Ihr schreibt mir immer mal wieder, ob ich eigentlich keine Angst habe, von wegen Kinder und Fotos und Internet. Hmm, also dazu habe ich ja eine ganz eigene Meinung. Ich gehe mit dem Internet sehr offen um und frage meine Kinder einfach, ob sie mitmachen möchten, oder nicht. Meine Tochter ist gerne auf meinem Blog. Mein Sohn will das manchmal nicht. Auch gut, dann wird das Bild eben nicht gepostet. Insgesamt versuche ich Ihnen einen offenen Umgang mit Medien zu vermitteln. Mir selbst hat diese Einstellung in meinem Leben nur Vorteile gebracht. Und es ist wohl so, dass wir Mütter dazu tendieren, das zu vermitteln, was wir selbst erfahren haben.

Nichtsdestotrotz gibt es Grenzen – und auch viele Mütter, die da ganz anderer Meinung sind. Die wichtigste Grundlage für eine Entscheidung, wie man sich verhalten möchte, ist wohl, dass wir uns die richtigen Informationen suchen. Und deshalb möchte ich euch eine Seite ans Herz legen. Stefan Freise hat die facebook Gruppe „Keine Kinderfotos im Social Web“ gegründet. Und seine Überlegungen frei nach dem Motto: „Zeigt den Kindern die Welt, nicht die Kinder der Welt.“ finde ich gut – auch wenn ich selbst das ein bisschen anders lebe.

Stefan schreibt zum Beispiel: „Ich halte es mit dem Tipp: “Sag’ nichts im Social Web, das Du nicht auch laut im Bus sagen würdest.” Geschlossener Raum, aber dennoch öffentlich. Unmittelbare Reaktion erfühlbar, langfristige Folgen nicht ganz einschätzbar. Vertraulichkeit spürbar, totale Loyalität aber keineswegs gegeben.“

Das ist doch mal ein Tipp, den man prima anwenden kann. Und das weiß ich aus einiger Erfahrung, denn bei meinem Blog lesen auch Menschen mit, die sich dann und wann auf den Schlips getreten fühlen. Aber wie gesagt, ich lebe eine innige Beziehung mit dem Internet – dafür darf ja auch jeder selbst entscheiden, ob er hier mitlesen mag.

Dann hätte ich da noch eine andere Empfehlung: mein Social Media Berater Thorsten Ising hat auf seinem Blog (wer sich für Social Media interessiert, ist hier richtig) neulich das Buch „Mein Kind ist bei facebook“ besprochen und es mir ans Herz gelegt. Wenn ihr euch also aktuell fragt, wie ihr eure Kinder beim Umgang mit facebook unterstützen könnt und was zu beachten ist, könnte das die richtige Lektüre für euch sein. Für’s Reinlesen postet Thorsten auch einen Link zum Probeartikel.

Alles Liebe

Eure Svenja