Die Wunderwürze oder Tod den Brühwürfeln

Auf dem Weg zu einer gesünderen Ernährung hilft uns heute meine – Gott hab sie selig – Oma Hilde.

Die hat nämlich in ihrem Kochbuch von 1937 ein Rezept für “Eingemachtes Suppengemüse” notiert – und ich sage euch, das ist der Kracher. Ich nehme es gerne um damit quasi ALLES zu würzen. Lasagne und Bolognese genauso wie Bratensoße. Eine zeitlang war ich mehr oder weniger abhängig von Graubrot mit Butter, bestrichen mit dieser Paste. Yummie, wer es salzig und herzhaft mag, für den ist das was.

Das Ganze ist nicht nur superleicht herzustellen (wenn ihr einen Fleischwolf oder einen Thermomix habt), sondern wegen des hohen Salzanteils auch ewig haltbar.

 

Die Wunderwürze

Zutaten:

Lauch (Porree), Zwiebeln, Tomaten, Karotten, Petersilienwurz, Sellerie, Salz.

Zubereitung:

Alle Zutaten zu je gleichen Teilen (also 1 Teil Lauch, 1 Teil Zwiebeln und JA, auch ein Teil Salz) kleinheckseln und miteinander vermischen. Danach in Gläser füllen.

Genau, das war es schon. Aber wenn ihr wüsstet, wie frisch und herzhaft diese Wunderwürze ist, würdet ihr – so wie ich – nie wieder auf sie verzichten können. Und das ist wirklich mehr als ein Geheimtipp – eher schon ein Must-have.

Eure Svenja

P.S.: Mit dem Kochbuch geht es voran – dieses Rezept ist natürlich auch mit dabei!

P.P.S.: Hier geht’s lang zum ausdruckbaren Wunderwürze Rezept PDF.

86 Kommentare

  1. Beim Stöbern auf deinem Blog bin ich bei diesem Rezept gelandet und werde beim nächsten Wocheneinkauf alles notwendige mitnehmen und den Thermomix anwerfen! Mein Freund ist zwar skeptisch, aber ich hoffe sehr, dass wir damit auch von unserem (Bio-)Würzpulver wegkommen ;) Hält das Ganze mit weniger Salz genauso lange wie dein eigentliches Rezept?

  2. Ich habe dieses rezept gleich mal ausprobiert. Es ist aber sehr feucht geworden. Ich muß die masse schon glatt streichen, damit kein wasser steht.

    Wie feucht oder trocken sollte die paste denn sein?

    1. Also, bei mir ist die Paste schon ganz unterschiedlich ausgefallen. Hatte aber auch schon mal recht wässrige. Da gibt es keine Faustregel – hängt wahrscheinlich einfach davon ab, was man für Gemüse erwischt.

  3. Hallo Svenja, so einfach? Das muss ich mir merken…es ist doch so schwer Gemüsebrühe ohne Glutamat oder Hefeextrakt oder andere Zusätze zu finden.
    Einfach ist immer gut :)
    herzlichst
    Nicole von meine Herzküche

  4. Ja, selbstgemacht ist immer besser. Vor Jahren habe ich das Rezept so bekommen: “Auf 100g Gemüse 20g Salz”! Ich habe dann in 1/3 noch gemahlene Steinpilze, 1/3 mit getrockneten Tomaten verfeinert.
    Ich versorge meine ganze Familie mit meiner selbstgemachten Würze.
    Und das Rezept mit Tomaten, Pilzen und Parmesan werde ich sofort ausprobieren
    Vielen Dank
    -die Susi

  5. Huhu bin etwas verwirrt habe heute alles eingekauft und hab je 345 g genommen ich hab echt überlegt ob ich wirklich so viel Salz nehme. Hatte leider nur Petersilie. Nun ist es sowas von salzig ich bin mir nicht sicher ob das richtig ist. Habe es in viele kleine Gläser abgefüllt und wollte es verschenken, was mache ich denn nun???

    1. Das Originalrezept ist so salzig, denn es sollte durch das Salz ja haltbar gemacht werden (Oma Hilde hatte ja nicht durchgehend einen Kühlschrank in ihrem Leben ;-)). So hält es lange und man nimmt ja nur wenig zum Würzen und salzt eben GAR NICHT mehr zusätzlich. Ich habe mich schnell daran gewöhnt. Du kannst natürlich auch weniger Salz nehmen, aber ich finde man hat den Würzbogen schnell raus!

    1. Der Keller reicht völlig Claudia – wie lange sich die Gläser halten kann ich SICHER nur bis 6 Monate sagen, weil wir sie dann immer aufgegegessen hatten. Bin mir aber ziemlich sicher, dass auch 1 Jahr lang kein Problem sein sollte.

  6. das Rezept kannten auch meine Großmütter
    und ich benutze so etwas schon lange, erspart zusätzliches Salz
    Ich tue alle meine Zutaten in den Vitamix und fülle sie hinterher in Gläser,ohne Kühlschrank , im Keller wenn man einen Vorratsraum hat, hält sich das bis zu einem Jahr

  7. Klingt super lecker – ich trockne die Zutaten vor dem Zerkleinern, verarbeite sie in meiner Küchenmaschine zu ganz kleinen Stückchen, hebe mir ca. 1/4 der Menge auf, nehme dann die restlichen 3/4 der Menge und zermahle sie in der Küchenmaschine zu Pulver und füge zum Schluß das restliche 1/4 wieder hinzu und vermische es gründlich. Für eine Gemüsebrühe nehme ich auf 1 Tasse kochendes Wasser ca. einen gestrichenen Teelöffel voll von meiner Brühe.

  8. Liebe Svenja,
    ich bin begeisterte Leserin deines Blogs. Ich habe auch schon einige Rezepte nachgekocht, und sie sind immer super gelungen. Danke dafür. Jetzt bin ich auf das Rezept der Wunderwürze gestoßen. So etwas habe ich schon lange gesucht – eine Alternative zu Brühwürfeln. Ich habe aber eine Frage: Muss man die Zutaten erst trocknen lassen oder kommen die nach dem Heckseln gleich ins Glas? Schimmelt das dann nicht? Liebe Grüße Isa

    1. Ne, das schimmelt nicht – ist ja viel Salz drin. Du kannst auch erstmal weniger Salz nehmen – vielen ist es zu salzig. Aber das Originalrezept geht halt so – und wenn man sich einmal dran gewöhnt hat, würzt man halt nur noch damit und lässt zusätzliches Salz total weg. Liebe Grüße, Svenja

  9. Hallo, Svenja!
    Ich sage jetzt einfach mal “Du”…
    Seit Langem versuche ich die Leckereien meiner Oma nachzukochen, obwohl ich viel besser backen als kochen kann! Diese käuflich zu erwerbende künstliche Brühe, dieses eklige Zeug, schmeckte mir nie, daher war ich auf deine Lösung gespannt! Habe eben 90min. lang mit einem kleinen Hechsler alles geschält, gewürfelt und klein gehackt. Es ist super geworden! Hatte keine Petersilienwurzel und nahm Fenchel; das geht prima.
    Ich nahm je 300g Gemüse und nur 150g Salz. Die Menge passte genau in 3 Zippbeutel à 1Liter – flachgedrückt- und, ab in die Gefriertruhe!
    Ganz lieben Dank für die Hilfe!!!
    Tipp: Um es zu dosieren später, füllte ich es z.T. in einen Eiswürfelbehälter. Liebe Grüße,
    Nicole.

    1. Oh Man – 90 Minuten – da bin ich ja froh, dass Dir das Ergebnis gefallen hat. Auf meinem Blog findest Du auch noch das Rezept meiner Oma für ihren Apfelkuchen. Vielleicht hat den Deine ja auch gemacht? Liebe Grüße, Svenja

  10. Liebe Svenja, ich habe die Wunderwürze gemacht. Allerdings viel zu viel, von allem ein Kilo – zwei Gläser gefüllt und ab in den Kühlschrank, den Rest in Tüten eingefroren. 3 Gläser sind schon verbraucht. Das Rezept ist der Hammer!!!! Ich bin total begeistert. Ist bei mir jetzt Grundlage für Salate und alles, was mit Brühe gewürzt wird. Vielen, vielen Dank! Liebe Grüße Isabel

  11. Liebe Svenja, dein Rezept ist der Oberhammer!!! Ich habe im letzten Jahr mit einer kleinen Menge von 100 g pro Anteil angefangen und meine letzte Einheit waren jeweils 1,5 kg von jedem. Ich versorge inzwischen meine gesamte Familie und Freunde damit! Es ist einfach super für fast jedes herzhafte Gericht oder als Grundlage für eine schnelle Suppe. Ganz liebe Grüße Kathleen

  12. Hallöchen Svenja,
    Es ist mein erster Versuch und es hat alles geklappt! Schnibbeln, ab in den Fleischwolf und ins Glas gesteckt.
    Aber…
    Wie muss ich das Glas denn lagern? Im Kühlschrank?
    Wann kann ich es benutzen, also braucht es eine Zeit in der es ziehen muss?
    Wie schnell muss ich es verbrauchen?
    Ist es normal dass es ziemlich wässrig ist?

    Ich freu mich mega, wenn ichs probieren kann :-)

    Liebe Grüße
    Maria

    1. Liebe Maria, Du kannst es einfach in der Vorrateskammer lagern. Wenn ich es angebrochen habe, stelle ich es meist in den Kühlschrank. Denk dran: Es ist SEHR salzig, das heißt, dass Du zusätzliches Salz komplett weglassen kannst! Wässrig ist ganz normal – und hängt auch ein bisschen davon ab, wie wässrig die Tomaten sind. Liebe Grüße und viel Freude mit Deiner ersten Wunderwürze, Svenja

  13. Heute habe ich mich mal an einer salzarmen Variante versucht, die trotz geringeren Salzgehaltes lange haltbar sein sollte. Daher habe ich mich dazu entschlossen, die Masse im Backofen zu trocknen und anschließend zu zerkleinern.

    Zutaten:
    – jeweils etwa 130g Wurzelpetersilie, Knollen-Sellerie und Porree
    – jeweils 20g Salz, Tomatenmark und granulierte Zwiebeln (Zwiebelpulver)

    Ich habe mich deshalb für die Verwendung von Tomatenmark und Zwiebelpulver entschieden, weil die Trocknung im Backofen dann schneller vonstatten gehen sollte.
    Der Konzentration (3fach) des Tomatenmarks zufolge hätte ich etwa 40g benötigt. Ich habe weniger genommen, weil ich nicht wollte, dass das ganze zu stark nach Tomate schmeckt.
    Da Zwiebeln zu fast 90% aus Wasser bestehen, hätten etwa 15 g Zwiebelpulver 130g frischen Zwiebeln entsprochen. Leider ist meine Küchenwaage uralt und nur auf etwa 20g genau.
    Den Sellerie und die Wurzelpetersilie habe ich in einer Trommelreibe sehr fein gerieben, den Porree kleingeschnitten.
    Nachdem alle Zutaten vermischt waren, war ein sehr fester “Teig” entstanden, den ich auf einem Backpapier möglichst dünn verteilt hatte.
    Nach mehreren Stunden bei 60 Grad Celsius im Ofen musste ich das getrocknete Zeug nur noch erneut durch die Trommelreibe jagen und erhielt eine Art Brühepulver, das auch für einen Gewürzstreuer geeignet ist.
    Es schmeckt einfach super!

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