euch meinen LIEBLINGSpfannenwender vorzustellen. Ohne den könnte ich nicht mehr leben, weil er viel handlicher ist, als alle die ich vorher hatte – und mich auch beim Wenden von Pfannkuchen nicht im Stich lässt. Außerdem nehme ich ihn zum Herausheben von Sandwiches aus dem Sandwichtoaster und von Waffeln aus dem Waffeleisen. Oder zum Servieren von widerspenstigen Lasagnestücken. Ein echtes Multitalent eben.

Nach 5 Minuten kommen die angerösteten Gewürze entweder in den Thermomix (10 Sekunden/Stufe 10) oder in den Mörser. Dann duftet es schon in der ganzen Küche.

Jetzt die letzten drei Zutaten zugeben und vermischen. Und ja – das war es schon. Also nochmal zusammengefasst: 8 Zutaten in der Pfanne 5 Minuten anrösten, kleinmahlen, und 3 weitere Zutaten unterheben. Und ich dachte immer, Gewürze herstellen ist eine Kunst. Für die Zutaten war ich in zwei Supermärkten. Das Einzige, wofür ich wirklich gerannt bin, sind Bockshornkleesamen.

Deshalb hier ein Bild von der Dose, die ich letztendlich gefunden habe (im Rewe) – damit ihr sie im Regal schneller aufspürt und euch das Suchen spart.

So – und jetzt kommt das Rezept:

1. Folgende Zutaten in der Pfanne 5 Minuten anrösten: 2 EL Fenchelsamen, 2 EL Koriandersamen, 2 EL Senfkörner, 2 EL Bockshornkleesamen (gemahlen), 2 EL Kreuzkümmel (gemahlen), 2 TL schwarze Pfefferkörner, 2 TL Wacholderbeeren, 6 EL Kokosflocken.

2. Die Gewürze im Thermomix 10 Sekunden/Stufe 10 mahlen – oder im Mörser von Hand zerkleinern.

3. 2 EL Kurkuma (gemahlen), 2 TL Salz und 2 TL gemahlene Chili untermischen.

Und weil ich bei Chili ja eigen bin und finde, dass man Chili FRISCH mahlen muss, hier zum tausendsten Mahl der Link zu meiner favorisierten Chilimühle von Peugeot. Ich werde nicht locker lassen, bis ihr die ALLE habt – es geht einfach nicht ohne.

Wir Frauen brauchen ja immer einen Anreiz, um etwas Neues in Angriff zu nehmen. Ich weiß zwar nicht, ob ihr schon einmal selbst ein Currygewürz hergestellt habt, aber falls nicht, ist das hier euer Anreiz:

Und das Rezept zu diesem kinderfreundlichen Curry, das auch bei euch das Ende der Fischstäbchen- und Nudelära einleiten könnte, poste ich dann die Tage :-)

Bis dahin fröhliches Würzen

Eure Svenja