Wow. Ok. Das war mir nicht klar, dass ein kleiner Satz in meiner veganen Challengergruppe so viel auslösen kann. Mehr als 100 Mitglieder haben mir geschrieben, weil ich in einem Kommentar zu einer Mitstreiterin gesagt habe: „Wenn Du meinen ultimativen Tipp für eine Neurodermitis Therapie haben möchtest, sag Bescheid.“

So gibt es den Neurodermitis Therapie Tipp nun öffentlich, denn offensichtlich kämpfen viele damit. Ganz kurz zu unserer Familienhistorie: Mein Mann und ich sind Hautmenschen. Er hat Schuppenflechte, ich die sogenannet „Weißfleckenkrankheit“ (kennt ihr vielleicht von Michael Jackson). Deshalb waren wir mehr als glücklich, als unsere Tochter Lis auf die Welt kam – mit einer Haut glatt wie ein Babypopo.

Neurodermitis Therapie_1

Das hielt genau 3 Monate an – bis zu dem Tag, als Lissy ihr erstes Fläschchen bekam. Da war sie 11 Wochen alt, bis dahin hatte ich voll gestillt. „Neugeborenen-Neurodermitis“ diagnostizierte der Kinderarzt. Aber eine Neurodermitis Therapie konnte er mir nicht empfehlen. „Das verwächst sich meist“ war alles, was er auf Lager hatte.

Von dem Tag an doktorten wir herum. Mal half die Salbe in der gelb-blauen Tube besser, dann dachten wir, dass es doch die grüne Tube sei, die Erfolge erzielte. Oder sprang sie nicht seit ein paar Wochen besser auf die weiße Salbe an? Gehupft wie gesprungen: weg ging die Neurodermitis nie. Was auch nicht soooo schlimm war, denn als Lissy 3 wurde, war es etwas besser. Die typischen Stellen in den Armbeugen und Kniekehlen juckten ein bisschen, waren aber nie blutig.

Nur die Fingerchen, die wurden und wurden nicht besser. Platzten manchmal auf, dann konnte sie vor Juckreiz wieder nicht schlafen und ich gab ihr Fenistil Tropfen. Aber das konnte ja auch nicht die Lösung sein. Es musste doch eine Neurodermitis Therapie geben, die bei meiner Tochter anschlug? Gab es sicher auch, aber um ganz ehrlich zu sein: mein und ihr Leidensdruck war einfach nicht groß genug. Es ging ja auch so. Bis zu dem Tag, an dem wir am See waren. Die Finger meiner Tochter waren mal wieder nur mittelgut, an ein paar Stellen hatte sie gekratzt. Und genau in diese Stellen setzten sich absolut angstmachende Bakterien.

Innerhalb von einigen Stunden hatte meine Tochter zwei eitrige Pickel an den Fingern, die anschwollen. Es ging ihr schlecht, sie bekam Fieber und jammerte. Irgendwas stimmte gar nicht. Also machte ich ein Pflaster auf die Pickel und fuhr mit ihr in die Notaufnahme. Als ich im Wartezimmer das Pflaster abmachte, waren innerhalb von 20 Minuten darunter 20 Pickel gewachsen – weitere geschätzte 50 waren gerade in der Entstehung. Der Arzt isolierte uns sofort, Lissys Fieber stieg auf 41 und es wurde eine seltene Tropenkrankheit vermutet.Was es wirklich war, haben wir nie herausgefunden.

Ich habe lange überlegt, ob ich euch diese Bilder zeige. Aber wenn ich nur einem Kind damit helfe, damit nur eine Mutter dazu motiviere, eine Neurodermitis Therapie anzugehen, ist es das wert. Hier seht ihr unseren absoluten Tiefpunkt an dem Tag im Krankenhaus:

Neurodermitis Therapie

Fakt war: All das war nur passiert, weil Lissy die offenen Stellen an den Händen hatte.

Als sie genau dasselbe Krankheitsbild ein halbes Jahr später wieder hatte, reichte es mir. Ich schrieb mir auf die Fahnen, eine Neurodermitis Therapie für meine Tochter ausfindig zu machen, die anschlug – koste es, was es wolle. Das war mir alles zu gefährlich und ich wollte, dass das Kind aus genau dieser Gefahrenzone heraus kam. Fündig wurde ich – wie so oft in meinem Leben als Mutter – durch eine Empfehlung.

Als eigentlich glühende Anhängerin der Schulmedizin (Globoli, ja von mir aus – aber brachten die wirklich was? Impfen – natürlich, gar keine Frage!) machte ich mich auf den Weg nach Ulm zu Dr. Holesch, einem Arzt, der auch mit Naturheilverfahren behandelt. Ich wollte wissen: Wie sieht seine Neurodermitis Therapie aus? Und: Kann seine Neurodermitis Therapie auch meiner Tochter helfen?

Er machte genau zwei Sachen.

1.) Er testete Lissy auf Nahrungsmittelallergien. Sie hatte 23. Was dazu führte, dass ich eine Nahrungsmittelausschlussernährung durchführen musste. 4 Wochen lang auf 23 Nahrungsmittel verzichten – das war fast ein bisschen wie Attilas vegane Challenge, aber die kannte ich ja damals noch nicht. Da fast nur Nahrungsmittel auf der Ausschlussliste standen, von denen sich meine Tochter hauptsächlich ernährte, war das Ganze ziemlich aufwändig und schwierig.

Morgens um 6 machte ich Bratkartoffeln für das Mittagessen im Kindergarten, nachmittags suchte ich Dinkeltoast im Bioladen. Interessanterweise war das auch die Zeit, in der Lissy Erdnussmus für sich entdeckte. Und wenn ihr jetzt denkt: Erdnussmus? Das kenn ich doch irgendwoher? Ja, die Lebensmittel, die übrig bleiben, waren größtenteils nicht tierischer Herkunft. Nach den 4 Wochen durften wir die Lebensmittel langsam wieder einführen – mit dem Ergebnis, dass Lis heute essen kann, was sie möchte und auf nichts mehr allergisch ist.

2.) Dr. Holesch behandelte Lissy eine Woche vor Ort: jeden Tag. Nun sitzt Doktor Holesch in Ulm – und jeden Tag nach Ulm und zurück zu fahren, kam mit zwei kleinen Kindern nicht in Frage. Also mieteten wir uns in einer kleinen Ferienwohnung in Ulm ein (absolut zu empfehlen, vor allem, wenn ihr mit Kindern reist: die Vogtmühle mit einer Wahnsinnsspielscheune,

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einem Piratenspielplatz

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und einem kleinen Zoo) und gingen jeden Tag eine Stunde zur Therapie. Da lag Lissy auf irgendwelchen magnetischen Matten (wenn ich das Recht erinnere, ich glaubte ja nur halb daran, dass das wirklich was bringen würde) und nahm Tropfen, die auch mit auf diesen Matten lagen (ähem). Was drin war habe ich erst gar nicht gefragt. Denn auch wenn die Empfehlung geheißen hatte: „Mein Sohn hatte danach keine Neurodermitis mehr, der Aufwand lohnt sich total“, so fand ich das Ganze irgendwie Hokuspokus-mäßig. Das sollte jetzt die Neurodermitis Therapie sein, die den Durchbruch bringt?

JA, JA UND NOCHMALS JA.

Das verblüffende Ergebnis der Neurodermitis Therapie

Nach den vier Wochen Nahrungsmittelausschlußdiät und der einen Woche Behandlung vor Ort hatte meine Tochter nie wieder Neurodermitis. Und das ist jetzt fast 4 Jahre her. Natürlich ist sie immer noch ein Kind, das schnell über die Haut reagiert. Mückenstiche werden besonders groß und rot. Wenn sie über eine frischgedüngte Wiese läuft, kriegt sie komische Pöckchen an den Füßen – ihr wisst sicher was ich meine. Aber von Neurodermitis oder regelmäßigen Hautauffälligkeiten im normalen Alltag unter normalen Bedingungen: KEINE SPUR.

Als ich neulich mal auf meiner facebook Seite erwähnte, dass wir eine Neurodermitis Therapie in Ulm gemacht haben, schrieb mich direkt eine Leserin an. Auch sie hatte mit ihrer Tochter die Therapie bei Dr. Holesch gemacht – auch ihre Tochter war seither symptomfrei.

Eigentlich wollte ich diesen Bericht nur als Private Message senden. Besonders weil Arztempfehlungen ja sehr individuell sind und ich nach all den Jahren nicht mehr wirklich benennen kann, welche Therapien Dr. Holesch vor Ort angewendet hat. Aber nachdem ich mit mir nun 3 Mütter und ihre Kinder kenne, die Dr. Holesch mit seiner Neurodermitis Therapie von ihrem Leiden befreit hat, und ihr so zahlreich nach meinen Erfahrungen gefragt habt, dachte ich: Das geht doch alle an.

Wenn ihr weitere Fragen dazu habt, schreibt sie bitte einfach unter diesem Post in die Kommentare. Ich antworte euch auf jeden Fall.

Eure Svenja

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