Mütter_Blog

Da seit meinem kostenlosen ebook „Bekenntnisse einer Colamutter“ schon wieder viel Zeit vergangen ist, habe ich heute einmal einen „Best-of“-Post meiner meistgeklickten Beiträge der letzten 6 Monate für euch zusammengestellt. Unten seht ihr die Teaser – wer Lust auf mehr hat, folgt dem jeweiligen Link am Ende der Leserpobe. Vielleicht ist ja was dabei, was ihr noch nicht kennt.

1. Ich kann auch anders

Wir feiern diesen Freitag unser Sommerfest im Kindergarten. Sicher kennt ihr das, man muss sich dann in Listen eintragen, wo und wie man helfen will. Beim Getränkeausschank oder bei der Station “Flaschen zum Klingen bringen”, bei der Kuchenausgabe oder beim Kartenverkauf. Und wie ihr euch sicher denken könnt, gähnt diese Liste vor Leere.

Ach nein, wartet mal – da stehen ja doch ein paar Namen drauf. VON DEN FÜNF FRAUEN, DIE SOWIESO IMMER HELFEN. Und dann gibt es noch fünf andere, die sich auch noch eintragen werden. Ich könnte Ihre Namen auch für sie hinschreiben, denn ich weiß eh, wer das ist. Denn ich habe sie ja dieses Jahr schon beim Karnevalsdeko schmücken getroffen. Sie leiten die Fördervereinssitzung, backen Martinsgänse, sind im Elternbeirat – die Liste ist endlos. Mehr…

2. Einfach nur zufrieden

Vielleicht überrascht euch das, aber es gibt etwas, das ich wirklich nicht gut hinkriege. Ich kann nicht einfach nur zufrieden sein. Dabei gäbe es so viele gute Gründe. Meinen Mann. Meine Kinder. Mein Zuhause. Diesen Blog. Freunde. Tolle Erlebnisse. Aber ihr seht es vielleicht schon an der Aufzählung, denn die ist und bleibt genau das: eine Aufzählung. Ich weiß, wie viel Gutes ich in meinem Leben habe – klar, ich tue ja auch Einiges dafür. Doch auch wenn ich einen Weg gefunden habe, alles zu erledigen, allen Bereichen meines Lebens gerecht zu werden, so stellt sich doch fast nie das Gefühl der Zufriedenheit ein.

Wenn ihr mich fragt, hat das viel mit dem Internet zu tun. Denn Zufriedenheit und das Internet, die widersprechen sich total. Ihr findet euren neuen Rock wunderschön? Dann surft mal ein paar Fashionblogs ab. Es gibt wirklich schönere. Und eigentlich braucht man dazu Glitzerballerinas und große goldene Creolen. Denn erst dann, meine Lieben, habt hr ein OUTFIT. Nur einen Rock zu haben ist ja so gestern. Mehr…

3. Keine Zeit für die eigene Kindheit

Als Mutter ist man ja ständigen Vergleichen ausgesetzt. Frei nach dem Motto „Mein Haus, mein Auto, mein Kind“ werden die Riesentalente und Fortschritte der Sprösslinge ausgebreitet. Da sind wir stolz wie Bolle – klar, die Mutti-Chauffeurdienste sollen sich ja auch auszahlen. Und wo fahren wir sie nicht überall hin, die lieben Kleinen. Pekip, Krabbelgruppe, Kinderturnen, Ballschule. Schule der Fantasie und musikalische Früherziehung. Danach kommt die nächste Stufe: Leichtathletik, Tennis, Ballett oder Fußball. Block- und Altflöte – oder gleich Klavier? Kindermalkurs oder Gestalten mit Ton. Und wenn wir dann gefragt werden, ob unser Kind in der Mannschaft spielen will (samstags zwei Stunden Training zusätzlich und entweder dienstags oder donnerstags Turniere), sind wir begeistert. Denn ist das nicht ein klares Zeichen dafür, dass unsere Kinder wirklich Talent haben?

Wenn das alles so spitze ist und wir unseren Kindern damit so viel Gutes tun, warum nur fragt ihr mich dann so oft, ob ich zu diesem Thema mal was schreiben kann? Mehr…

4. Das Leben ist wie Karaoke

Ich kann nicht singen. Jedenfalls nicht gerade. Aber gestern war ich auf einer Geburtstagsparty und die Hauptattraktion war eine gemietete Karaokemaschine. Wenn man nicht singen kann und ein Mikro in die Hand gedrückt bekommt, gibt es zwei Möglichkeiten, zu reagieren. Entweder man sagt:” Nein, nicht ich, um Gottes Willen. Ich kann nicht singen. Da ist die Party schneller zuende, als sie angefangen hat.” Oder man nimmt das Mikro und singt.

Warum ich euch das heute schreibe? Weil es so viele Momente im Leben gibt, wo das Leben uns ein Mikro hinhält und wir es nicht ergreifen. Meistens hält uns Angst zurück. Angst, etwas nicht zu können, uns zu blamieren, schief zu singen, das Falsche zu sagen, nicht kompetent zu erscheinen. Kurz: Nicht der zu sein, der wir gerne wären – ein Mensch ohne Fehler und mit lauter guten Eigenschaften. Mehr…

5. Das sollen die unter sich regeln

Neulich auf einem Kindergeburstag. Zwei Kinder streiten sich, davon eins das Geburtstagskind. Die Mütter direkt daneben. Es fällt der Satz: “Das sollen die unter sich regeln.” Bestimmt manchmal richtig. Aber warum stößt mir der Satz zunehmend auf, je älter ich werde? Mehr…

6. Ich brate Fischstäbchen und stehe still

Doch da gab es neulich so einen Sofa-Moment bei uns im Wohnzimmer, der gab mir zu denken. Mein Mann briefte mich für einen Artikel, den ich für ihn schreiben sollte. Und während ich notierte, was er Kluges von sich gab (und es war tatsächlich erschreckend, WIE klug das war), dachte ich: „Interessant. All das hat er irgendwo gelernt und erlebt, als ich nicht dabei war.“ Obwohl, das war nicht ganz das, was ich dachte. In meinem Kopf und ungeschönt klang es eher wie: „Ich bin so neidisch, dass Du ständig so aufregende Sachen erlebst und ich komplett hinter meinen Möglichkeiten zurückbleibe.“

Laut herausgeplatzt hörte sich das dann so an: „Ich habe das Gefühl, ich bin eingesperrt, brate Fischstäbchen und stehe still.“ Mein Mann lachte laut auf. „Darüber solltest Du mal was schreiben“, sagte er. Dann sah er meinen Blick.„Schatz“, sagte er.  „Du bist grandios. Und viel klüger als ich.“ Ich dachte: Wie kann es dann sein, dass ich mich überhaupt nicht so fühle? Mehr…

Viel Spaß beim Lesen

Eure Svenja